Die Gemeinde umfasst die Weiler, Gehöfte, Ziegeleien und Geländepunkte Barancourt, Beaumont, Bellevue, Bois de Braugnac, Boisbernard, Boisseuil, Bouère, Braugnac, Caillaud, Chauffour, Chez Gourjout, Chez le Mège, Forgeneuve, Grotte de la Mairie, La Borie, La Maurendie, La Rondée, La Villa, Laudonie, Lauterie, Le Bouchage, Le Châtelard, Le Claud des Landes, Le Forestier, Le Forestier Haut, Les Brandeaux, Les Grenouilles, Les Penauds, Les Planes, Malibas, Pierre Plate, Pisse-Roussine, Quillac, Terre Nègre und Vaubrunet.
Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes mit 120 Metern über dem Meer liegt kurz vor der Einmündung des Marcourive in den Bandiat am Westrand, der höchste Punkt mit 247 Metern am Ostrand nördlich der Ziegelei Bellevue an der D 93. Die maximale Höhendifferenz beträgt 127 Meter.
Verkehrsanbindung
Der Ortskern der Gemeinde ist über eine Straße an die etwas weiter im Westen verlaufende D 75 von Nontron nach Marthon angebunden, er befindet sich etwa 3,5 Kilometer von der Hauptstraße entfernt. Über drei weitere Straßen bestehen Verbindungen zur im Süden vorbeiziehenden D 93 von Javerlhac nach Étouars und anschließend nach Piégut-Pluviers. Auch die im Norden gelegene D 92 von Mainzac und La Chapelle-Saint-Robert nach Piégut-Pluviers wird über Straßenverbindungen erreicht.
Die Bodenbedeckung der Gemeinde Teyjat schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:
Wälder – 47,7 %
heterogene landwirtschaftliche Nutzung – 27,1 %
Wiesen – 17,8 %
Städtebaulich beansprucht – 0,1 %
Ackerland – 4,7 %
Buschwerk und seminaturelle Ländereien – 2,6 %.
Wälder, Buschwerk und seminaturelle Ländereien stehen mit 50,3 % eindeutig im Vordergrund, sie haben gegenüber 1990 (49,8 %) sogar leicht zugenommen.
Klima
Teyjat besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima, das sich durch folgende Parameter auszeichnet:
Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000
Jahresmittel: 12,1 °C
Anzahl der Tage unter −5 °C: 3,2
Anzahl der Tage oberhalb 30 °C: 7,2
Maximum im Tages-Temperaturunterschied: 14,9 °C
Jahresniederschlag: 1084 mm
Niederschlagstage im Januar: 12,4
Niederschlagstage im Juli: 7,4
Durch den Klimawandel zeichnen sich Erhöhungen im Jahresmittel ab, die sich bereits auch bemerkbar machen. So ist beispielsweise an der 60 Kilometer entfernten Wetterstation am Flughafen von Limoges-Bellegarde das langjährige Jahresmittel von 11,2 °C für 1971–2000 über 11,4 °C für 1981–2010 auf 11,8 °C für 1991–2020 angestiegen – ein Zuwachs um 0,6 °C innerhalb von 20 Jahren.
Hydrographie
Das Gemeindegebiet wird zentral von der La Marcourive in südwestlicher Richtung durchflossen, einem rechten Nebenfluss des Bandiats. Die Marcourive entspringt im Gemeindegebiet von Étouars bei Lacrète auf Granodiorit. Sie besitzt einen rechten und einen bedeutenderen linken Seitenarm.
Auf ihrer Nordseite wird die Gemeinde vom Ruisseau de l'Étang d'Assat (auch als le Crochet bekannt) und auf ihrer Südseite vom Merlancon begrenzt – beides ebenfalls rechte Nebenflüsse des Bandiats, die in etwa parallel zur Marcourive entwässern. Der Ruisseau de l'Étang d'Assat entspringt in der Gemeinde Saint-Estèphe bei Pontcharnaud ebenfalls auf Granodiorit. Er bildet die Nordgrenze zu Soudat und wechselt sodann ins Gemeindegebiet von Varaignes über, wo er als Ruisseau de Varaignes bezeichnet wird.
Das Entwässerungsnetz weist eine Gesamtlänge von 14 Kilometer auf.
Geologie
Im Norden und Osten berührt das Gemeindegebiet Gesteine des variszischenGrundgebirges des nordwestlichen Massif Central. So schneidet der Ruisseau de l'Étang d'Assat in seinem Oberlauf metatexitischeParagneise (Mζ1-2) an und der Marcourive legt in seinem Oberlauf den Piégut-Pluviers-Granodiorit bloß – seine feinkörnige Randfazies bei Bouère (fγ3M) gefolgt von der mittel- bis grobkörnigen Normalfazies (γ3M) weiter im Oberlauf.
Es folgen sodann Sedimente des Doggers, die flächenmäßig den größten Teil für sich in Anspruch nehmen. Sie liegen meist in einem rekristallisierten Zustand vor (Formation jC) – so beispielsweise im Ortskern als an Störungen gebundene Rosettenfazies (radiale Kalzitkristalle). Gelegentlich lassen sich auch noch unveränderte Sedimente erkennen – Mittleres und Oberes Bajocium bei le Forestier, bestehend aus grauen und weißen Oolithkalken (Formationen j1b und j1c).
Auf den Höhenrücken zwischen den Flusstälern werden die flachliegenden mesozoischen Sedimente von kolluvialen Lockersedimenten des Pleistozäns (Formation HC) und zwei tertiären Schuttzungen (mit gerundeten Flussgeröllen) verdeckt (Höhenrücken entlang der D 92 nördlich von Braugnac und Malibas und Höhenrücken von Chauffour entlang der D 93 – Formation H-F). Die Flusstäler werden von holozänemAlluvium (ziegelrote Tone mit Geröllen von Quarz, Quarzit, Granodiorit und Kalk) ausgefüllt (Formation Fy-z).
Am Westrand des Gemeindegebietes bei Barancourt zieht die Nordwest-Südost-streichende Störungszone Javerlhac-Varaignes durch, welche mit Sphalerit, Bleiglanz, Pyrit und Barytvererzt ist. Sie dürfte ein Ausdruck der rechten Trogschulter des Bandiatgrabens sein. Ihr südarmorikanischer Verlauf (Südost) wird ferner durch eine natürliche Quelle (Fontaine de Sainte-Marguerite) markiert. An ihr wurde das Grundgebirge gegenüber den Beckensedimenten angehoben. Assoziiert sind kleinere Nordost- bis Ostnordost-streichende Querbrüche.
Zwischen 1825 und 1850 wurde westlich von La Rondée im Kolluvium Manganerz (Pyrolusit, Manganit und Psilomelan) in Begleitung von Eisen- und Bariumoxiden gefördert. Die Vererzung (mit einem Vererzungsgrad von 45 Prozent) befand sich in dünnen Tonlagen an der Basis des Sidérolithique, welche hettangischen Arkosen aufliegen. Gefördert wurden mehrere tausend Tonnen Erz.
Unter Naturschutz stehen die Talungen des Ruisseau de l'Étang d'Assat und des Marcourive – beides rechte Nebenflüsse des Bandiats. Diese Gebiete sind als ZNIEFF (Französisch zone naturelle d'intérêt écologique, faunistique et floristique) des Typus 1 unter der Bezeichnung Vallées du réseau hydrographique du Bandiat ausgewiesen. Ihre Flora besteht aus über 100 Pflanzenarten mit Großer Odermennig (Agrimonia procera) und Atlantisches Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta) als Indikatorpflanzen.
Geschichte
Die vorgeschichtliche Anwesenheit des Menschen wird eindeutig durch die Höhle von Teyjat belegt, in der sich etwa 40 Ritzzeichnungen aus dem späten Magdalénien (um zirka 10.000 v. Chr.) befinden. Dargestellt sind Hornträger wie Wisente, Rinder, Rentiere und Hirsche. Ganz in der Nähe liegt noch der Abri Mège, der auch bereits sehr früh besiedelt gewesen sein dürfte. Auf einer Anhöhe bei Vaubrunet finden sich (die recht spärlichen) Überreste eines Dolmens (Pierre Plate) aus der Megalithzeit, erbaut aus Granodiorit und Paragneis.
Die Ortskirche Saint-Pierre-ès-Liens geht bis ins 12. Jahrhundert zurück.