Souboz liegt auf 875 m ü. M., zehn Kilometer westlich des Orts Moutier (Luftlinie). Das Strassenzeilendorf erstreckt sich auf dem Kamm eines Geländevorsprungs, der sich nach Westen neigt, im östlichen Teil des Beckens Petit Val, das sich zwischen zwei Antiklinalen des Juras befindet.
Die Fläche des 10,6 Quadratkilometer grossen ehemaligen Gemeindegebiets umfasst den gesamten östlichen Teil des Petit Val, das von den Bächen Tchaïbez und Pichoux zur Sorne entwässert wird. Die nördliche Grenze verläuft auf dem Kamm der Jurakette, welche die westliche Fortsetzung der Montagne de Moutier bildet. Die höchsten Erhebungen sind hier Sur la Chèvre (1134 m ü. M.) und Sur le Rochet (1062 m ü. M.). Diese Kette wird im Westen von der typischen JuraklusGorges du Pichoux durchbrochen, deren obere östliche Talflanke noch zu Souboz gehört. Nach Süden erstreckt sich das ehemalige Gemeindegebiet auf die Antiklinale des Moron, auf der mit 1280 m ü. M. der höchste Punkt von Souboz erreicht wird. Die Nordflanke des Moron ist durch mehrere Erosionstäler gegliedert. Ganz im Osten reicht das Gebiet über den Pass von Les Ecorcheresses ins Einzugsgebiet des Baches Chalière, der bei Moutier in die Birs fliesst.
Von der ehemaligen Gemeindefläche entfielen 1997 2 % auf Siedlungen, 60 % auf Wald und Gehölze, 37 % auf Landwirtschaft, und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.
Mit 131 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) gehörte Souboz zu den kleinen Gemeinden des Berner Juras. Von den Bewohnern sind 73,0 % französischsprachig, 26,1 % deutschsprachig und 0,9 % portugiesischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Souboz belief sich 1850 auf 200 Einwohner, 1920 auf 236 Einwohner. Seither wurde ein markanter Bevölkerungsrückgang um rund 50 % verzeichnet.
Politik
Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen in Souboz: SVP 50,7 %, SP 23,8 %, GPS 11,9 %, BDP 3,7 %, EVP 2,4 %, EDU 2,3 %, CVP 2,1 %, FDP 2,0 %, AL 0,7 %, SLB 0,3 %, SD 0,1 %, Les Rauraques 0,1 %, JHp 0,1 %, Piraten 0,1 %.[1]
Wirtschaft
Souboz ist ein noch vorwiegend von der Landwirtschaft geprägtes Dorf, wobei Milchwirtschaft und Viehzucht überwiegen. Kleinere Betriebe befinden sich im Tal, das Souboz von Sornetan trennt, sowie am oberen Eingang in die Pichoux-Schlucht.
Verkehr
Die ehemalige Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen an der Kantonsstrasse, die von Moutier nach Bellelay führt. Souboz und Les Ecorcheresses sind durch einen Postautokurs, der von Moutier nach Souboz verkehrt, an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.
Das Ortsbild von Souboz ist charakterisiert durch zahlreiche typische Bauernhäuser und Speicher aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Das Schulhaus mit einem Glockenturm stammt von 1854. Souboz besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Pfarrei Sornetan.