Welterbe in den Palästinensischen Autonomiegebieten
Zum Welterbe in den Palästinensischen Autonomiegebieten gehören (Stand 2024) fünf UNESCO-Welterbestätten, sämtlich Stätten des Weltkulturerbes. Die Palästinensischen Autonomiegebiete haben die Welterbekonvention 2011 ratifiziert, die erste Welterbestätte wurde 2012 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte wurde 2024 eingetragen, drei Stätten stehen auf der Liste des gefährdeten Welterbes.[1]
Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in den Palästinensischen Autonomiegebieten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (G) – auf der Liste des gefährdeten Welterbes).
Kombinierter Vorschlag aus der Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Tell es-Sultan (stand seit 2012 auf der Tentativliste) und den Stätten Khirbat al-Mafjar und Dier Quruntul (2020 auf der Tentativliste als „Jericho Jahrtausendstadt, Archäologische und historische urbane Entwicklung“).
Im 4. Jahrhundert n. Chr. gegründet, ist das Hilarionkloster das älteste Kloster im Heiligen Land und eines der ältesten im Nahen Osten. Durch seine Lage an mehreren wichtigen Handelsrouten spielte es eine wichtige Rolle bei der Verbreitung klösterlichen Lebens in der Region.
Karte mit allen Koordinaten von Welterbestätten: OSM
Tentativliste
In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind. Derzeit (2024) sind 12 Stätten in der Tentativliste der Palästinensischen Autonomiegebiete eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte im Mai 2021.[2] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.
Wadi an-Natuf ist ein Trockental im Westjordanland etwa 1 km südlich der Stadt Shuqba. In dem Tal, besonders in der Shuqba-Höhle am Nordrand des Tales, liegen Fundstellen einer protoneolithischen Kultur, die nach dem Tal als Natufien benannt wurde.
Karte mit allen Koordinaten aktueller Welterbekandidaten: OSM
Altstadt und Stadtmauern von Jerusalem
Die Jerusalemer Altstadt im 1950 von Jordanien und 1980 von Israel annektierten Ostjerusalem, das auch durch die Palästinensischen Autonomiegebiete beansprucht wird, war von Jordanien für die Aufnahme in das UNESCO-Welterbe vorgeschlagen worden. 1981 wurde sie unter der Bezeichnung Altstadt und Stadtmauern von Jerusalem als Weltkulturerbestätte in die Welterbeliste aufgenommen, wobei jedoch betont wurde, dass diese Entscheidung keine Implikation über die Zugehörigkeit Jerusalems zu einem bestimmten Staat beinhalte. Die Welterbestätte ist keinem Staat zugeordnet, sondern separat unter „Jerusalem (auf Vorschlag von Jordanien)“ in die Welterbeliste eingetragen. 1982 wurde sie, wiederum auf Vorschlag von Jordanien, auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt.[3]