Sebastian Bru

Sebastian Bru (* 24. Oktober 1987 in Wien) ist ein österreichischer Cellist und Mitglied der Wiener Philharmoniker.[1]

Werdegang

Aus einer argentisch-österreichischen Musikerfamilie stammend,[2] erhielt Sebastian Bru ersten Cellounterricht bei seinem Vater Ricardo Bru, der als Solocellist an der Wiener Volksoper tätig war. Seine weitere Ausbildung erhielt er bei Krystina Wimmer, Mitglied des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich, sowie bei Josef Podhoransky an der Musikhochschule Bratislava. Anschließend studierte er bei Robert Nagy an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Ergänzend besuchte er Meisterkurse bei Clemens Hagen, David Geringas, Steven Isserlis und Heinrich Schiff.[3]

2006 wurde er im Alter von 18 Jahren nach bestandenem Probespiel Mitglied der Cellogruppe des Orchesters der Wiener Staatsoper. In der Saison 2010/11 war er Erster Solocellist der Wiener Symphoniker. Seit 2013 ist er Mitglied der Wiener Philharmoniker und seit Januar 2016 Stimmführer der Cellogruppe.[2]

Als Solist ist Sebastian Bru in Österreich und im europäischen Ausland sowie in Südamerika und Asien aufgetreten. Dabei konzertierte er mit Orchestern wie den Wiener Symphonikern, der Tschechischen Philharmonie, dem Sofia Philharmonic Orchestra, dem Wiener Kammerorchester, Spirit of Europe, dem Concertino Wien und dem Orquesta Filarmónica de la UNAM. Mit dem Orquesta Sinfónica Nacional trat er in Buenos Aires auf; mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unternahm er eine Konzerttournee durch China.

Sebastian Bru ist Gründungsmitglied des Wiener Cello-Ensembles 5+1 sowie des Philharmonic Ensemble Vienna. Darüber hinaus tritt er regelmäßig mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker auf.[4] Zu seinen Kammermusikpartnern zählen unter anderem Magda Amara, Rudolf Buchbinder, Rainer Honeck, Christoph Koncz, Jan Mráček, Josef Špaček, Jiří Vodička und Gottlieb Wallisch. Gemeinsam mit dem Pianisten Stefan Stroissnig unternahm er mehrere Rezitaltourneen durch China.[2]

Zahlreiche seiner Auftritte wurden von nationalen und internationalen Rundfunkanstalten übertragen. 2015 erschien bei der Deutschen Grammophon eine Aufnahme mit dem Philharmonic Ensemble Vienna. 2019 folgte das Album à deux mit dem Pianisten Stefan Stroissnig bei Sony Classical.[2]

Zu seinen Instrumenten zählt das Violoncello „ex Zweygberg“ des italienischen Geigenbauers Giovanni Battista Guadagnini, das sich als Leihgabe der Österreichischen Nationalbank in seiner Verwendung befindet.[2]

Einzelnachweise

  1. Kurzprofil zu Sebastian Bru. In: wienerphilharmoniker.at. Abgerufen am 8. August 2026.
  2. a b c d e Sebastian Bru - Vita. In: salzburgerfestspiele.at. Abgerufen am 8. August 2026.
  3. Pro Cultura Lafnitz. In: pro-cultura-lafnitz.at. Abgerufen am 7. August 2026.
  4. Suchergebnisse zu Sebastian Bru auf meinbezirk.at. Abgerufen am 7. August 2026.

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