Georg Gaertig
Friedrich Feodor Georg Gaertig (* 12. Dezember 1835 in Seitsch, Kreis Guhrau; † 1. Januar 1890 in Wiesbaden) war ein preußischer Generalmajor.
Leben
Gaertig trat am 3. September 1853 als Kanonier in das 6. Artillerie-Regiment der Preußischen Armee ein. Vom 1. Oktober 1854 bis 1. Juni 1857 war er zu Ausbildungszwecken an die Vereinigte Artillerie- und Ingenieur-Schule kommandiert und avancierte Mitte Oktober 1855 zum außeretatmäsigen Sekondeleutnant. Mit einem Patent vom 11. Oktober 1855 wurde er am 5. November 1857 zum Artillerieoffizier ernannt. Vom 2. August 1859 bis 15. März 1864 war er Adjutant der reitenden Abteilung und stieg zum Premierleutnant auf.
Nach dem Deutschen Krieg trat Gaertig Anfang Oktober 1866 zur Festungs-Abteilung und wurde Ende des Monats Hauptmann ohne Patent im Feldartillerie-Regiment Nr. 6. Das Patent zu seinem Dienstgrad erhielt er am 10. März 1868. Er wurde am 13. Mai 1869 zum Chef der 8. Batterie ernannt, mit der er während des Krieges gegen Frankreich 1870/71 an den Beschießungen von Pfalzburg, Toul sowie der Belagerung von Paris teilnahm. Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse war Gaertig nach dem Friedensschluss vom 9. Oktober 1871 bis zum 26. März 1872 mit der Führung der III. Abteilung seines Regiments beauftragt. Am 26. Oktober 1872 trat er zur Divisionsartillerie seines Regiments über und wurde am 15. August 1874 als Batteriechef in das Feldartillerie-Regiment Nr. 15 versetzt. Am 18. Mai 1876 wurde er Major und war zugleich vom 1. Juni 1876 bis zum 30. Juni 1877 auch Präses der Verwaltungskommission des Schießplatzes in Hagenau. Am 14. Juni 1877 wurde er zum Kommandeur der I. Abteilung ernannt, rückte am 6. Dezember 1883 zum Oberstleutnant auf und kam am 11. Dezember 1884 als Kommandeur in das Feldartillerie-Regiment Nr. 31. Dort wurde er am 16. April 1887 zum Oberst befördert. In dieser Eigenschaft erhielt Gaertig anlässlich der Thronbesteigung von Kaiser Friedrich III. am 5. Mai 1888 den Roter Adlerorden III. Klasse mit der Schleife.[1] Unter Verleihung des Charakters als Generalmajor wurde Gaertig am 4. September 1889 mit Pension der Abschied bewilligt.
Literatur
- Bogislav von Kleist: Die Generale der Königlich Preußischen Armee von 1840–1890. Helwig, Hannover 1891, S. 1017, Nr. 2012. (Digitalisat)
- Christian Zweng: Die Preußischen Generale 1866–1920. Band 6: Ga–Hae. Institut für deutsche Phaleristik und Militärgeschichte, Osnabrück 2014, S. 16–17.
Einzelnachweise
- ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 41 vom 9. Mai 1888, S. 883.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gaertig, Georg |
| ALTERNATIVNAMEN | Gaertig, Friedrich Feodor Georg (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Generalmajor |
| GEBURTSDATUM | 12. Dezember 1835 |
| GEBURTSORT | Seitsch, Kreis Guhrau |
| STERBEDATUM | 1. Januar 1890 |
| STERBEORT | Wiesbaden |
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