Cistanthe

Cistanthe

Cistanthe grandiflora

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Quellkrautgewächse (Montiaceae)
Gattung: Cistanthe
Wissenschaftlicher Name
Cistanthe
Spach

Cistanthe ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae).

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Cistanthe-Arten sind kahle, ausdauernde oder einjährige krautige Pflanzen oder sukkulente kleine Sträucher. Die wechselständigen, unbehaarten Blätter sind in grundständigen Rosetten oder zerstreut oder gedrängt an den Trieben angeordnet. In der Regel sind sie halb stängelumfassend und fleischig sowie glauk und blaugrün gefärbt.

Generative Merkmale

Der Blütenstand bildet cymöse Wickel. Am Blütenstandstiel werden zwei stängelumfassende Tragblätter pro Knoten gebildet, die mit trockenen Häutchen versehen sind. Die kleinen bis großen Blüten sind sehr attraktiv. Die zwei ausdauernden Kelchblätter sind häufig auffällig gemustert. Die vier bis zehn, kleinen oder großen Kronblätter können weiß, gelblich oder in verschiedenen Tönen von magenta bis purpurn gefärbt sein.

Es werden drei bis 70 Staubblätter ausgebildet, auf denen sich der tricolpate Pollen befindet. Die nahezu kopfige Narbe ist zwei- bis dreilappig. In den zwei- bis dreiklappigen (manchmal auch vierklappig) Kapselfrüchten befinden sich eine große Anzahl von Samen. Die Samen können unterschiedlich ausgebildet sein. Entweder glänzend schwarz und glatt oder mit Mustern versehen. Sie können eine fleischige Hülle besitzen oder auch nicht.

Systematik und Verbreitung

Taxonomie

Die Gattung Cistanthe wurde 1836 durch Édouard Spach in Histoire Naturelle des Végétaux. aufgestellt.[1] Die Typusart der Gattung ist Cistanthe grandiflora Lindl.. Für die Gattung existieren einige Synonym, wie z. Bsp.: Calyptridium Nutall ex Torrey & Gray (1838), Spraguea Torrey (1853), Diazia Philippi (1860), Silvaea Philippi (1860) und Philippiamra Kuntze (1891).

Eine kleine Gruppe von sukkulenten Arten wurde aus der Gattung Calandrinia in die Gattung Cistanthe verschoben.

Innere Systematik

Die Gattung ist nach Hershkovitz (1991) in folgende Sektionen gegliedert:

  • [1] Sektion Cistanthe: unterschiedliche Blütenstände, in der Regel nicht dicht stehend, schwarz gemusterte, krautige Kelchblätter, fünf (bis acht) Kronblätter, drei (bis vier) Narben und Kapselklappen, Samen oft mit Flaumhaaren besetzt, in Nord- und Südamerika vorkommend
  • [2] Sektion Strophiolum (B.Mathew) Hershkovitz: Blütenstände wie [1], krautige, ungemusterte Kelchblätter, große und beachtliche Blüten, acht bis neun (manchmal nur sieben oder bis zwölf) Kronblätter, drei (bis vier) Narben und Kapselklappen, unbehaarte Samen mit einer fleischigen Hülle, im Nordwesten der US und im Südwesten von Kanada vorkommend
  • [3] Sektion Amaranthoideae (Reiche) Carolin ex Hershkovitz: die Blütenstände stehen oft sehr dicht in einseitig verdrehten Monochasien, die Köpfchen oder Ähren ähnlich sind, normalerweise kleine sitzende Blüten, Blütenstiele kleiner 2. Millimeter, ungemusterte, hautartige Kelchblätter, drei (bis vier) Narben und Kapselklappen, unbehaarte Samen ohne eine fleischige Hülle, im westlichen Südamerika vorkommend
  • [4] Sektion Calyptridium (Nutall) Hershkovitz: oft kleine Blüten, ungemusterte und nur an den Rändern hautartige Kelchblätter, vier oder weniger Kelchblätter, zwei Narben und Kapselklappen, oft mehr als eine Samenanlage, unbehaarte Samen ohne eine fleischige Hülle, in Nordamerika vorkommend
  • [5] Sektion Philippiamra (Kuntze) Hershkovitz: oft kleine Blüten, ungemusterte, hautartige Kelchblätter, vier oder weniger Kelchblätter, zwei Narben und Kapselklappen, es wird eine Samenanlage ausgebildet, unbehaarte Samen ohne eine fleischige Hülle, in Nordamerika vorkommend

Verbreitungsgebiet und Arten

Das Verbreitungsgebiet der Arten der Gattung erstreckt sich über Südamerika, in den Ländern Peru, Chile und Argentinien, sowie wenige Arten im Südwesten von Kanada und im Westen und Südwesten der USA und in Mexiko.

Laut International Plant Names Index (IPNI) gehören folgende Arten zur Gattung:

Literatur

  • D. Ford-Werntz, I. Peralta: Cistanthe. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Zweikeimblättrige Pflanzen (Dicotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3915-4, S. 406.

Einzelnachweise

  1. Histoire naturelle des végétaux. Phanérogames, Phanérogames Band 5, 1836, S. 229 (online)
Commons: Cistanthe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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