Émile Lessore

Wedgwood Vase. Birmingham Museum of Art

Émile Aubert Lessore (* 1805 in Paris; † 1876 in Marlotte bei Fontainebleau) war ein französischer Maler, Lithograf, Radierer und Porzellan- sowie Fayencemaler des 19. Jahrhunderts.[1]

Leben

Émile Aubert Lessore wurde 1805 in Paris geboren. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung als Schüler von Louis Hersent und Jean-Auguste-Dominique Ingres. Ab 1831 stellte er regelmäßig seine Werke auf dem Pariser Salon aus. Émile Lessore arbeitete zunächst vor allem als Maler von Genrebildern, Porträts und Landschaften. Ein frühes Werk, das einen kranken Savoyer Knaben darstellte und im Salon von 1831 gezeigt wurde, erregte besondere Aufmerksamkeit. Neben seiner Tätigkeit als freier Künstler war Lessore auch im Bereich der angewandten Kunst tätig. Bis 1855 arbeitete er als Porzellan- und Fayencemaler für die Manufacture royale de porcelaine de Sèvres. Anschließend war er für das englische Unternehmen Wedgwood tätig. Émile Lessore starb im Jahr 1876 in Marlotte bei Fontainebleau.

Werk

Émile Lessore: Festin juif (1835), in: Voyage pittoresque dans la Régence d’Alger, Paris, Charles Motte, 1835, pl. 39

Émile Lessores künstlerisches Schaffen umfasst Gemälde, Aquarelle, Lithografien und Radierungen. Seine bevorzugten Sujets waren Genrebilder, Porträts, Landschaften sowie Figuren- und Alltagsszenen, darunter auch Darstellungen aus Algier. Viele dieser Arbeiten entstanden in Aquarelltechnik. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen. Im Museum von Nantes wird beispielsweise ein Ölgemälde aufbewahrt, das einen Esel und zwei Kinder zeigt. Das Museum von Reims besitzt ein Aquarell, das eine arabische Familie zeigt. Weitere Aquarelle, darunter das Innere eines arabischen Cafés, befinden sich im Archiv des Théâtre-Français in Paris. Als Porzellanmaler prägte Lessore mit seinen Entwürfen und Dekoren die künstlerische Ausrichtung der Manufakturen von Sèvres und Wedgwood in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Literatur

  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 8: Koort – Maekava. Paris, 2006.
Commons: Émile Lessore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 8: Koort – Maekava. Paris 2006.

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