Sophie Springer
Sophie Springer (* 4. Januar 1983 in Klagenfurt am Wörthersee) ist eine österreichische Opern- und Schauspielregisseurin. Seit 2012 ist sie als Regieassistentin am Stadttheater Klagenfurt tätig und inszeniert dort seit 2017 eigene Produktionen im Musiktheater und Schauspiel.
Leben und Ausbildung
Sophie Springer wuchs als zweite von vier Schwestern in Klagenfurt am Wörthersee auf. Bereits im Alter von fünf Jahren begann sie eine Tanzausbildung in klassischem Ballett, Modern Dance, Jazz Dance und Musical Dance. Früh entwickelte sie eine enge Verbindung zum Theater.
Sie studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Im Rahmen ihres Studiums organisierte und leitete sie 2010 das Operettenkonzert Dunkelrote Rosen, bei dem sie neben dem Management auch die szenische Umsetzung verantwortete.
Beruflicher Werdegang
2006 begann Springer ihre Tätigkeit als Regieassistentin bei den Südkärntner Sommerspielen.
Ab 2008 war sie als Souffleuse, Ausstattungs- und Regieassistentin an der Oper Graz, dem Stadttheater Baden sowie dem Stadttheater Klagenfurt tätig. Seit 2012 gehört sie als feste Regieassistentin dem Stadttheater Klagenfurt an.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit übernahm sie mehrfach die Einstudierung und Leitung von Wiederaufnahmen bedeutender Opern- und Musicalproduktionen. Dazu zählen unter anderem:
- 2010: Singin' in the Rain an der Oper Graz (Regie: Josef E. Köpplinger)
- 2014: Die Csárdásfürstin am Stadttheater Klagenfurt (Regie: Tobias Kratzer)
- 2017: Die Zauberflöte am Stadttheater Klagenfurt (Regie: Patrick Schlösser)
- 2019: Simone Boccanegra (Koproduktion mit der Opéra de Dijon und der Opéra de Rouen Normandie; Regie: Philipp Himmelmann)
- 2020: Koma von Georg Friedrich Haas an der Opéra de Dijon (Regie: Immo Karaman)
Während ihrer Tätigkeit am Stadttheater Klagenfurt arbeitete sie in den Bereichen Oper, Operette, Musical und Schauspiel mit zahlreichen Regisseurinnen und Regisseuren zusammen. Dazu gehören unter anderem Aron Stiehl, Michael Sturminger, Andreas Gergen, Cesare Lievi, Georg Schmiedleitner, Eva-Maria Höckmayr, Andrea Schwalbach, Richard Brunel, Florentine Klepper, Stephanie Mohr, Marco Štorman, Michael Schachermaier, Pascal Chevroton, Igor Pison, Baayork Lee, Vicky Schubert, Dominic Oley, Anna Stiepani, Peter Lund, Carolin Pienkos, Cornelius Obonya sowie David Bösch.
2017 übernahm Springer kurzfristig die Regie von Giuseppe Verdis Otello am Stadttheater Klagenfurt. 2019 führte sie gemeinsam mit Markus Hänsel Co-Regie bei Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Eugen Onegin für Dieter Giesing.
Inszenierungen
Oper
- 2017: Otello von Giuseppe Verdi, Stadttheater Klagenfurt (Co-Regie)
- 2022: Jakob Lenz von Wolfgang Rihm, Stadttheater Klagenfurt
- 2024: Stallerhof von Gerd Kühr, Stadttheater Klagenfurt
- 2027: Der Prinz von Homburg von Hans Werner Henze, Stadttheater Klagenfurt
Schauspiel und Musical
- 2023: Alice im Wunderland nach Lewis Carroll, Textfassung: Maja Haderlapp und Sylvia Brandl; Textbearbeitung und Songtexte: Sophie Springer; Musik und Songtexte: Mathias Krispin Bucher – Regie und Choreografie, Stadttheater Klagenfurt
Nominierungen
- 2026: Nominierung für den Österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie Beste Regie für die Inszenierung von Stallerhof von Gerd Kühr am Stadttheater Klagenfurt.[1]
Weblinks
- Sophie Springer in der Datenbank von Operabase
Einzelnachweise
- ↑ Nominierungen 2026. In: Österreichischer Musiktheaterpreis. Abgerufen am 22. Juli 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Springer, Sophie |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Opern- und Schauspielregisseurin |
| GEBURTSDATUM | 4. Januar 1983 |
| GEBURTSORT | Klagenfurt am Wörthersee |
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