Die Nordakademie-Stiftung (Eigenschreibweise „NORDAKADEMIE-Stiftung“) ist eine gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie ist primär eine Wissenschaftsstiftung und hat ihren Sitz in Elmshorn auf dem Campus der Nordakademie.
Die Stiftung wurde am 20. September 2017 von der Nordakademie Hochschule der Wirtschaft ins Leben gerufen. Das Stiftungsgrundstockvermögen sowie die regelmäßigen Zustiftungen werden ebenfalls durch die Hochschule geleistet. Die Nordakademie-Stiftung ist tätig in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Erziehung, Bildung, Kunst und Kultur. Die Stiftung soll insbesondere in Ergänzung zu den Tätigkeiten der Nordakademie dort fördernd tätig werden, wo eine Förderung nicht mehr zum Hochschulbetrieb im engeren Sinne zählt.[2]
Organe der Stiftung
Stiftungsorgane sind der Vorstand, der Stiftungsrat und – sofern bestellt – der besondere Vertreter (§ 30 BGB).[2] Vorsitzende des für die operative Tätigkeit zuständigen Vorstands ist seit dem 20. September 2021 Kerstin Fink, die gleichzeitig Präsidentin der Nordakademie ist.[3] Weiteres Vorstandsmitglied ist seit 2018 Daniel Graewe.
Der Stiftungsrat besteht aus dem Vorsitzenden Thomas Straubhaar (Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Hamburg), dem stellvertretenden Vorsitzenden Nico Fickinger (Hauptgeschäftsführer Nordmetall), sowie den Stiftungsratsmitgliedern Leo Brecht (Universität Liechtenstein), Monika Griefahn (Umweltministerin a. D. und Mitbegründerin von Greenpeace Deutschland), Knut Nicholas Krause (Vorstand der knk Business Software AG, Mielkendorf), Christian Kuhnt (Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals), Sabine Maasen (Professorin für Wissenschafts- und Innovationsforschung an der Universität Hamburg), Holger Micheel-Sprenger (Geschäftsführer der ICME Healthcare GmbH, Fehmarn), Harm Reimers (Niederlassungsleiter der Vink Kunststoffe GmbH – deutsche adp, Pinneberg) und Kirsten Wagner (Geschäftsführerin der Nordmetall-Stiftung).[4]
Aktivitäten
Die Aktivitäten der Stiftung konzentrieren sich auf die Bereiche Wissenschaft, Bildung und Kultur.
Wissenschaft und Forschung
In den Bereichen Wissenschaft und Forschung fördert die Nordakademie-Stiftung sowohl eigene, als auch externe Projekt in Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Zurzeit sind dies:[5]
Neuvermessung der Weltwirtschaft – wie verändert die Digitalisierung die Messung der Wertschöpfung (in Kooperation mit der Universität Hamburg)
Deutschland und China – Investitionsbeziehungen unter komplexen Rahmenbedingungen (in Kooperation mit dem Institut für angewandtes Wirtschaftsrecht)
Einbindung von Controllern in das Nachhaltigkeitsmanagement (in Kooperation mit der Universität Lüneburg)
Verbreitung von Cradle to Cradle-Lösungen für Gebäude und Innenraumgestaltung (in Kooperation mit Cradle to Cradle NGO, Berlin)
Supply Chain oft the 21st Century – Towards Ethical, Social and Circular Business Models (in Kooperation mit der Copenhagen Business School)
Aufbau eines Instituts für User Experience und User Research
Lokale Effekte globaler digitaler Plattformen
Norddeutschland und die Corona-Krise: Wirtschaftliche Folgen und wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf (in Kooperation mit dem Kiel Institut für Weltwirtschaft)
Schadstoffanalyse Elbe (in Kooperation mit der Deutschen Meeresstiftung)
Sichtbarmachung des Data Science Process Model
Bildung
Im Bereich Bildung fördert die Nordakademie-Stiftung zurzeit u. a. die folgenden Projekte:[6]
Bilinguale Erziehung an Schulen
Programmierwettbewerb an Schulen
Kunst und Kultur
Im Bereich Kultur kann die Nordakademie-Stiftung eigene Projekte fördern, sowie kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen unterstützen, wobei der Schwerpunkt bei der Jugend- und Nachwuchsarbeit liegt. Zurzeit gibt es folgenden Projekte:[7]
Als Gründungsvorsitzender war Georg Plate von 2017 bis 2021 für die Stiftung tätig. Bein Ersten Stiftungstag am 27. Oktober 2021 wurde er verabschiedet. Auf der Veranstaltung erfolgte eine Rückblick auf die Gründungsphase der Stiftung und neun Förderprojekte stellten ihre Arbeit in Kurzbeiträgen vor.[9]