San Domenico ist eine Kirche der Dominikaner in Palermo auf Sizilien. Sie liegt an der Via Roma und der Piazza San Domenico.
Im Osten, an der Via Bambinai, befindet sich das zum Klosterkomplex der Dominikaner gehörende Oratorio del Rosario di San Domenico.
Der von 16 Säulen geteilte dreischiffige Innenraum in Form eines lateinischen Kreuzes ist mit 88,92 × 34,68 m der größte Kirchenraum auf Sizilien. Der Altar beherbergt die Reliquien des palermitanischen heiligen Dominikaners Pietro Geremia.
Seit 1853 ist die Kirche, dank dem Schriftsteller Agostino Gallo als Pantheon die Grablege berühmter Sizilianer. So sind hier Michele und Emerico Amari, Francesco Crispi, sowie die Maler Pietro Novelli und Giuseppe Velasco bestattet.
In der Kirche befinden sich zahlreiche bedeutende Skulpturen und Gemälde.
Antonello Gagini: „Josef“, „S. Katharina von Siena“ (1527), „Verkündigung“, Fries mit Cherubim, Basrelief mit Heiliger Katherina, Hochrelief mit Pieta, Basrelief mit Sankt Hieronymus und ein reliefiertes Weihwasserbecken
Das monumentale Chorgestühl aus dem 18. Jahrhundert hinter dem Altar entstand nach Plänen des Dominikaners Giovanni Battista Ondars aus Walnussholz und die Rokokoorgel wurde 1781 gebaut.
Gemälde
Vito d’Anna: „Schutzengel“ und „Gruppe betender Dominikaner“
Gaspare Vazzano: „Heiliger Dominikus in Ekstase vor dem Heiligen Kreuz“ (1603) „Sankt Hyazinth von Polen“ (um 1598) und „Szenen aus dem Leben des Heiligen Raimondo di Penafort“
Vincenzo degli Azani da Pavia: „Maria übergibt Rosen an Sankt Dominik, umgeben von den Heiligen Christina, Ninfa, Vincent Ferrer und dem Stifterpaar“ (1540).
Matteo Musso: Illustrazione del Pantheon siciliano nel tempio di San Domenico in Palermo. Stabilimento Tipografico Virzì, Palermo 1910.
Brigit Carnabuci: Sizilien. Griechische Tempel, römische Villen, normannische Dome und barocke Städte im Zentrum des Mittelmeeres (= DuMont Kunst-Reiseführer). 6., aktualisierte Auflage. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7701-4385-6.