600-Zell

600-Zell
Typ Konvexes reguläres 4-Polytop
Schläfli-Symbol {3,3,5}
Zellen 600 ({3,3})
Flächen 1200 ({3})
Kanten 720
Ecken 120
Eckfigur {3,5}
Symmetriegruppe [3,3,5] = H4, Gruppenordnung: 14.400
Duales Polytop 120-Zell

Das 600-Zell ist eines der sechs konvexen regulären vierdimensionalen Polytope (der Analoga der platonischen Körper im vierdimensionalen euklidischen Raum). Konvexe reguläre 4-Polytope werden von platonischen Körpern begrenzt, die in diesem Kontext Zellen genannt werden.[1.1] Beim 600-Zell sind dies 600 regelmäßige Tetraeder. Das 600-Zell besteht außerdem aus 1200 Flächen (gleichseitigen Dreiecken), 720 Kanten und 120 Ecken. Das Schläfli-Symbol des 600-Zells ist . Es sagt aus, dass das 600-Zell aus Tetraedern aufgebaut ist, von denen jeweils 5 an einer Kante aneinander grenzen.[2.1] Die Eckfigur ist ein Ikosaeder , was bedeutet, dass an einer Ecke 20 Tetraeder aneinander grenzen. Außerdem grenzen an einer Fläche zwei Tetraeder aneinander. Das duale Polytop des 600-Zells ist das 120-Zell.

Geschichte

Das 600-Zell wurde von Ludwig Schläfli entdeckt und in seiner in den Jahren 1850–1852 entstandenen[3][4] Arbeit Theorie der vielfachen Kontinuität vorgestellt.[5.1][6.1] In ihr beschrieb er als erster alle konvexen regulären 4-Polytope, alle Parkettierungen des vierdimensionalen euklidischen Raums, vier der zehn sternförmigen regulären 4-Polytope und alle regulären höherdimensionalen Polytope und Parkettierungen.

Da Schläflis Arbeit erst 1901, sechs Jahre nach seinem Tod, veröffentlicht wurde, wurden die regulären Polytope in den Jahren 1880–1900 mehrfach unabhängig voneinander wiederentdeckt,[2.2][7.1][8.1][1.2] unter anderem von Washington Irving Stringham,[9] G. Forchhammer,[10] Reinhold Hoppe,[11][12] Karl Rudel,[13] Victor Schlegel,[14] Anton Puchta,[15][16] Otto Biermann,[17] H. W. Curjel[18] und Thorold Gosset.[19] Außerdem entdeckte Edmund Hess 1885 alle zehn sternförmigen regulären 4-Polytope.[7]

In der Anfangszeit der Forschung zu den regulären Polytopen gab es noch keine einheitliche Terminologie. Beispielsweise bezeichnete Ludwig Schläfli n-dimensionale Polytope als Polyscheme.[5.2][6.2] Die heute gebräuchliche Bezeichnung Polytop wurde von Reinhold Hoppe eingeführt.[11.1][2.3] Ludwig Schläfli bezeichnete das 600-Zell als Hexakosioschem,[5.3][6.3] während Washington Irving Stringham es Hexakosioihedroid oder (600)-hedroid nannte.[9.1] Die heute übliche Bezeichnung[1.3] Sechshundertzell wurde von Victor Schlegel eingeführt.[14.1]

Konstruktionen des 600-Zells

Der Beweis der Existenz der platonischen Körper (der regulären Polyeder im dreidimensionalen Raum) kann geführt werden, ohne sie explizit konstruieren zu müssen. Dazu müssen lediglich die fünf möglichen Anordnungen von regulären Polygonen um eine Ecke im dreidimensionalen Raum bestimmt werden. Hieraus und aus dem Eulerschen Polyedersatz kann unmittelbar bestimmt werden, aus wie vielen Ecken, Kanten und Flächen der jeweilige platonische Körper besteht.[20.1][5.4][6.4] Hierbei bezeichnet die Anzahl der Ecken, die Anzahl der Kanten und die Anzahl der Flächen des Polyeders.

Die vierdimensionale Version des Eulerschen Polyedersatzes lautet , wobei die Anzahl der Zellen bezeichnet.[5.5][6.5] Da dies eine homogene Gleichung ist, lassen sich aus der Konstruktion der Anordnung von Polyedern um eine Ecke im vierdimensionalen Raum nicht die Anzahl der Zellen, Flächen, Kanten und Ecken eines 4-Polytops herleiten, sondern lediglich die Verhältnisse dieser Zahlen.[5.6][6.6][20.2] Für das 600-Zell sind diese gegeben durch . Um die Existenz des 600-Zells zu beweisen, muss es daher explizit konstruiert werden.[5.6][6.6][2.4]

Im Folgenden werden verschiedene Konstruktionen des 600-Zells beschrieben.

Konstruktion über vierdimensionale Kugelkoordinaten

Ludwig Schläfli beweist die Existenz des 600-Zells und bestimmt dessen Anzahl von Zellen, Flächen, Kanten und Ecken zum einen über ein rein topologisches Argument basierend auf der von ihm zuvor bewiesenen Eigenschaft, dass die Eckfigur des 600-Zells ein Ikosaeder ist, dass also 20 Tetraeder an einer Ecke aneinander grenzen, und den daraus folgenden, über Kanten und Dreiecke bestimmten, Nachbarschaftsbeziehungen der Tetraeder. Er geht dabei von einer Ecke des 600-Zells aus und weist nach, dass die Ecken des 600-Zells neun Schichten entlang der Diagonale von der Ausgangsecke zur ihr gegenüberliegenden Ecke bilden, die sich wie folgt gruppieren: 1, 12, 20, 12, 30, 12, 20, 12, 1. Insgesamt hat das 600-Zell daher 120 Ecken, 720 Kanten, 1200 Dreiecke und 600 Tetraeder.[5.7][6.7]

Zum anderen gibt Schläfli explizite Koordinaten der Eckpunkte des 600-Zells an.[5.8][6.8] Er verwendet hierzu vierdimensionale Kugelkoordinaten , aus denen sich die 4D-Koordinaten der Ecken wie folgt berechnen lassen:

Die Ecken liegen daher alle auf einer 3-Sphäre vom Radius 1.

Die folgende Tabelle gibt die Kugelkoordinaten der Ecken an. Im Vergleich zu Schläflis Arbeit enthält sie eine Korrektur der Koordinaten in der Schicht e, die von Pieter Schoute angegeben wurde.[20.3] Dabei sind , , , und .

Schicht Anzahl Ecken Anordnung der Ecken
a 1 Punkt
b 12 Ecken eines Ikosaeders
c 20 Ecken eines Dodekaeders
d 12 Ecken eines Ikosaeders
e 30 Ecken eines Ikosidodekaeders
f 12 Ecken eines Ikosaeders
g 20 Ecken eines Dodekaeders
h 12 Ecken eines Ikosaeders
i 1 Punkt

Schläfli zeigt weiterhin, dass sich die Tetraeder des 600-Zells aus den Punkten der neun Schichten wie folgt bilden lassen: 20 Tetraeder aus den Schichten abbb, 20 aus bbbc, 30 aus bbcc, 60 aus bccd, 60 aus ccde, 60 aus cdee, 20 aus ceee, 60 aus deef, 20 aus eeeg, 60 aus eefg, 60 aus efgg, 60 aus fggh, 30 aus gghh, 20 aus ghhh und 20 aus hhhi. Dabei bedeutet beispielsweise bccd, dass ein Tetraeder aus einem Punkt der Schicht b, zwei Punkten der Schicht c und einem Punkt der Schicht d konstruiert wird. Insgesamt ergeben sich hierdurch 15 Schichten von insgesamt 600 Tetraedern, die die Zellen des 600-Zells darstellen.[5.8][6.8] Die Tetraeder haben eine Kantenlänge von . Identische schichtenweise Konstruktionen, allerdings ohne die Verwendung von Koordinaten, wurden von Washington Irving Stringham[9.2] und Reinhold Hoppe[11.2] angegeben.

Visualisierung der Konstruktion über vierdimensionale Kugelkoordinaten

Visualisierung des schichtenweisen Aufbaus des 600-Zells in einer eckenzentrierten Koordinatenstellung
Dreidimensionales Modell einer Zentralprojektion eines 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung

Das nebenstehende Video visualisiert den Aufbau des 600-Zells aus den oben beschriebenen 15 Schichten von Tetraedern. Dabei werden die Tetraeder vom vierdimensionalen Raum mittels einer vierdimensionalen Version der Zentralprojektion in den dreidimensionalen Raum projiziert. Das Projektionszentrum liegt dabei im Punkt . Die Projektion erfolgt in die -Hyperebene.

Im ersten Teil des Videos werden die Tetraeder der einzelnen Schichten in denselben Farben und transparent visualisiert, um den inneren Aufbau des 600-Zells darzustellen. Jede Schicht wird nacheinander eingeblendet. Um zu zeigen, wie eine Schicht an die vorherigen Schichten angrenzt, werden die Tetraeder nicht direkt in ihrer eigentlichen Lage eingeblendet, sondern eine bestimmte Distanz senkrecht über ihrer eigentlichen Position. Sie bewegen sich dann auf geradem Weg zu ihrer eigentlichen Position. Nachdem sie diese Position erreicht haben, werden alle bisher eingeblendeten Tetraeder rotiert, um den inneren Aufbau des bis zu diesem Zeitpunkt konstruierten Teils des 600-Zells zu visualisieren. Während der gesamten Visualisierung werden die bisher eingeblendeten Schichten annähernd bildfüllend dargestellt. Um Platz für die nächste Schicht zu schaffen, werden die bisher eingeblendeten Schichten während der Rotation entsprechend verkleinert.

Eine Besonderheit ist bei der letzten Schicht zu beachten. Die 20 Tetraeder dieser Schicht besitzen jeweils einen Punkt in der Schicht i, die nur einen Punkt enthält. Da dieser das Projektionszentrum darstellt, würden diese Punkte auf einen unendlich fernen Punkt projiziert. Um diese Unbestimmtheit zu vermeiden, werden sie stattdessen auf den Nullpunkt in der -Hyperebene projiziert. Dies hat zur Folge, dass die letzte Schicht scheinbar die anderen 14 Schichten durchdringt. Dies ist aber nur ein Artefakt der Projektion. Im vierdimensionalen Raum ist die letzte Schicht disjunkt zu allen anderen Schichten.

Die Abbildung am Anfang dieses Artikels entspricht der Darstellung des 600-Zells nach Einblendung aller 15 Schichten, wobei nur die Ecken und Kanten visualisiert werden. Die zweite Abbildung in diesem Abschnitt zeigt ein entsprechendes dreidimensionales Modell des 600-Zells. Das Modell kann im Medienbetrachter interaktiv gedreht, vergrößert, verkleinert und bewegt werden.

Im Anschluss werden die Tetraeder undurchsichtig dargestellt und die Schichten werden in umgekehrter Reihenfolge wieder entfernt. Während des gesamten Videos werden in der linken unteren Ecke in schwarz die Anzahl der bisher eingeblendeten Tetraeder und in der Farbe der aktuell hinzukommenden oder entfernten Tetraeder deren Anzahl dargestellt.

Die von Hand gezeichneten Abbildungen 10–15 in der Arbeit von Stringham[9.2] entsprechen dem Zustand nach der Einblendung von 20, 40, 70, 130, 190 und 250 Tetraedern. Im Gegensatz zu Schläfli fasst Stringham, wie in den Abbildungen 16 und 17 seiner Arbeit dargestellt, die mittleren drei Schichten zu einer Hinzufügung von 20 aus jeweils zwei Tetraedern bestehenden dreiseitigen Doppelpyramiden und zwölf aus jeweils fünf Tetraedern bestehenden fünfseitigen Doppelpyramiden, insgesamt also 100 Tetraedern, zusammen.

Konstruktion über kartesische Koordinaten

Die Ecken des 600-Zells lassen sich durch kartesische Koordinaten darstellen. Sie lauten in moderner Schreibweise:[2.5]

  • alle Permutationen von (8 Punkte),
  • (16 Punkte) und
  • alle geraden Permutationen von (96 Punkte).

Hierbei bezeichnet den goldenen Schnitt.[2.6] Wie bei der Konstruktion über Kugelkoordinaten liegen alle Ecken auf einer 3-Sphäre vom Radius 1. Diese Koordinaten wurden erstmals 1894 von Pieter Schoute angegeben, allerdings für eine 3-Sphäre vom Radius , wobei die Kantenlänge des 600-Zells bezeichnet.[21.1] Die oben angegebene Version der Koordinaten mit Radius 1 wurde 1905 von Schoute angegeben.[20.4][2.7] Im Aufsatz von 1894 listet Schoute weiterhin alle Kanten und Tetraeder des 600-Zells auf und konstruiert es somit explizit.[21.2]

Koordinatenstellungen des 600-Zells

Orthogonalprojektion des 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung
Ein mit dem Zometool-System konstruiertes Modell einer Orthogonalprojektion des 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung aus derselben Blickrichtung wie die Abbildung darüber
Dreidimensionales Modell einer Orthogonalprojektion eines 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung

In jedem 4-Polytop existieren vier Arten von Hauptstrahlen: die Geraden vom Mittelpunkt des Polytops zu einer Ecke, zum Mittelpunkt einer Kante, zum Mittelpunkt einer Fläche und zum Mittelpunkt einer Zelle. Wenn ein 4-Polytop in einem euklidischen Koordinatensystem so ausgerichtet ist, dass die vier Koordinatenachsen mit gleichartigen Hauptstrahlen zusammenfallen, wird die Ausrichtung des Polytops als reguläre Koordinatenstellung bezeichnet.[20.5] Jedes der regulären 4-Polytope außer dem 5-Zell lässt sich in eine reguläre Koordinatenstellung bringen. Die Koordinatenstellungen spielen beispielsweise bei der Berechnung von Projektionen und Schnitten von Polytopen eine wichtige Rolle.[20.6][22][23][21][24][2.8] Im Folgenden werden die vier Koordinatenstellungen als eckenzentriert, kantenzentriert, flächenzentriert und zellenzentriert bezeichnet. Im Englischen werden sie häufig vertex-first, edge-first, face-first und cell-first genannt.[2.8] Das Video im vorherigen Abschnitt zeigt eine eckenzentrierte Zentralprojektion des 600-Zells.

Die erste Abbildung in diesem Abschnitt zeigt eine Orthogonalprojektion des 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung. Die projizierten Ecken werden durch farbige Kreise visualisiert. In dieser Projektion werden in den meisten Fällen mehrere Ecken auf einen Punkt projiziert. Auf rote Ecken werden jeweils eine Ecke, auf orangefarbene jeweils zwei und auf gelbe jeweils vier Ecken des 600-Zells projiziert. Die Abbildung visualisiert außerdem die projizierten Kanten des 600-Zells. Auch hier werden oft mehrere Kanten auf dieselbe Kante projiziert, was aber nicht durch Farben kodiert wird. Die Flächen und Zellen des 600-Zells werden in dieser Abbildung nicht dargestellt. An dieser Projektion lassen sich die im Abschnitt Konstruktion über vierdimensionale Kugelkoordinaten angegebenen neun Schichten von Punkten gut erkennen.

Die zweite Abbildung in diesem Abschnitt zeigt ein mit dem Zometool-System konstruiertes Modell einer Orthogonalprojektion des 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung in den dreidimensionalen Raum. Die Blickrichtung entspricht der in der ersten Abbildung in diesem Abschnitt. Aufgrund der Orthogonalprojektion werden 90 der 120 Ecken in Paaren von zwei auf dieselbe Ecke des Modells projiziert, so dass dieses 75 Ecken hat. Die dritte Abbildung in diesem Abschnitt zeigt ein entsprechendes dreidimensionales Modell des 600-Zells. Das Modell kann im Medienbetrachter interaktiv gedreht, vergrößert, verkleinert und bewegt werden.

Die im vorherigen Abschnitt angegebenen Koordinaten sind eckenzentriert, wie aus dem ersten Satz an Koordinaten ersichtlich ist. Sie lassen sich mit folgender Drehmatrix in eine kantenzentrierte Koordinatenstellung transformieren:[20.7]

Eine flächenzentrierte Koordinatenstellung wird erreicht über die Drehmatrix[20.7]

Eine zellenzentrierte Koordinatenstellung ergibt sich durch die Drehmatrix[20.7]

Schoute hat für alle vier Koordinatenstellungen des 120-Zells deren Koordinaten vollständig aufgelistet.[21.3] Die zellenzentrierten Koordinaten lassen sich wie folgt kompakt darstellen:[2.9]

  • alle Permutationen von mit einer geraden Anzahl von Minuszeichen (32 Punkte),
  • alle Permutationen von mit einer geraden Anzahl von Minuszeichen (32 Punkte),
  • alle Permutationen von mit einer ungeraden Anzahl von Minuszeichen (32 Punkte) und
  • alle Permutationen von (24 Punkte).

Visualisierung der Konstruktion über kartesische Koordinaten

Visualisierung des schichtenweisen Aufbaus des 600-Zells in einer zellenzentrierten Koordinatenstellung
Dreidimensionales Modell einer Zentralprojektion eines 600-Zells in zellenzentrierter Koordinatenstellung: ein Schlegeldiagramm des 600-Zells

Das nebenstehende Video zeigt die Konstruktion des 600-Zells in einer zellenzentrierten Koordinatenstellung. Im Gegensatz zur eckenzentrierten Koordinatenstellung ergeben sich hierdurch, wie von Pieter Schoute angegeben, 45 statt 15 Schichten von Tetraedern.[20.8] Es wird eine Zentralprojektion von einem Punkt, der etwas außerhalb des Tetraeders mit der größten negativen -Koordinate liegt, verwendet. Hierdurch ergibt sich eine Projektion, wie sie bei einem Schlegeldiagramm verwendet wird.[14.2]

Die Schichten werden in unterschiedlichen Farben dargestellt und nacheinander eingeblendet. Während des gesamten Videos werden in der linken unteren Ecke in schwarz die Anzahl der bisher eingeblendeten Tetraeder und in der Farbe der aktuell hinzukommenden oder entfernten Tetraeder deren Anzahl dargestellt. Im ersten Teil des Videos werden die Tetraeder transparent visualisiert, um den inneren Aufbau des 600-Zells darzustellen. Um zu zeigen, wie eine Schicht an die vorherigen Schichten angrenzt, werden die Tetraeder nicht direkt in ihrer eigentlichen Lage eingeblendet, sondern eine bestimmte Distanz senkrecht über ihrer eigentlichen Position. Sie bewegen sich dann auf geradem Weg zu ihrer eigentlichen Position. Nachdem sie diese Position erreicht haben, werden alle bisher eingeblendeten Tetraeder rotiert, um den inneren Aufbau des bis zu diesem Zeitpunkt konstruierten Teils des 600-Zells zu visualisieren. Während der gesamten Visualisierung werden die bisher eingeblendeten Schichten annähernd bildfüllend dargestellt. Um Platz für die nächste Schicht zu schaffen, werden die bisher eingeblendeten Schichten während der Rotation entsprechend verkleinert.

Eine Besonderheit ergibt sich beim letzten Tetraeder. Da dieses in der Projektion, wie bei einem Schlegeldiagramm üblich, denselben Raum einnimmt, wie die 599 zuvor eingeblendeten Tetraeder, wird es größer eingeblendet und schrumpft dann auf seine eigentliche Größe. Im vierdimensionalen Raum ist dieses Tetraeder disjunkt zu allen übrigen.

Im Anschluss werden die Tetraeder undurchsichtig dargestellt und die Schichten werden in umgekehrter Reihenfolge wieder entfernt.

Der zweite Teil des Videos visualisiert die von Victor Schlegel beschriebene Konstruktion des 600-Zells.[14.3][14.1] Diese geht von einem 600-Zell mit einem daraus entfernten Tetraeder aus, so dass die restlichen 599 Tetraeder über die oben beschriebene Projektion in einem Schlegeldiagramm in den dreidimensionalen Raum transformiert werden können. Danach werden die Tetraeder schichtenweise entfernt. Allerdings verwendet Schlegel eine andere Definition der Schichten als Schoute: eine Schicht wird definiert als alle Tetraeder, die über eine Fläche, Kante oder Ecke mit einem Dreieck in der äußersten Schicht des Gebildes verbunden sind. Insgesamt ergeben sich fünf Schichten, die aus 56, 164, 218, 144 und 17 Tetraedern bestehen. Die Schichten entsprechen daher im Video den Zeitpunkten, an denen 599, 543, 379, 161 und 17 Tetraeder zu sehen sind.

Die zweite Abbildung in diesem Abschnitt zeigt ein Schlegeldiagramm des 600-Zells als dreidimensionales Modell. Das Modell kann im Medienbetrachter interaktiv gedreht, vergrößert, verkleinert und bewegt werden.

Konstruktion aus Boerdijk-Coxeter-Helices

Harold Scott MacDonald Coxeter hat eine Konstruktion des 600-Zells über Koordinaten angegeben, die eine besonders symmetrische Orthogonalprojektion des 600-Zells ergeben.[2.10] Die Koordinatenstellung des 600-Zells ist dabei so gewählt, dass die Projektion in eine Ebene erfolgt, die durch die Mittelpunkte der Kanten eines Petrie-Polygons des 600-Zells definiert wird. Ein Petrie-Polygon ist für ein 4-Polytop dadurch definiert, dass drei aufeinanderfolgende seiner Kanten, aber keine vier, zu einem Petrie-Polygon einer Zelle des 4-Polytops gehören, also in diesem Fall zu einem Tetraeder.[2.11] Ein Petrie-Polygon für ein Polyeder (eine Zelle) ist dadurch definiert, dass zwei aufeinanderfolgende seiner Kanten, aber keine drei, zu einer Fläche des Polyeders gehören.[2.12] Obwohl ein Petrie-Polygon eines 4-Polytops ein räumliches Polygon ist, seine Ecken also nicht in einer Ebene liegen, liegen die Mittelpunkte seiner Kanten in einer Ebene. Diese Ebene wird als Coxeter-Ebene bezeichnet.

Die von Coxeter angegebenen Koordinaten sind:[2.10]

wobei , , , , , , und, wie oben, sind. Im Vergleich zur Darstellung von Coxeter wurden in den obigen Formeln die Punkte anders indiziert, um die weiter unten angegebene Konstruktion leichter beschreiben zu können. Die Werte von , , und sind so gewählt, dass die Ecken auf einer 3-Sphäre vom Radius 1 liegen. Coxeter gibt außerdem die zu diesen Koordinaten gehörigen Kanten und Zellen an.[2.10]

Orthogonalprojektion des 600-Zells in seine Coxeter-Ebene

Die nebenstehende Abbildung zeigt die Orthogonalprojektion des 600-Zells in die -Ebene, d. h. auf die ersten zwei der vier Koordinaten. Dabei werden die Ecken und Kanten des 600-Zells dargestellt. Seine Flächen und Zellen werden nicht visualisiert. Im Vergleich zur oben dargestellten Orthogonalprojektion in eckenzentrierter Koordinatenstellung hat diese Projektion den Vorteil, dass die 120 Ecken des 600-Zells auf unterschiedliche Punkte in der Ebene projiziert werden, genauer gesagt auf vier Dreißigecke, die auf konzentrischen Kreisen mit den Radien , , und liegen. Die Dreißigecke entsprechen der obigen Unterteilung der Koordinaten in vier Sätze zu je 30 Koordinaten. Das äußere Dreißigeck ist die Projektion eines Petrie-Polygons des 600-Zells. Die inneren 30 Ecken und die sie verbindenden 30 Kanten, die den inneren Bereich ohne Kanten einhüllen, bilden ein überschlagenes Dreißigeck , das eine Projektion eines weiteren Petrie-Polygons darstellt.[2.13]

Diese Orthogonalprojektion des 600-Zells wurde erstmals von Salomon Levi van Oss gezeichnet.[25.1][2.13] Sie ist auch im Frontispiz des Buches Regular Polytopes von Coxeter abgedruckt.[2.14]

Zentralprojektion einer Boerdijk-Coxeter-Helix im 600-Zell
Dreidimensionales Modell einer Zentralprojektion einer Boerdijk-Coxeter-Helix im 600-Zell

Die oben angegebenen Punkte sind von Coxeter so konstruiert worden, dass sie ein Petrie-Polygon des 600-Zells bilden und dass jeweils vier aufeinanderfolgende Punkte ein Tetraeder definieren. Wenn die Indizes als zyklisch modulo 30 fortgesetzt interpretiert werden, ergibt sich hierdurch ein Ring von 30 Tetraedern. Er stellt eine Boerdijk-Coxeter-Helix dar (siehe die nebenstehende Abbildung und das nebenstehende dreidimensionale Modell). Die Formeln für die Punkte lassen sich geometrisch so interpretieren, dass die -Koordinaten auf einem Kreis vom Radius in der -Ebene liegen, der die Achse der Boerdijk-Coxeter-Helix bildet. Die -Koordinaten rotieren in der -Ebene im Abstand um diesen Kreis. Die 30 Punkte der Boerdijk-Coxeter-Helix liegen daher auf der Oberfläche eines Torus im vierdimensionalen Raum.[26]

Ein mit dem Zometool-System konstruiertes Modell einer Orthogonalprojektion des 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung. Die Blickrichtung ist senkrecht zur Ebene eines zehneckigen Äquatorpolygons, das als äußerer Rand des Modells (blaue Streben) zu sehen ist.

Das oben beschriebene Petrie-Polygon entsteht dadurch, dass die Punkte in Indexschritten von 1 miteinander verbunden werden. Wenn die Punkte in Indexschritten von 3 miteinander verbunden werden, ergeben sich hingegen drei planare Zehnecke. Aus ihnen lässt sich die Boerdijk-Coxeter-Helix ebenso wie aus dem Petrie-Polygon konstruieren. Die Konstruktion aus drei Zehnecken hat den Vorteil, dass sie sich auf alle 120 oben angegebenen Punkte des 600-Zells generalisieren lässt. Wenn die Ecken in die durch

definierte Hopf-Abbildung eingesetzt werden, werden jeweils zehn Ecken des 600-Zells in der 3-Sphäre auf einen Punkt der 2-Sphäre abgebildet. Die Ecken , die auf denselben Punkt abgebildet werden, sind durch die Indizes , , und gegeben. Die Variablen und bestimmen dabei die Menge der Ecken, die auf denselben Punkt abgebildet werden, und die Variable die Ecke innerhalb der jeweiligen Menge.

Die 120 Ecken des 600-Zells werden auf die zwölf Ecken eines Ikosaeders abgebildet.[27][28] Umgekehrt können die Urbilder der 12 Ecken des Ikosaeders als diskrete Hopf-Fasern angesehen werden.[29][28] Da die Hopf-Abbildung Großkreise in auf Punkte in abbildet, bilden die Hopf-Fasern ein planares Zehneck, das ein Äquatorpolygon des 600-Zells darstellt. Jedes der zwölf Zehnecke bildet mit jedem anderen Zehneck eine Hopf-Verschlingung.

Aus den drei Hopf-Fasern der zu einem Dreieck des Ikosaeders gehörigen Ecken kann eine Boerdijk-Coxeter-Helix im 600-Zell konstruiert werden.[27][29][28] Die oben beschriebene Boerdijk-Coxeter-Helix entspricht beispielsweise den Zehnecken mit den Indizes und in der obigen Notation. Das 600-Zell kann daher aus 20 Boerdijk-Coxeter-Helices zusammengesetzt werden.[29][28] Da die Zehnecke der Boerdijk-Coxeter-Helices polygonale Hopf-Verschlingungen bilden, sind alle Boerdijk-Coxeter-Helices gegenseitig miteinander verschlungen. Die 20 Boerdijk-Coxeter-Helices können daher als eine diskrete Hopf-Faserung des 600-Zells aufgefasst werden.

Visualisierung der Konstruktion aus Boerdijk-Coxeter-Helices

Aufbau des 600-Zells aus 20 Boerdijk-Coxeter-Helices

Das nebenstehende Video visualisiert den Aufbau des 600-Zells aus 20 Boerdijk-Coxeter-Helices. Es wird eine Zentralprojektion mit Projektionszentrum verwendet. Um möglichst gut zu veranschaulichen, dass die 20 Helices alle gegenseitig miteinander Hopf-Verschlingungen bilden, wird eine Visualisierungstechnik verwendet, die von Thomas Banchoff eingeführt wurde.[30.1] Die Tetraeder werden in Richtung senkrecht zu den kreisförmigen Achsen der Boerdijk-Coxeter-Helices auf zehn Prozent ihrer eigentlichen Größe verkleinert. In Richtung der Achsen behalten sie ihre Originalgröße.

Die Boerdijk-Coxeter-Helices werden nacheinander transparent und in unterschiedlichen Farben eingeblendet. Sie rotieren während des gesamten Videos, um ihre Geometrie möglichst gut darzustellen. Nachdem zehn Helices eingeblendet wurden, werden sie auf ihre tatsächliche Größe vergrößert. Dies visualisiert zum einen, dass sie aneinander grenzen und den Raum lückenlos ausfüllen. Zum anderen wird hierdurch veranschaulicht, dass sie eine Hälfte des 600-Zells bilden, die topologisch einen Volltorus darstellt, dessen Oberfläche leicht nach innen und außen gefaltet ist. Die zweite Hälfte des 600-Zells besteht aus den restlichen zehn Boerdijk-Coxeter-Helices. Sie bilden im vierdimensionalen Raum einen zur ersten Hälfte des 600-Zells kongruenten Volltorus.[27] Dies ist analog dazu, dass sich die 3-Sphäre aus zwei kongruenten Volltori zusammensetzen lässt.[30.2][31.1] Im Anschluss werden die Helices wieder auf zehn Prozent ihrer eigentlichen Größe verkleinert. Danach werden die restlichen zehn Boerdijk-Coxeter-Helices eingeblendet. Eine Besonderheit ergibt sich bei der letzten Helix: ihre kreisförmige Achse wird durch die Zentralprojektion auf eine Gerade projiziert. Daher erscheint diese Helix als Säule. Da die Achse sehr nahe am Projektionszentrum verläuft, würden fünf der 30 Tetraeder durch die Projektion sehr stark verzerrt dargestellt und würden teilweise die anderen Helices durchdringen. Diese fünf Tetraeder werden daher nicht visualisiert, so dass der Eindruck entsteht, die letzte Helix wäre kein Ring. Dies ist aber nur ein Artefakt der gewählten Darstellung. Im vierdimensionalen Raum ist die letzte Helix, wie alle anderen, ein geschlossener Ring aus 30 Tetraedern, der mit allen anderen Helices verschlungen ist. Zum Ende des Videos werden alle 20 Boerdijk-Coxeter-Helices auf ihre tatsächliche Größe gebracht. Um das 600-Zell vollständig darstellen zu können, wird es hierzu zunächst im dreidimensionalen Raum geeignet verkleinert.

Schnitte des 600-Zells mit dem dreidimensionalen Raum

Schnitte des 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung mit dem dreidimensionalen Raum
Schnitte des 600-Zells in zellenzentrierter Koordinatenstellung mit dem dreidimensionalen Raum

Neben den oben zur Visualisierung verwendeten Orthogonal- und Zentralprojektionen ist eine weitere Möglichkeit, die Geometrie des 600-Zells zu veranschaulichen, es mit einem dreidimensionalen Raum, also einer Hyperebene, zu schneiden. Dabei wird das 600-Zell in Richtung senkrecht zur Hyperebene bewegt. Abhängig vom Abstand des Mittelpunktes des 600-Zells von der Hyperebene und von seiner Koordinatenstellung ergeben sich als Schnitte unterschiedliche Polyeder. Ein analoges Vorgehen für Polyeder ist deren Schnitt mit einer Ebene. Wird beispielsweise ein Würfel in eckenzentrierter Stellung mit einer Ebene geschnitten, indem die Ebene entlang einer Eckendiagonalen bewegt wird, entstehen nacheinander ein gleichseitiges Dreieck, das sich vergrößert, ein Sechseck mit zwei unterschiedlichen Seitenlängen, in der Mittelstellung der Ebene ein regelmäßiges Sechseck, ein Sechseck mit zwei unterschiedlichen Seitenlängen und ein gleichseitiges Dreieck, das sich verkleinert.[2.15] Die Form der Polygone erlaubt Rückschlüsse über die Geometrie des Würfels. Analog dazu erlaubt die Geometrie der Schnittpolyeder Rückschlüsse über die Geometrie des 600-Zells.

Die Schnitte des 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung wurden von Schläfli beschrieben.[5.9][6.9] Die Schnitte des 600-Zells in allen vier Koordinatenstellungen wurden von 1894 bis 1907 umfassend von Pieter Schoute und Alicia Boole Stott untersucht.[21][32][20.9][24]

Das erste Video in diesem Abschnitt zeigt die Schnitte des 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung. Am Anfang ist ein sich vergrößerndes Ikosaeder zu sehen. Es entsteht durch den Schnitt der 20 um eine Ecke gruppierten Tetraeder mit der Hyperebene. Im Anschluss entsteht ein Polyeder, dessen Konfiguration einem Rhombenikosidodekaeder, auf dessen Fünfecke Pyramiden aufgesetzt sind, entspricht. Danach entsteht für einen Moment ein Polyeder, das einem Dodekaeder, auf dessen Fünfecke Pyramiden aufgesetzt sind, entspricht. Hierauf entsteht ein Polyeder, das aus 140 gleichschenkligen und gleichseitigen Dreiecken sowie 40 gleichschenkligen Trapezen besteht. Die Trapeze werden in der Mitte dieser Phase für einen Moment zu gleichschenkligen Dreiecken. In der Mittelstellung des 600-Zells bezüglich der Hyperebene entsteht für einen Moment ein Polyeder, das einem Ikosidodekaeder, auf dessen Fünfecke Pyramiden aufgesetzt sind, entspricht. Der zweite Teil des Videos entspricht aufgrund der Symmetrie des 600-Zells dem ersten rückwärts abgespielt. Die im Video zu sehenden Schnittpolyeder entsprechen den 15 Schichten des Videos im Abschnitt Visualisierung der Konstruktion über vierdimensionale Kugelkoordinaten.

Das zweite Video in diesem Abschnitt zeigt die Schnitte des 600-Zells in zellenzentrierter Koordinatenstellung. Im Video sind 45 Schichten von Schnittpolyedern zu sehen. Sie entsprechen denen des Videos im Abschnitt Visualisierung der Konstruktion über kartesische Koordinaten.

Der oben beschriebene Schnitt des 600-Zells in eckenzentrierter Koordinatenstellung mit seiner Mittelebene wurde bereits 1894 von Schoute gezeichnet.[21.4] Die Abfolge der Schnittpolyeder in allen vier Koordinatenstellungen wurde 1905 und 1907 von ihm beschrieben.[20.10][24.1] Boole Stott stellte Kartonmodelle der Schnitte des 600-Zells und Zeichnungen von Netzen der Schnitte her.[33.1] Unter den Kartonmodellen befindet sich ein Schnitt mit der Mittelebene in eckenzentrierter Koordinatenstellung.[33.2] In Boole Stotts Aufsatz von 1900 sind Netze der Schnitte des 600-Zells in zellenzentrierter Koordinatenstellung abgebildet.[32.1]

Symmetrien des 600-Zells

Die Symmetriegruppe des 600-Zells wird mit , oder bezeichnet.[2.16][34.1] Sie ist gleichzeitig die Symmetriegruppe des zum 600-Zell dualen 120-Zells . Ihre Gruppenordnung ist 14.400. Es gibt also 14.400 vierdimensionale Kongruenzabbildungen, die das 600-Zell mit sich selbst zur Deckung bringen. Davon sind 7200 vierdimensionale Drehungen und 7200 vierdimensionale Drehspiegelungen.[20.11] Die 7200 Drehungen bilden eine Untergruppe von , die mit oder bezeichnet wird.

Die endlichen durch Spiegelungen erzeugten Gruppen des vierdimensionalen euklidischen Raums, inklusive der Gruppe , wurden erstmals 1889 von Édouard Goursat beschrieben.[35.1][2.17] Die in ihr enthaltenen Drehungen wurden 1899 von Salomon Levi van Oss klassifiziert und vollständig aufgelistet.[25.2] Beispielsweise enthält die Drehgruppe 480 Transformationen, bei denen in einer geeignet gewählten Ebene um einen Winkel von 12° rotiert wird und gleichzeitig in einer dazu vollständig orthogonalen Ebene um 132°. Diese Doppeldrehungen sind die Drehungen, die ein Tetraeder einer Boerdijk-Coxeter-Helix auf das angrenzende Tetraeder transformieren (siehe den Abschnitt Konstruktion aus Boerdijk-Coxeter-Helices).

Charakteristisches Simplex des 600-Zells

Das charakteristische Simplex des 600-Zells

Die Symmetriegruppe definiert ein charakteristisches Simplex des 600-Zells.[36.1] Dieses ist ein Tetraeder, dessen Ecken durch eine Ecke des 600-Zells, den Mittelpunkt einer an angrenzenden Kante, den Mittelpunkt einer an angrenzenden Fläche und den Mittelpunkt einer an angrenzenden Zelle gegeben sind. Das charakteristische Simplex wird durch folgende Parameter beschrieben (hierbei ist ):[2.18][2.19]

  • den Winkel zwischen einer Geraden vom Mittelpunkt des 600-Zells durch eine Ecke und einer Geraden von durch ;
  • den Winkel zwischen einer Geraden von durch und einer Geraden von durch ;
  • den Winkel zwischen einer Geraden von durch und einer Geraden von durch ;
  • den Diederwinkel , der an der Kante durch die Hyperebenen und gebildet wird;
  • den Diederwinkel , der an der Kante durch die Hyperebenen und gebildet wird; und
  • den Diederwinkel , der an der Kante durch die Hyperebenen und gebildet wird.

Die Diederwinkel an den anderen drei Kanten sind rechte Winkel.

Das charakteristische Simplex kann auf die Einheitssphäre projiziert werden. Die projizierten Punkte , , und definieren ein sphärisches Simplex, das auch als charakteristisches Simplex bezeichnet wird. Die Kanten des sphärischen Simplexes sind Großkreisbögen. Die Winkel , und sind dann die Längen der Großkreisbögen , und .[2.20]

Das charakteristische Simplex stellt den Fundamentalbereich der Symmetriegruppe dar. Es ist das Analogon des Fundamentalbereichs eines platonischen Körpers, der durch ein rechtwinkliges euklidisches oder sphärisches Dreieck definiert wird.

Die Symmetriegruppe wird durch Spiegelungen in den vier Hyperebenen , , und erzeugt.[2.21] Durch Anwendung aller 14.400 Symmetrieoperationen der Gruppe wird das 600-Zell vollständig durch die charakteristischen Simplexe aufgebaut. Jedes seiner Tetraeder besteht aus 24 charakteristischen Simplexen.[35.2]

Darstellung der Ikosaedergruppe durch Ecken des 600-Zells

Die im Abschnitt Konstruktion über kartesische Koordinaten beschriebenen 120 Ecken des 600-Zells können als Quaternionen interpretiert werden.[37.1][38.1] Da die Koordinaten des 600-Zells auf der 3-Sphäre vom Radius 1 liegen, stellen sie Einheitsquaternionen dar. Im Folgenden wird eine Quaternion des 600-Zells mit und ihre Konjugation mit bezeichnet. Ein Punkt des dreidimensionalen Raums kann als eine reine Quaternion dargestellt werden. Die Abbildung stellt eine Drehung im dreidimensionalen Raum dar und die Abbildung eine Drehspiegelung.[37.2] Die Darstellung ist nicht eindeutig: und stellen dieselbe Drehung bzw. Drehspiegelung dar.

Die 120 Quaternionen des 600-Zells stellen eine Repräsentation der Ikosaedergruppe , auch oder genannt, dar. Sie beschreibt die Symmetrien des Ikosaeders und des Dodekaeders. Dabei wird angenommen, dass das Ikosaeder in der üblichen kartesischen Koordinatenstellung gegeben ist[37.3] und das Dodekaeder in der dazu dualen Lage. Die Untergruppe der Drehungen wird von den Abbildungen gebildet.[37.1][39.1][40.1] Die gesamte Gruppe wird erhalten, wenn die Drehspiegelungen hinzugefügt werden.[37.4] Da und dieselbe Abbildung darstellen, wird die Ikosaedergruppe durch die Quaternionen zweifach überdeckt. Ihre Darstellung durch Quaternionen wird daher auch als binäre Ikosaedergruppe bezeichnet.[38.2] Durch die doppelte Überdeckung besitzt die binäre Ikosaedergruppe mit 120 Elementen doppelt so viele Gruppenelemente wie die Ikosaedergruppe.

Die Quaternionen, die die Drehungen der Ikosaedergruppe darstellen, wurden erstmals 1866 von Arthur Cayley in einem Aufsatz über die Darstellung der Drehsymmetrien der platonischen Körper durch Quaternionen beschrieben.[41] Washington Irving Stringham bestimmte 1881, ein Jahr nachdem er die regulären Polytope vorgestellt hatte, alle endlichen Quaternionengruppen, darunter auch die 120 Quaternionen der Drehungen der Ikosaedergruppe.[42] Er schilderte aber nicht, dass diese die Ecken des 600-Zells darstellen. Dies wurde erstmals 1916 von Ernst Steinitz beschrieben.[43.1][44.1] William Threlfall zeigte 1932, dass die Ecken und Kanten des 600-Zells ein Dehnsches Gruppenbild der Ikosaedergruppe darstellen.[45][44.2]

Darstellung der Symmetriegruppe des 600-Zells durch seine Ecken

Drehungen im vierdimensionalen Raum können durch zwei Einheitsquaternionen und beschrieben werden. Wenn ein Punkt des vierdimensionalen Raums als Quaternion dargestellt wird, ist eine Drehung von gegeben durch die Abbildung .[37.5] Analog dazu lassen sich vierdimensionale Drehspiegelungen darstellen durch die Abbildung .[37.6] In beiden Fällen stellen und dieselbe Drehung bzw. Drehspiegelung dar.

Wenn und aus den Ecken des 600-Zells gewählt werden, ergeben sich mit der Abbildung alle 7200 Drehungen der Symmetriegruppe des 600-Zells und 120-Zells, allerdings aufgrund der doppelten Überdeckung jeweils zweimal.[37.4][39.2] Wird zusätzlich die Abbildung verwendet, ergeben sich alle 14.400 Transformationen der Symmetriegruppe jeweils zweimal.[37.4][40.2][38.3] Die Ecken des 600-Zells stellen daher nicht nur seine Geometrie dar, sondern beschreiben gleichzeitig seine Symmetrien.

Die Tatsache, dass die Ecken des 600-Zells als Quaternionen interpretiert seine eigene Drehsymmetriegruppe darstellen, wurde erstmals 1916 von Ernst Steinitz beschrieben.[43.1]

Darstellung der Symmetriegruppe des 5-Zells durch die Ecken eines 600-Zells

Die Ecken des 600-Zells beschreiben als Quaternionen interpretiert auch die Symmetrien des 5-Zells. Dies ist im Artikel über das 5-Zell genauer beschrieben.

Geometrische Parameter des 600-Zells

Parameter Wert

Die nebenstehende Tabelle gibt die wichtigsten geometrischen Parameter des 600-Zells an.[2.19] Dabei bezeichnen , und , wie im Abschnitt Charakteristisches Simplex des 600-Zells beschrieben, die Winkel, die die Endpunkte der Kanten , und mit dem Mittelpunkt des 600-Zells bilden.[2.18][2.19] Der Winkel erlaubt es, aus , der halben Kantenlänge des 600-Zells, seinen Umkugelradius zu bestimmen: .[2.22] Der Winkel erlaubt es, den Diederwinkel, also den Winkel zwischen den Hyperebenen, in denen zwei angrenzende Zellen liegen, zu bestimmen. Dieser ist gegeben durch .[2.22] Die Winkel werden basierend auf dem Winkel berechnet.[2.19]

Die Längen- und Volumenparameter in der Tabelle werden in Bezug auf die halbe Kantenlänge angegeben. Der Umkugelradius des 600-Zells wird mit bezeichnet. Die Umkugel verläuft durch die Ecken des 600-Zells. Mit wird der Radius der Kantenkugel bezeichnet. Sie berührt die Mittelpunkte der Kanten des 600-Zells. Der Parameter bezeichnet den Radius der Flächenkugel. Diese berührt die Mittelpunkte der Flächen des 600-Zells. Schließlich bezeichnet den Radius der Inkugel des 600-Zells, also der Kugel, die die Mittelpunkte der Zellen berührt.[2.19] Die Summe der dreidimensionalen Volumen der Zellen wird mit bezeichnet. Sie ist das Analogon des Oberflächeninhalts eines Polyeders. Das vierdimensionale Volumen des 600-Zells wird mit bezeichnet. Es ist das Analogon des Volumens eines Polyeders.

Um die Werte der Längen- und Volumenparameter für die oben angegebenen Konstruktionen des 600-Zells zu erhalten, die auf einer 3-Sphäre vom Radius liegen, muss verwendet werden.

Netze des 600-Zells

Ein Netz des 600-Zells

4-Polytope können analog zu Polyedern zu Netzen aufgefaltet werden. Hierbei wird das Polytop an einer geeigneten Menge von Flächen aufgeschnitten. Die noch über Flächen verbundenen Polyeder werden um die Ebene der jeweiligen Verbindungsfläche gedreht, so dass alle Polyeder in derselben dreidimensionalen Hyperebene zu liegen kommen. Der so entstehende Verbund von Polyedern wird Netz oder Auffaltung genannt.

Das 600-Zell hat inkongruente Netze.[46.1] Im Vergleich hierzu haben das Ikosaeder und das Dodekaeder – die beiden platonischen Körper mit der größten Anzahl an inkongruenten Netzen – lediglich 43.380 unterschiedliche Netze.[46.2]

Alle Netze der fünf platonischen Körper sind nicht-überlappend: ihre Flächen lassen sich immer in die Ebene auffalten, ohne sich gegenseitig zu überlappen.[47] Dies trifft für die Netze des 600-Zells nicht zu. Für sie existieren überlappende Auffaltungen.[48.1] Die Anzahl der nicht-überlappenden Netze des 600-Zells ist unbekannt.

Einbeschriebene Polytope

Ein in das 600-Zell einbeschriebenes 24-Zell in einer Orthogonalprojektion in die Coxeter-Ebene des 600-Zells
Das regulär zusammengesetzte 4-Polytop , das aus fünf in das 600-Zell einbeschriebenen 24-Zellen besteht, in einer Orthogonalprojektion in die Coxeter-Ebene des 600-Zells

Das 8-Zell, 16-Zell und 24-Zell lassen sich in das 600-Zell einbeschreiben. Dies ist unmittelbar aus den im Abschnitt Konstruktion über kartesische Koordinaten angegebenen Koordinaten ersichtlich: der erste Satz an Koordinaten sind die Ecken eines 16-Zells, der zweite Satz die Ecken eines 8-Zells und die Vereinigung der beiden Sätze die Ecken eines 24-Zells. Die Ecken der einbeschriebenen Polytope bilden eine Untermenge der Ecken des 600-Zells. Umgekehrt kann das 600-Zell in das 120-Zell einbeschrieben werden.[2.23] Da die einbeschriebenen Polytope weniger Ecken haben als das Polytop selbst, können mehrere gleichzeitig einbeschrieben werden, so dass sie dessen Ecken vollständig abdecken oder sogar mehrmals überdecken. In diesem Fall entsteht ein regulär zusammengesetztes 4-Polytop, in dem sich die einbeschriebenen Polytope gegenseitig kreuzen. Analoge Konstruktionen existieren für Polyeder im dreidimensionalen Raum, beispielsweise das zusammengesetzte Polyeder aus fünf sich kreuzenden Tetraedern oder das zusammengesetzte Polyeder aus zehn sich kreuzenden Tetraedern.

Um die regulär zusammengesetzten 4-Polytope zu beschreiben, hat Coxeter eine Erweiterung des Schläfli-Symbols eingeführt. Es gibt an, wie viele Polytope einer bestimmten Art in ein anderes Polytop einbeschrieben werden können und wie oft sie dessen Ecken überdecken. Außerdem gibt es an, in welchen Hyperebenen eines weiteren Polytops die Zellen des einbeschriebenen Polytops liegen und wie oft diese Hyperebenen überdeckt werden. Für das 600-Zell existieren unter anderem folgende regulär zusammengesetzte Polytope:[2.24]

  • : in das 600-Zell können fünf sich kreuzende 24-Zelle einbeschrieben werden; ihre Zellen liegen in den Hyperebenen eines 120-Zells.
  • : in das 600-Zell können 15 sich kreuzende 16-Zelle einbeschrieben werden; ihre Zellen liegen in den Hyperebenen eines 120-Zells und überdecken diese zweifach.
  • : in das 600-Zell können 15 sich kreuzende 8-Zelle einbeschrieben werden, dessen Ecken sie zweifach überdecken; ihre Zellen liegen in den Hyperebenen eines 120-Zells.

Insgesamt existieren 52 regulär zusammengesetzte 4-Polytope. Von diesen hat Coxeter 46 angegeben.[2.23][2.24] Er schreibt elf davon Pieter Schoute und eines Auguste Urech zu.[2.25] Peter McMullen hat weitere sechs gefunden und bewiesen, dass die Aufzählung damit vollständig ist.[40] Das 600-Zell kommt bei 36 regulär zusammengesetzten 4-Polytopen entweder als Polytop, in das einbeschrieben wird, oder als Polytop, in dessen Hyperebenen die Zellen liegen, vor. Bei zwei weiteren ist es das Polytop, das einbeschrieben wird. Beispielsweise kann das 600-Zell fünfmal in das 120-Zell einbeschrieben werden (Schläfli-Symbol ; die Zellen der fünf 600-Zelle liegen nicht in den Hyperebenen eines regulären Polytops, weswegen der rechte Teil des Schläfli-Symbols fehlt). Die Einbeschreibung ist chiral: sie kann auf zwei spiegelsymmetrische Arten durchgeführt werden. Dies ist analog zum zusammengesetzten Polyeder aus fünf sich kreuzenden Tetraedern.[2.26]

Sternförmige reguläre 4-Polytope

Neben den sechs konvexen regulären 4-Polytopen existieren zehn sternförmige reguläre 4-Polytope. Sie stellen die Analoga der vier Kepler-Poinsot-Körper im vierdimensionalen Raum dar. Die sternförmigen regulären 4-Polytope sind dadurch charakterisiert, dass ihre Zellen oder Eckfiguren (oder beide) Kepler-Poinsot-Körper sind. Im Gegensatz zu den konvexen 4-Polytopen durchdringen sich die Zellen und Flächen der sternförmigen 4-Polytope gegenseitig.

Ludwig Schläfli entdeckte vier der zehn Sternpolytope.[5.10][6.10][2.27] Edmund Hess entdeckte 1885 unabhängig von Schläfli alle zehn Sternpolytope. Er formulierte außerdem den Satz, dass die Ecken jedes Sternpolytops identisch zu den Ecken eines regulären Polytops sind.[7.2] Dieser Satz wurde durch van Oss teilweise und durch Coxeter vollständig bewiesen. Beide zeigten außerdem über unterschiedliche Ansätze die Vollständigkeit der Liste von Hess.[49][2.28] Sowohl van Oss als auch Coxeter wiesen nach, dass neun der zehn Sternpolytope dieselben Ecken wie das 600-Zell haben. Das zehnte hat dieselben Ecken wie das 120-Zell.[49][2.29]

Orthogonalprojektion der Ecken, Kanten und Flächen des Sternpolytops . Da es dieselben Ecken, Kanten und Flächen wie das Sternpolytop besitzt und sich nur in den Zellen von diesem unterscheidet,[2.30] können die beiden Sternpolytope in dieser Darstellung nicht unterschieden werden.

Die Sternpolytope haben in der deutschsprachigen Literatur keine Namen, sondern werden durch ihre Schläfli-Symbole gekennzeichnet. Diese sind:

  • (*)
  • (*)
  • (*)
  • (*)

Die mit (*) gekennzeichneten Sternpolytope wurden von Schläfli entdeckt. Alle außer haben dieselben Ecken wie das 600-Zell.

Commons: 600-Zell – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

  1. Klaus Volkert: In höheren Räumen – Der Weg der Geometrie in die vierte Dimension. Springer Spektrum, Berlin 2018, ISBN 978-3-662-54794-6, doi:10.1007/978-3-662-54795-3.
    1. S. 56.
    2. S. 70.
    3. S. 58.
  2. H. S. M. Coxeter: Regular Polytopes. 3. Auflage. Dover Publications, New York 1973, ISBN 0-486-61480-8 (englisch).
    1. S. 131.
    2. S. 143–144.
    3. S. vi.
    4. S. 136.
    5. S. 156–157.
    6. S. 22.
    7. S. 164.
    8. a b S. 237–243.
    9. S. 239.
    10. a b c S. 247–250.
    11. S. 223–225.
    12. S. 24–25.
    13. a b S. 249.
    14. S. ii.
    15. S. 236.
    16. S. 153.
    17. S. 209.
    18. a b S. 130, 137–141.
    19. a b c d e S. 290–293.
    20. S. 137–141.
    21. S. 187–188.
    22. a b S. 133.
    23. a b S. 267–272.
    24. a b S. 305.
    25. S. 287.
    26. S. 270.
    27. S. 285.
    28. S. 263–285.
    29. S. 266, 294–295.
    30. S. 266–267.
  3. J. H. Graf: Vorbemerkung zur Theorie der vielfachen Kontinuität. In: J. H. Graf (Hrsg.): Neue Denkschriften der allgemeinen schweizerischen Gesellschaft für die gesammten Naturwissenschaften. Band 38. Georg & Co., Basel 1901, S. III–IV (Digitalisat in der Biodiversity Heritage Library).
  4. Nachwort zur Theorie der vielfachen Kontinuität. In: Steiner-Schläfli-Komitee der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft (Hrsg.): Ludwig Schläfli, 1814–1895: Gesammelte Mathematische Abhandlungen. Band 1. Springer Basel AG, Basel 1950, ISBN 978-3-0348-4046-0, S. 388–392, doi:10.1007/978-3-0348-4118-4_14.
  5. Ludwig Schläfli: Theorie der vielfachen Kontinuität. In: J. H. Graf (Hrsg.): Neue Denkschriften der allgemeinen schweizerischen Gesellschaft für die gesammten Naturwissenschaften. Band 38. Georg & Co., Basel 1901, S. 1–237 (Digitalisat in der Biodiversity Heritage Library).
    1. Abschnitte 17, 18 und 34.
    2. Abschnitt 10.
    3. S. 50.
    4. S. 42–43.
    5. S. 20.
    6. a b S. 44–45.
    7. S. 46–50.
    8. a b S. 120–123.
    9. S. 121–122.
    10. S. 220−222, 288–298.
  6. Ludwig Schläfli: Theorie der vielfachen Kontinuität. In: Steiner-Schläfli-Komitee der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft (Hrsg.): Ludwig Schläfli, 1814–1895: Gesammelte Mathematische Abhandlungen. Band 1. Springer Basel AG, Basel 1950, ISBN 978-3-0348-4046-0, S. 167–387, doi:10.1007/978-3-0348-4118-4_13.
    1. Abschnitte 17, 18 und 34.
    2. Abschnitt 10.
    3. S. 220.
    4. S. 212–213.
    5. S. 190.
    6. a b S. 213–214.
    7. S. 216–220.
    8. a b S. 285–288.
    9. S. 286–287.
    10. S. 50–52, 123–134.
  7. Edmund Hess: Über die regulären Polytope höherer Art. In: Sitzungsberichte der Gesellschaft zur Beförderung der gesammten Naturwissenschaften zu Marburg. Nr. 3, 1885, S. 31–57 (Digitalisat bei Google Books).
    1. S. 31–32.
    2. S. 52–57.
  8. Max Brückner: Die Elemente der vierdimensionalen Geometrie mit besonderer Berücksichtigung der Polytope. In: Jahresbericht des Vereins für Naturkunde zu Zwickau in Sachsen. 1893, S. 1–61 (Digitalisat in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden).
    1. S. 50–51.
  9. W. I. Stringham: Regular Figures in n-Dimensional Space. In: American Journal of Mathematics. Band 3, Nr. 1, 1880, S. 1–14, JSTOR:2369441 (englisch).
    1. S. 11.
    2. a b S. 10–11, Abb. 10–17.
  10. G. Forchhammer: Prøver paa geometri med fire dimensioner. In: Tidsskrift for mathematik. Band 5, 1881, S. 157–166, JSTOR:24539871 (dänisch).
  11. R. Hoppe: Regelmässige linear begrenzte Figuren von vier Dimensionen. In: Archiv der Mathematik und Physik mit besonderer Rücksicht der Lehrer an höheren Unterrichtsanstalten. Band 67, Nr. 1, 1882, S. 29–43 (Digitalisat am Münchener Digitalisierungszentrum).
    1. S. 30.
    2. S. 38–39.
  12. R. Hoppe: Die regelmässigen linear begrenzten Figuren jeder Anzahl von Dimensionen. In: Archiv der Mathematik und Physik mit besonderer Rücksicht der Lehrer an höheren Unterrichtsanstalten. Band 68, Nr. 1, 1882, S. 151–165 (Digitalisat am Münchener Digitalisierungszentrum).
  13. K. Rudel: Vom Körper höherer Dimension. Beiträge zu den Elementen einer n-dimensionalen Geometrie. In: Wissenschaftliche Beigabe zum Jahresberichte der Kgl. Industrie-Schule in Kaiserslautern für das Schuljahr 1881/82. Herrman Kaysers Verlagsbuchhandlung, Kaiserslautern 1882 (Digitalisat am Münchener Digitalisierungszentrum).
  14. Victor Schlegel: Theorie der homogen zusammengesetzten Raumgebilde. In: Nova Acta der Ksl. Leop.-Carol. Deutschen Akademie der Naturforscher. Band 44, Nr. 4, 1883, S. 341–459 (Digitalisat bei Google Books).
    1. a b S. 433–434.
    2. S. 437–439.
    3. S. 405–420.
  15. Anton Puchta: Analytische Bestimmung der regelmässigen convexen Körper im Raume von vier Dimensionen nebst einem allgemeinen Satz aus der Substitutionstheorie. In: Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Band 89, 1884, S. 806–840 (Digitalisat bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften).
  16. Anton Puchta: Analytische Bestimmung der regelmässigen convexen Körper in Räumen von beliebiger Dimension. In: Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Band 90, 1884, S. 168–185 (Digitalisat bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften).
  17. Otto Biermann: Über die regelmässigen Körper höherer Dimension. In: Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Band 90, 1884, S. 144–159 (Digitalisat bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften).
  18. H. W. Curjel: Notes on the regular hypersolids. In: Messenger of Mathematics. Band 28, 1899, S. 190–191 (englisch, Digitalisat in der Deutschen Digitalen Bibliothek).
  19. Thorold Gosset: On the regular and semi-regular figures in space of n dimensions. In: Messenger of Mathematics. Band 29, 1900, S. 43–48 (englisch, Digitalisat in der Deutschen Digitalen Bibliothek).
  20. P. H. Schoute: Mehrdimensionale Geometrie – Zweiter Teil: Die Polytope (= Sammlung Schubert. Band XXXVI). G. J. Göschensche Verlagshandlung, Leipzig 1905 (Digitalisat bei Google Books).
    1. S. 153.
    2. S. 196–198.
    3. S. 218–220.
    4. S. 209–213.
    5. S. 213–218.
    6. S. 220–232.
    7. a b c S. 218.
    8. S. 226–229.
    9. S. 223–229.
    10. S. 223–230.
    11. S. 236–238.
  21. a b P. H. Schoute: Regelmässige Schnitte und Projectionen des Hundertzwanzigzells und Sechshundertzells im vierdimensionalen Raume. (Mit sieben Tafeln und drei Tabellen). In: Verhandelingen der Koninklijke Akademie van Wetenschappen te Amsterdam (eerste sectie). Band II, Nr. 7. Johannes Müller, Amsterdam 1894, S. 3–26 (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften [PDF]).
    1. S. 4–6.
    2. Tabellen I–III.
    3. Tabelle I.
    4. Abb. 4.
  22. P. H. Schoute: Regelmässige Schnitte und Projectionen des Achtzells und Sechszehnzells im vierdimensionalen Raume. (Mit einer Tafel). In: Verhandelingen der Koninklijke Akademie van Wetenschappen te Amsterdam (eerste sectie). Band II, Nr. 2. Johannes Müller, Amsterdam 1894, S. 3–12 (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften [PDF]).
  23. P. H. Schoute: Regelmässige Schnitte und Projectionen des Vierundzwanzigzells im vierdimensionalen Raume. (Mit einer Tafel). In: Verhandelingen der Koninklijke Akademie van Wetenschappen te Amsterdam (eerste sectie). Band II, Nr. 4. Johannes Müller, Amsterdam 1894, S. 3–15 (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften [PDF]).
  24. a b P. H. Schoute: Regelmässige Schnitte und Projektionen des Hundertzwanzigzells und Sechshundertzells im vierdimensionalen Raume (Zweite Abhandlung). (Mit 18 Tafeln). In: Verhandelingen der Koninklijke Akademie van Wetenschappen te Amsterdam (eerste sectie). Band IX, Nr. 4. Johannes Müller, Amsterdam 1907, S. 3–32 (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften [PDF]).
    1. S. 22–28, 30–31.
  25. S. L. van Oss: Das regelmässige Sechshundertzell und seine selbstdeckenden Bewegungen. (Mit 14 Tafeln). In: Verhandelingen der Koninklijke Akademie van Wetenschappen te Amsterdam (eerste sectie). Band VII, Nr. 1. Johannes Müller, Amsterdam 1899, S. 3–18 (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften [PDF]).
    1. Tafel VIIIa.
    2. S. 8–18.
  26. J. F. Sadoc, N. Rivier: Boerdijk–Coxeter helix and biological helices. In: European Physical Journal B. Band 12, Nr. 2, 1999, S. 309–318, doi:10.1007/s100510051009 (englisch).
  27. a b c J. F. Sadoc: Helices and helix packings derived from the {3,3,5} polytope. In: European Physical Journal E. Band 5, Nr. 1 Supplement, 2001, S. 575–582, doi:10.1007/s101890170040 (englisch).
  28. a b c d Francesco Serafin, Jun Lu, Nicholas Kotov, Kai Sun, Xiaoming Mao: Frustrated self-assembly of non-Euclidean crystals of nanoparticles. In: Nature Communications. Band 12, 2021, 4925, doi:10.1038/s41467-021-25139-9 (englisch, inkl. Supplementary Information).
  29. a b c E. A. Lord, S. Ranganathan: Sphere packing, helices and the polytope {3,3,5}. In: European Physical Journal D. Band 15, Nr. 3, 2001, S. 335–343, doi:10.1007/s100530170149 (englisch).
  30. Thomas F. Banchoff: Torus Decompostions of Regular Polytopes in 4-space. In: Marjorie Senechal (Hrsg.): Shaping Space – Exploring Polyhedra in Nature, Art, and the Geometrical Imagination. Springer Verlag, New York 2013, ISBN 978-0-387-92713-8, S. 257–266, doi:10.1007/978-0-387-92714-5_20 (englisch).
    1. S. 266 und Abbildungen 20.5, 20.6.
    2. S. 263.
  31. Gabor Toth: Glimpses of Algebra and Geometry. 2. Auflage. Springer-Verlag, New York 2002, ISBN 0-387-95345-0, doi:10.1007/b98964 (englisch).
    1. S. 311–315.
  32. Alicia Boole Stott: On certain Series of Sections of the Regular Four-dimensional Hypersolids. (With 22 figures and 14 diagrams). In: Verhandelingen der Koninklijke Akademie van Wetenschappen te Amsterdam (eerste sectie). Band VII, Nr. 3. Johannes Müller, Amsterdam 1900, S. 3–21 (englisch, Digitalisat in der Digitalen Bibliothek der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften [PDF]).
    1. Diagramme I–VII.
  33. Irene Polo-Blanco: Alicia Boole Stott’s models of sections of polytopes. In: Lettera Matematica International edition. Band 2, Nr. 3, 2014, S. 149–154, doi:10.1007/s40329-014-0065-x (englisch).
    1. Abb. 3, 7–9.
    2. Abb. 3.
  34. H. S. M. Coxeter: Regular and Semi-Regular Polytopes. II. In: Mathematische Zeitschrift. Band 188, Nr. 4, 1985, S. 559–591, doi:10.1007/BF01161657 (englisch).
    1. S. 564.
  35. E. Goursat: Sur les substitutions orthogonales et les divisions régulières de l’espace. In: Annales scientifiques de l’École normale supérieure, 3e série. tome VI, 1889, S. 9–102, doi:10.24033/asens.317 (französisch).
    1. S. 88–90.
    2. S. 99.
  36. L. Fejes Tóth: Reguläre Figuren. Akadémiai Kiadó – Verlag der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest 1965.
    1. S. 132.
  37. Patrick Du Val: Homographies, Quaternions and Rotations. Oxford University Press, London 1964 (englisch).
    1. a b S. 51–53.
    2. S. 38, 58.
    3. S. 52.
    4. a b c S. 74.
    5. S. 42–43.
    6. S. 58.
  38. H. S. M. Coxeter: The binary polyhedral groups, and other generalizations of the quaternion group. In: Duke Mathematical Journal. Band 7, Nr. 1, 1940, S. 367–379, doi:10.1215/S0012-7094-40-00722-0 (englisch).
    1. S. 372.
    2. S. 371–373.
    3. S. 373.
  39. D. E. Littlewood: The Groups of the Regular Solids in n Dimensions. In: Proceedings of the London Mathematical Society, Series 2. Band 32, Nr. 1, 1931, S. 10–20, doi:10.1112/plms/s2-32.1.10 (englisch).
    1. S. 16.
    2. S. 17.
  40. Peter McMullen: New Regular Compounds of 4-Polytopes. In: Gergely Ambrus, Imre Bárány, Károly J. Böröczky, Gábor Fejes Tóth, János Pach (Hrsg.): New Trends in Intuitive Geometry (= Bolyai Society Mathematical Studies. Band 27). Springer-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-662-57412-6, S. 307–320, doi:10.1007/978-3-662-57413-3_12 (englisch).
    1. S. 310–312.
    2. S. 313.
  41. A. Cayley: Notes on Polyhedra. In: The Quarterly Journal of Pure and Applied Mathematics. Band 7, 1866, S. 304–316 (englisch, Digitalisat am Münchener Digitalisierungszentrum).
  42. W. I. Stringham: Determination of the Finite Quaternion Groups. In: American Journal of Mathematics. Band 4, Nr. 1, 1881, S. 345–357, JSTOR:2369172 (englisch).
  43. Ernst Steinitz: Polyeder und Raumeinteilungen. In: W. Fr. Meyer, H. Mohrmann (Hrsg.): Encyklopädie der mathematischen Wissenschaften mit Einschluss ihrer Anwendungen. Dritter Band, erster Teil, zweite Hälfte. B. G. Teubner, Leipzig 1916, Kap. 12, S. 1–139 (Digitalisat am Göttinger Digitalisierungszentrum).
    1. a b S. 125–126
  44. John Stillwell: The Story of the 120-Cell. In: Notices of the AMS. Band 48, Nr. 1, 2001, S. 17–25 (englisch, Artikel auf der Website der American Mathematical Society [PDF]).
    1. S. 22.
    2. S. 23.
  45. W. Threlfall: Lösung der Aufgabe 84. In: L. Bieberbach, O. Blumenthal, H. Hasse (Hrsg.): Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Band 41. B. G. Teubner, Leipzig 1932, S. 6–7 (Digitalisat am Göttinger Digitalisierungszentrum).
  46. F. Buekenhout, M. Parker: The number of nets of the regular convex polytopes in dimension ≤ 4. In: Discrete Mathematics. Band 186, Nr. 1–3, 1998, S. 69–94, doi:10.1016/S0012-365X(97)00225-2 (englisch).
    1. S. 90.
    2. S. 92.
  47. Takashi Horiyama, Wataru Shoji: Edge Unfoldings of Platonic Solids Never Overlap. In: 23rd Canadian Conference on Computational Geometry. 2011 (englisch, Artikel auf der Website der Canadian Conference on Computational Geometry [PDF]).
  48. Satyan L. Devadoss, Matthew Harvey: Unfoldings and nets of regular polytopes. In: Computational Geometry: Theory and Applications. Band 111, 2023, 101977, doi:10.1016/j.comgeo.2022.101977 (englisch).
    1. S. 9.
  49. a b S. L. van Oss: Die regelmässigen vierdimensionalen Polytope höherer Art. (Mit 6 Tafeln). In: Verhandelingen der Koninklijke Akademie van Wetenschappen te Amsterdam (eerste sectie). Band XII, Nr. 1. Johannes Müller, Amsterdam 1915, S. 3–13 (Digitalisat in der Biodiversity Heritage Library).

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.