Franz Kullrich

Franz Kullrich (geb. 23. Januar 1864 in Berlin; gest. 14. März 1917 ebenda)[1] war ein deutscher Fotograf. Er betrieb ab 1888 ein Fotoatelier in Berlin in der Königgrätzer Straße 109.[2] Bekannt geworden sind vor allem seine Architektur-Fotografien in Berlin.
Lebensweg


Johann Friedrich Franz Kullrich wurde am 23. Januar 1864 in Berlin geboren, als Sohn des Berliner Lederwaren-Fabrikanten Franz Friedrich Kullrich, der ab 1864 auch „Photographie-Albums“ herstellte. Im Garten seines elterlichen Hauses, Königgrätzer Straße 109, betrieb Franz Kullrich ab Herbst 1888 bis zu seinem frühen Tod 1917 sein „Photographisches Atelier für Architektur“.[1]
Am 26. April 1891 heiratete Franz Kullrich in Groß-Lichterfelde Martha Agnes Bertha Wally Kliemeck, eine Tochter des dortigen Fotografen (Carl Christian) Berthold (Maximilian) Kliemeck.[1]
Kullrich ist vor allem durch seine Architekturfotografien und Innenansichten bekannt geworden, etwa vom Amtsgericht Wedding und der Villa Parey. Architektur- und Innenraum-Fotografien von Franz Kullrich waren bei der Berliner Gewerbeausstellung 1896 ausgestellt.[3][4]
Franz Kullrich war Mitglied im Photographischen Verein zu Berlin.[5] 1898 nahm er an der Vertrauensmänner-Versammlung des Rechtsschutzverbandes Deutscher Photographen in Berlin teil.[1]
1902 oder 1903 arbeitete der Fotograf Arthur Benda (1885–1969) im Atelier F. Kullrich.
Fotos von F. Kullrich wurden unter anderem in der illustrierten Zeitschrift Berliner Leben veröffentlicht.[6]
Im Dezember 1900 erhielt Franz Kullrich die Staats-Medaille mit der Inschrift „Für gewerbliche Leistungen“ in Silber.[7]
Franz Kullrich starb am 14. März 1917 in Berlin im Alter von 53 Jahren.
Sein Sohn J. F. Kullrich übernahm das Atelier (ab 1920 im Berliner Adressbuch)[8] als „Photographische Werkstatt“. Der nachfolgende Inhaber war um 1925 Felix Schrader.[1]
Galerie
Amtsgericht Berlin-Wedding, Brunnenplatz 1
Architekten: Paul Thoemer & Rudolf Mönnich, Projektzeit: 1901–1906
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Fassade
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Fassaden-Detail: Hauptportal
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Fassaden-Detail: Wendeltreppenhaus
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Innenansicht Treppenhaus
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Innenansicht Treppenhaus
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Innenansicht
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Innenansicht
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Innenansicht
Weblinks
- Franz Kullrich In: MAK Sammlung online (Museum für Angewandte Kunst), Wien, Österreich, online
- Franz Kullrich In: Stadtmuseum Berlin, Sammlung Online, online
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Franz Kullrich. In: Deutsche Fotothek, SLUB Dresden, online
- ↑ Datenbank Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts, Ateliers, Buchstabe K, Kullrich, F., Atelier-Nr.: 918, online
- ↑ Gerhard Stein, Die Photographie in der Ausstellung. In: Berliner Gewerbeausstellung 1896, Officielle Ausstellungs-Nachrichten Nr. 88, 14. Juli 1896, S. 8/9, Digitalisat: „Sehr schön sind einzelne Architekturen- und Innenraum-Aufnahmen, wie die vorzüglich gelungenen Arbeiten von F. Albert Schwartz, die sehr schönen Interieurs und Architekturen von Franz Kullrich und die ungemein fein ausgearbeiteten Interieurs von Hermann Rückwardt.“
- ↑ Paul Lindberg, „Pracht-Album photographischer Aufnahmen der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 und der Sehenswürdigkeiten Berlins und des Treptower Parks“ …, Berlin, Werner, 1896, Digitalisat: „Ein kleiner Theil unserer Aufnahmen rührt von ihm [Max Ziesler] her, während wir die meisten derselben Franz Kullrich verdanken. Welch’ vorzüglicher Architektur- und Landschafts-Photograph der Letztere ist, wird der Leser selbst bemerken; er ist ebenfalls Aussteller mit künstlerischen Architekturen u. s. w.“
- ↑ Photographischer Verein zu Berlin. Mitglieder-Verzeichniss. […] Berliner Mitglieder. In: Photographische Nachrichten, 1. Jahrgang 1889, Nr. 4, S. 41 ff., S. 42, Digitalisat: „Kullrich, Franz, Photograph, W., Königgrätzerstrasse 109.“
- ↑ Miriam Paeslack, Fotografie Berlin 1871–1914. Eine Untersuchung zum Darstellungswandel, den Medieneigenschaften, den Akteuren und Rezipienten von Stadtfotografie im Prozeß der Großstadtbildung. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultäten der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg i.Br., vorgelegt von Miriam Paeslack aus Heidelberg, 27. Juni 2002, S. 64, Digitalisat: „Nicht alle Fotografen wurden namentlich genannt, doch arbeiteten nachweislich Hugo Rudolphy, Waldemar Titzenthaler, Max Missmann, Conrad Hünrich, F. Kullrich, Ed. Scherner, Franz Kühn, Georg Busse, Max Ziesler, Hermann Boll, Ottomar Anschütz, die Gebrüder Haeckel und das Fotoatelier Zander & Labisch für die Zeischrift.“
- ↑ Berliner Börsen-Zeitung, Morgen-Ausgabe, Fr., 21. Dezember 1900, S. 2, Digitalisat: „[…] dem Photographen Franz Kullrich in Berlin ist die Staats-Medaille mit der Inschrift „Für gewerbliche Leistungen“ in Silber […] verliehen worden.“ Ähnlich: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger, 20. Dezember 1900, S. 1, Digitalisat
- ↑ Berliner Adreßbuch, Ausgabe 1920, Photographische Ateliers, S. 367, Digitalisat: „Kullrich, J. F., SW 11, Königgrätzer Str. 109, T.“
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kullrich, Franz |
| ALTERNATIVNAMEN | Kullrich, Johann Friedrich Franz (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fotograf |
| GEBURTSDATUM | 23. Januar 1864 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 14. März 1917 |
| STERBEORT | Berlin |
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