Verena Sauer

Verena Sauer (* 1989) ist eine deutsche Linguistin und Hochschullehrerin an der Universität Wien.

Leben und Wirken

Nach ihrem Schulabschluss studierte Sauer ab Oktober 2007 Deutsch und Gemeinschaftskunde auf Lehramt an Gymnasium an der Technischen Universität Dresden. Ihr Studium schloss sie dort im September 2010 mit dem Erwerb des Bachelor of Education ab. Ein anschließendes Masterstudium beendete sie im März 2013 mit dem Erwerb des Master of Education. Ab Oktober 2015 arbeitete Sauer als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Karlheinz Jakob an der TU Dresden. Im Oktober 2016 wechselte sie an die Universität Kiel an den Lehrstuhl von Markus Hundt. Unter dessen Betreuung wurde sie im Februar 2018 mit der Arbeit Dialektgrenzen – Grenzdialekte: Die Struktur der itzgründischen Dialektlandschaft an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze summa cum laude zur Dr. phil. promoviert.

Anschließend blieb Sauer als Postdoktorandin an Hundts Lehrstuhl, bevor im April 2021 als Postdoktorandin an den Lehrstuhl von Alexander Ziem an der Universität Düsseldorf. Im Dezember 2022 habilitierte Sauer sich an der Universität Kiel und erhielt die Venia legendi für das Fach Germanistische Sprachwissenschaft. Bereits seit Oktober 2022 war sie als Gastprofessorin an der University of Texas at Austin tätig. Ein Jahr später kehrte sie nach Deutschland zurück und vertrat den Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Kiel. 2024 nahm Sauer einen Ruf der Universität Wien an, wo sie seitdem eine Professur für Deutsche Sprachwissenschaft innehat.

2019 wurde ihr der Peter-von-Polenz-Preis der Gesellschaft für germanistische Sprachgeschichte verliehen.[1]

Forschung

Sauers Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der Dialektologie der deutschen Sprache. Hierbei konzentriert sie sich vor allem das Itzgründische und Texasdeutsch. Sprachgeschichtlich befasst sie sich insbesondere mit dem Frühneuhochdeutschen. Daneben forscht sie zur Kognitiven Linguistik mit dem Schwerpunkt (historische) Frame-Semantik.

Publikationen

  • Dialektgrenzen – Grenzdialekte: Die Struktur der itzgründischen Dialektlandschaft an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. De Gruyter, Berlin 2018, ISBN 978-3-11-055613-1.
  • mit Toke Hoffmeister: Wahrnehmungsdialektologie: Eine Einführung. De Gruyter, Berlin 2021, ISBN 978-3-11-063547-8.
  • Hochdeutsch: Eine framesemantische Analyse historischer Spracheinstellungen zum Deutschen vom 16. bis 18. Jahrhundert. De Gruyter, Berlin 2024, ISBN 978-3-11-133395-3.

Einzelnachweise

  1. Prof. Dr. Verena Sauer, abgerufen am 14. August 2026.

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