Emil Fath

Emil Alfred Fath (* 17. Februar 1861 in Hermannstadt (Siebenbürgen); † 10. Oktober 1912 in Pola) war ein österreichisch-ungarischer Marineoffizier, zuletzt mit dem Dienstgrad eines Konteradmirals.
Leben
Emil Fath, Sohn des k.u.k. Militärauditors Rudolf Fath, absolvierte 1874 bis 1878 die Marineakademie Fiume und wurde nach dem Abschluss am 12. Juli 1878 zum Seekadetten ernannt. Im Anschluss trat er in die Kriegsmarine ein. In den Folgejahren fuhr er auf den Korvetten Helgoland und Zrinyi und dem Kasemattschiff Erzherzog Albrecht. Auf der Erzherzog Albrecht erlebte er 1882 das Gefecht bei Ledenice und wurde im gleichen Jahr Linienschiffsfähnrich. 1889 wurde er Linienschiffsleutnant. Es folgten Bordeinsätze als Navigationsoffizier, u. a. auf der Donau, Prinz Eugen, Erzherzog Friedrich, Laudon und Saida. Anschließend war er im Marinetechnischen Komitee in Pola und in der Operationsabteilung des k.u.k. Kriegsministeriums, Marinesektion, eingesetzt.
Später reiste er von 1895 bis 1897 auf SMS Saida für zwei Jahre in die Karibik, nach Südamerika, in den Fernen Osten und nach Indien. 1897 absolvierte er den Offizier-Artilleriekursus und wurde anschließend für drei Jahre als Artillerieoffizier eingesetzt. Im Anschluss bildete er auf der Schraubenfregatte SMS Radetzky bis 1900 Artillerieoffiziere aus. 1901 wurde er Korvettenkapitän und war auf der SMS Budapest als Gesamtdetailoffizier eingeschifft. Ab 1903 diente er wieder in der Marinesektion, nun in der Präsidialkanzlei des Ministeriums. Am 1. Mai 1905 wurde er Fregattenkapitän und erhielt das Schiffskommando über den Kreuzer Leopard. Zwei Jahre später übernahm er am 2. Oktober 1907 den Vorstand der IV. Abteilung (Artillerie-Abteilung) des Marinetechnischen Komitees und wurde in dieser Position 1908 zum Linienschiffskapitän ernannt. Ab Oktober 1907 war er am Bau der Viribus Unitis-Klasse beteiligt. Kurz vor seinem Tod wurde er am 1. Mai 1912 Konteradmiral.
Er starb Mitte Oktober 1912 in Pola und wurde auf dem k.u.k. Marinefriedhof beerdigt.[1] Sein jüngerer Bruder war der k.u.k. General der Infanterie Heinrich Fath.
Auszeichnungen
Während seines Dienstes erhielt er u. a. das Militärverdienstkreuz und 1905 den Orden der Eisernen Krone III. Klasse[2].
Literatur
- Hans-Hermann Kritzinger, Friedrich Stuhlmann: Artillerie und Ballistik in Stichworten. Julius Springer, Berlin 1939, S. 90.
- Heinrich Bayer von Bayersburg: Österreichs Admirale: 1867–1918. Bergland Verlag, 1962, S. 64.
- Antonio Schmidt-Brentano: Die Österreichischen Admirale, Band II. 1896–1914; Biblio Verlag Osnabrück, 2000; S. 417–420. ISBN 3-7648-2519-7
- Nachruf auf Emil Fath. In: Mittheilungen aus dem Gebiete des Seewesens. Band 40, 1912, S. 1584.
Einzelnachweise
- ↑ https://hunp.hr/wp-content/uploads/Pula-small-final.pdf
- ↑ Die Flagge: Mitteilungen des Flottenvereins in Wien. Nr. 1, 1905, S. 10.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fath, Emil |
| ALTERNATIVNAMEN | Fath, Emil Alfred (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichisch-ungarischer Marineoffizier |
| GEBURTSDATUM | 17. Februar 1861 |
| GEBURTSORT | Hermannstadt |
| STERBEDATUM | 10. Oktober 1912 |
| STERBEORT | Pula |
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