Kraftbienen

Kraftbienen

Biastes brevicornis

Systematik
Teilordnung: Stechimmen (Aculeata)
Überfamilie: Apoidea
ohne Rang: Bienen (Apiformes)
Familie: Echte Bienen (Apidae)
Unterfamilie: Apinae
Gattung: Kraftbienen
Wissenschaftlicher Name
Biastes
Panzer, 1798

Die Kraftbienen (Biastes) sind eine Gattung aus der Familie der Apidae innerhalb der Bienen. Sie kommen in Europa mit nur drei Arten vor,[1] die auch in Mitteleuropa heimisch sind. Die Gattung ist paläarktisch verbreitet. Dadurch, dass die Wirte der parasitisch lebenden Kraftbienen selten und gefährdet sind, sind auch die Kraftbienen bedroht.

Merkmale

Die Bienen erreichen eine Körperlänge von fünf bis acht Millimetern und haben einen gedrungenen Körperbau mit einem abgeflachten Hinterleib. Sie sind nur kurz und schwach behaart, wobei der Kopf und Thorax von Biastes truncatus nur sehr schwach behaart ist. Am sechsten Hinterleibssegment sind bei den Weibchen die Ecken des Sternits mit krallenförmigen Fortsätzen versehen. Die Männchen besitzen mittig am Hinterleib mehrere Sternite mit gelblichen Filzdecken. Die europäischen Arten können gut voneinander unterschieden werden.

Lebensweise

Die Tiere parasitieren als Kuckucksbienen die drei nahe verwandten Gattungen der Schlürfbienen (Rophites), Glanzbienen (Dufourea) und Spiralhornbienen (Systropha). Sie fliegen erst ab Juni oder Juli, wenn ihre Wirte aktiv sind, und sind dann bis August in der Nähe von deren Nestern oder Trachtpflanzen zu finden. Nachts klammern sich die Bienen mit ihren Mandibeln an Pflanzen fest oder übernachten innerhalb von Blüten. Die Weibchen legen ihre flachen, ungekrümmten Eier längs in einen Spalt innerhalb der Zellenwand der Wirtsnester ab, in dem das Ei später bündig eingepasst wird. Der Spalt wird vermutlich durch die krallenförmigen Fortsätze an den Sterniten eingeritzt. Die Larven der Kraftbienen verpuppen sich ohne einen Kokon.

Die Imagines halten sich nachts und auch tagsüber bei schlechtem Wetter mit den Mandibeln festgebissen an Pflanzenteilen, selten auch in Blüten auf.

Bei manchen Arten haben die Männchen nur 12 Fühlerglieder, was sonst nur bei Pasites-Männchen vorkommt. Bei allen anderen einheimischen Bienen haben die Männchen 13 Fühlerglieder und die Weibchen 12.[2]

Arten (Europa)

Quellen

Einzelnachweise

  1. Biastes. FaunaEuropaea, abgerufen am 25. April 2008.
  2. E. Scheuchl & W. Wilner: Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas. Quelle & Meyer, Quelle & Meyer, Wiebelsheim, Hunsrück 2016, ISBN 978-3-494-01653-5, S. 246.

Literatur

  • Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: Bienen. Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung. Naturbuch-Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-89440-241-5.
Commons: Kraftbienen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.