Aratos von Sikyon

Aratos von Sikyon (altgriechisch Ἄρατος Áratos; * 271 v. Chr. in Sikyon; † 213 v. Chr. in Aigion) war ein führender Staatsmann im hellenistischen Griechenland. Bekannt wurde er als Stratege des Achaiischen Bundes.

Leben

Aratos war ein Sohn des Politikers Kleinias, eines Gegners des sikyonischen Tyrannen Abantidas, der Kleinias 264 v. Chr. töten ließ. Der junge Aratos ging daraufhin ins Exil, kehrte aber im Jahre 251 v. Chr. zurück und stürzte Nikokles, der mittlerweile dort Tyrann geworden war. Aratos gelang es, die Stasis, die Sikyon bis zu diesem Zeitpunkt seit 50 Jahren geplagt hatte, zu beenden, indem er alle Verbannten zurückrief, ohne neue Exilierungen durchzuführen. Dies war nur möglich, weil König Ptolemaios II. das nötige Geld zur Verfügung stellte. In der Folge trat Aratos für die Einigung der Griechen, insbesondere gegen Makedonien, ein und betrieb die Expansion des Achaiischen Bundes, dem Sikyon unter seiner Führung beigetreten war. Im Bund erhielt Aratos im Jahre 245 v. Chr. erstmals durch Wahl das auf jeweils ein Jahr befristete Amt des Strategen, das er bis 213 v. Chr. insgesamt sechzehn Mal bekleidete.

243 v. Chr. überfiel er Akrokorinth, die Festung der Stadt Korinth, wo die Makedonen eine starke Garnison stationiert hatten. Korinth schloss sich daraufhin dem Achaiischen Bund an. Danach besiegte Aratos den Aitolischen Bund bei Pellene. Um 238 v. Chr. gewann er den ehemaligen Gegner für eine gemeinsame Politik gegen Demetrios II. von Makedonien. Zwar gelang Aratos so die Vereinigung der meisten Hellenen gegen Makedonien, doch unterlag sein Heer 233 v. Chr. in der Schlacht von Phylakia (vermutlich bei Tegea) der makedonischen Armee. Als daraufhin auch die Aitolier von der Koalition abfielen, bemühte sich Aratos, die Lage auf diplomatischem Weg zu stabilisieren; so gelang es ihm 229 v. Chr., Hermione, Phleius und Argos für den Achaiischen Bund zu gewinnen.

232 v. Chr. wurde er Olympiasieger im Wagenrennen.[1] (Das heißt, das von ihm bezahlte Gespann gewann.)

Eine neue Bedrohung für den Bund entstand durch die spartanische Expansionspolitik unter König Kleomenes III. Gegen diesen verbündete sich Aratos mit dem alten Erzfeind Makedonien unter Antigonos III. Doson, mit dessen Hilfe 222 v. Chr. in der Schlacht bei Sellasia der entscheidende Sieg über Sparta gelang. Während dadurch Makedonien im Süden Griechenlands wieder Fuß fassen konnte, ging die Bedeutung des Achaiischen Bundes zurück, zumal dieser von den Aitoliern 220 v. Chr. bei Kaphies geschlagen wurde. Aratos ging daraufhin an den Hof König Philipps V. von Makedonien, der Aratos im Jahr 213 v. Chr. vergiften ließ.

Quellen

  • Plutarch; Konrat Ziegler (Hrsg.): Große Griechen und Römer. 6 Bände, Zürich 1954–1965 (zahlreiche Nachdrucke).

Literatur

Einzelnachweise

  1. M.I. Finley, H.W. Pleket: Die Olympischen Spiele der Antike. Rainer Wunderlich Verlag, Tübingen 1976, ISBN 3-8052-0263-6, S. 95.

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.