Unterpörlitz
Unterpörlitz Stadt Ilmenau
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| Koordinaten: | 50° 42′ N, 10° 56′ O |
| Höhe: | 517 (480–527) m |
| Einwohner: | 1244 (30. Juni 2025)[1] |
| Eingemeindung: | 1. April 1981 |
| Postleitzahl: | 98693 |
| Vorwahl: | 03677 |
Lage von Unterpörlitz in Ilmenau
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Unterpörlitz ist ein Ortsteil der Stadt Ilmenau im Ilm-Kreis (Thüringen).
Geografie
Der Ort liegt am Nordhang der Pörlitzer Höhe, einem 4 km langen, 570 Meter hohen Höhenzug, der die Wasserscheide zwischen Ilm und Gera am nördlichen Ilmenauer Stadtrand markiert. Der Süden des Ortes liegt direkt auf der Höhe, der Norden in einem Tal, das zur Wipfra entwässert wird. Südlich des Ortes liegt das Stadtgebiet Ilmenaus, das nahtlos nach Unterpörlitz übergeht. Nördlich erstrecken sich, begünstigt durch den Sandboden, große Kiefernwälder. Weitere Nachbarorte von Unterpörlitz sind das 1 km entfernte westlich gelegene Oberpörlitz, Heyda, 3 km nördlich und Bücheloh, 4 km östlich.
Geschichte
Von der Ersterwähnung bis zur Gegenwart
Unterpörlitz wurde 1351 erstmals urkundlich erwähnt und am 1. April 1981 im Zuge der Errichtung des Wohngebietes Pörlitzer Höhe nach Ilmenau eingemeindet. Der Ort dürfte allerdings älter als Ilmenau sein, da er wesentlich besser gelegen ist und bei einer Ortsgründung gegenüber dem Ilmenauer Land bevorzugt ausgewählt worden ist. Die Ursprünge von Unterpörlitz liegen wahrscheinlich im 8. bis 10. Jahrhundert in einer sorbisch-slawischen Siedlung, was an der Namensendung -litz erkennbar ist.
Kirche
Die im neoromanischen Stil errichtete evangelische Dorfkirche Unterpörlitz stammt aus dem 19. Jahrhundert.[2]
Einwohnerentwicklung
In der nachstehenden Tabelle ist die Entwicklung der Einwohnerzahl seit 1450 dargestellt. Ermittelt wurden die Werte ab 2011 jeweils zum Stichtag 31. Dezember.
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- a)Stand 30. Juni 2005
Politik
Die Unterpörlitzer Ortsteilbürgermeisterin ist seit 2004 die ehemalige Rennrodlerin Ute Oberhoffner. Sie wurde zuletzt bei den Kommunalwahlen in Thüringen am 26. Mai 2024 im Amt bestätigt. Ihr steht ein Ortschaftsrat aus acht Mitgliedern bei.[7]
Wirtschaft und Verkehr
Unterpörlitz ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Heute arbeiten die meisten Einwohner in Ilmenau.
Von Unterpörlitz führen mehrere Straßen in das Ilmenauer Stadtgebiet, außerdem gibt es Straßen nach Oberpörlitz und Heyda. 1998 bekam der Ort einen Bahnanschluss. Damals wurde an der Bahnstrecke Erfurt–Ilmenau der Haltepunkt Ilmenau-Pörlitzer Höhe eingerichtet. Er befindet sich etwa 1 km südlich von Unterpörlitz. 1 km nördlich des Ortes verläuft die A 71, die mit den Talbrücken Streichgrund und Altwipfergrund das Wipfratal überspannt.
Unterpörlitz ist über die Linien 11 (verkehrt täglich) und 12 (verkehrt von Montag bis Freitag) an das Stadtbusnetz von Ilmenau angeschlossen. Zudem können von Montag bis Freitag über die Regionalbuslinie 364 u. a. Elgersburg, Heyda und Martinroda direkt erreicht werden.[8]
Persönlichkeiten
- Volker Frommann (1944–1973), Todesopfer an der Berliner Mauer, wurde hier geboren und ist auf dem Ortsfriedhof begraben
- Hans Hauschulz (1912–1951), Politiker (SED), geboren in Unterpörlitz
- Ute Oberhoffner (* 1961 in Ilmenau), ehemalige Rennrodlerin, jetzt Ortsbürgermeisterin von Unterpörlitz
- Daniel Schultheiß (* 1980 in Sonneberg), Oberbürgermeister von Ilmenau, lebt in Unterpörlitz
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Einwohnerstatistik / Ilmenau - Goethe- und Universitätsstadt. Abgerufen am 19. Mai 2026.
- ↑ Die Kirche zu Unterpörlitz auf der Website der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. In: ekmd.de. Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, abgerufen am 18. Juli 2026.
- ↑ Stadtverwaltung Ilmenau, Strukturdaten zum Stichtag 31. Dezember 2011 ( vom 12. Juli 2012 im Internet Archive)
- ↑ Stadtverwaltung Ilmenau, Strukturdaten zum Stichtag 31. Dezember 2015 ( vom 7. März 2016 im Internet Archive)
- ↑ Stadtverwaltung Ilmenau, Einwohnerstatistik zum Stichtag 31. Dezember 2020 ( vom 27. Februar 2021 im Internet Archive)
- ↑ Stadtverwaltung Ilmenau (Hrsg.): Amtsblatt der Stadt Ilmenau. Nr. 1/2026, 21. Januar 2026, S. 17 (Online [PDF; 3,7 MB; abgerufen am 18. Juli 2026]).
- ↑ Stadtverwaltung Ilmenau (Hrsg.): Amtsblatt der Stadt Ilmenau. Nr. 6/2024, 27. Juni 2024, S. 11–15 (Online [PDF; 6,9 MB; abgerufen am 1. Februar 2025]).
- ↑ Fahrplan. In: ikv-ilmkreis.de. IOV Omnibusverkehr GmbH, abgerufen am 18. Juli 2026.
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