Ketwurst

Ketwurst (2018)

Die Ketwurst ist ein in der Küche der DDR entstandenes Imbissgericht.

Zur Zubereitung wird eine darmlose Bockwurst (aus einem Saitling aus Kunststoff) im Backofen erhitzt. Ein spezielles, längliches und weiches Brötchen, fachlich auch als „Ketling“ bezeichnet[1], wird auf einen heißen Metallzylinder gespießt, um einen Hohlraum zu schaffen und das Brötchen zu erwärmen. Dann wird die Wurst in eine Ketchupsauce getunkt und in das Brötchen gesteckt; alternativ kann die Sauce auch in den Hohlraum gefüllt und die Wurst anschließend hineingesteckt werden.

Ket(t)wurst-Bude am Bahnhof Berlin Schönhauser Allee (2026)

Erfunden wurde die Ketwurst – wie die Grilletta – von Mitarbeitern des Rationalisierungs- und Forschungszentrums Gaststätten in Berlin 1977 oder 1978. Mit ihrer Hilfe sollten die Besuchermengen am Alexanderplatz besser versorgt werden. Angeboten wurde sie zum ersten Mal 1979. Auf der 3. Messe der Meister von Morgen erhielten ihre Erfinder eine „Anerkennung für ausgezeichnete Leistungen […] für das Exponat Versorgungslösung Ket-Wurst“. Die Brötchen (Ketling) wurden für Ost-Berlin von Gastronomie und dem Kombinat Bako-Berlin gemeinsam entwickelt.[2] Am Schnellimbiss „Alextreff“ auf dem Alexanderplatz wurde die Ketwurst für 1,50 Mark verkauft.[3]

Die Bezeichnung Ketwurst ist eine Wortbildung aus Ketchup und Wurst. Die häufig anzutreffende, gelegentlich auch durch die Presse publizierte Schreibweise Kettwurst ist falsch, ebenso die diesbezügliche Erklärung, sie heiße so, weil die Würste in Ketten an die Imbissstände geliefert würden.

Ketwurst und Grilletta gelten heute als typische Produkte der DDR-Imbisskultur sowie als Reaktion auf westliche Angebote, namentlich den Hot Dog beziehungsweise Hamburger.

In Dänemark werden an den Pølsevågn (Wurstbuden) auch seit den 1970er Jahren Fransk Hot Dog verkauft, ebenfalls ein Würstchen mit Sauce, das in ein Brötchen mit Loch gesteckt wird.

Commons: Ketwurst – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gerhard Schulz: Teuflische Soße im Duo angerührt. In: Berliner Zeitung, Nr. 241, 15. Oktober 1985, ISSN 0947-174X, S. 11.
  2. Heide Schiebeck: Bako ist mit seiner Ware bei uns in vieler Munde. In: Berliner Zeitung. Nr. 240, 10. Oktober 1984, ISSN 0947-174X, S. 3.
  3. Harald Hauswald: Fotografie – Ketwurst am Alextreff 1986. Deutsche Fotothek.

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.