Solomamma

Film
Titel Solomamma
Produktionsland Lettland, Norwegen, Litauen
Originalsprache Norwegisch, Englisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 99 Minuten
Stab
Regie Janicke Askevold
Drehbuch Janicke Askevold, Jørgen Færøy Flasnes, Mads Stegger
Produktion Magnus Nygaard Albertsen, Gary Cranner, Magne Lyngner, Rebekka Rognøy
Musik Karlis Auzans, Paulius Kilbauskas, Vygintas Kisevicius
Kamera Torjus Thesen
Schnitt Patrick Larsgaard
Besetzung

Solomamma ist eine Filmkomödie / Tragikomödie von Janicke Askevold. Im Film spielt Lisa Loven Kongsli in der Titelrolle eine erfolgreiche Journalistin und dank einer Samenspende glückliche, alleinerziehende Mutter. In weiteren Rollen sind Herbert Nordrum, Nasrin Khusrawi und Rolf Kristian Larsen zu sehen. Der Film feierte im August 2025 beim Locarno Film Festival seine Premiere, wo er im Wettbewerb für den Goldenen Leoparden gezeigt wurde. Ende Januar 2026 kam er in die norwegischen Kinos.

Handlung

Die um die vierzigjährige Edith ist eine von Neugier getriebene Journalistin und alleinerziehende Mutter. Ihr vierjähriger Sohn Sigurd wurde durch die Samenspende eines Fremden geboren. Sie wurde in einer Klinik in Dänemark befruchtet. Edith scheint kein Liebesleben zu haben. Als ihr Sohn ein Verhalten an den Tag legt, von dem einige ihrer Freunde vermuten, dass er es von dem Mann geerbt hat, dessen Sperma verwendet wurde, beginnt Edith damit, Audio-Interviews mit dem Mann, der das Sperma gespendet hat, zu hören. Sie kann diesen aufspüren, kontaktiert ihn, gibt vor, sich für sein Unternehmen zu interessieren und vereinbart ein Interview.

Bei ihrem ersten Treffen ist er reserviert und überrascht, dass sie ausgerechnet über ihn eine Story schreiben will.[1][2]

Produktion

„In Norwegen wurde vor fünf Jahren durch eine Gesetzesänderung die alleinige Mutterschaft durch künstliche Befruchtung legal, kostenlos und in öffentlichen Krankenhäusern zugänglich gemacht. Das ist ein wichtiges soziales Signal. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Italien, ist dies nach wie vor illegal, und die Einstellungen gehen weit auseinander. Ich hoffe, der Film kann zeigen, dass es viele Formen der Familie gibt.“

Regisseurin Janicke Askevold über die Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung für alleinstehenden Frauen[3]

Regisseurin Janicke Askevold

Regie führte Janicke Askevold, die gemeinsam mit Jørgen Færøy Flasnes und Mads Stegger auch das Drehbuch schrieb. Es handelt sich bei Solomamma nach Together Alone von 2021 um Askevolds zweiten Spielfilm.[4] Sie ist Absolventin des Atelier Théâtral de Création in Paris.[5] Als Schauspielerin war Askevold in der Vergangenheit in Filmen wie My Way – Ein Leben für das Chanson von Florent-Emilio Siri, Hippokrates und ich von Thomas Lilti oder Schlittenfahrt ins Weihnachtsglück von Arnauld Mercadier zu sehen.

Lisa Loven Kongsli spielt in der Titelrolle die alleinerziehende Mutter Edith

Eine Freundin hatte Askevold erzählt, sie habe den leiblichen Vater ihres Sohnes über soziale Medien gefunden und eine Beziehung mit ihm begonnen ohne ihm die Wahrheit zu sagen, was die Regisseurin zu Solomamma inspirierte: „Ich spürte sofort, dass dies der Beginn einer Geschichte war, die es wert war, weiterverfolgt zu werden.“ Das habe sie dazu gebracht, über moderne Mutterschaft und ihre vielen Facetten nachzudenken. In Vorbereitung auf das Schreiben des Drehbuchs hatte sich Askevold mit alleinerziehenden Müttern in ganz Norwegen getroffen, die ebenfalls durch eine Samenspende schwanger wurden. Diese hatten teils Selbsthilfegruppen gegründet und ihre Kinder mit ihren Halbgeschwistern zusammengebracht.[3]

Die Norwegerin Lisa Loven Kongsli, bekannt aus Ruben Östlunds Filmdrama Höhere Gewalt, spielt die alleinerziehende Mutter Edith. Ihr Landsmann Herbert Nordrum spielt Niels, den Samenspender.[6] Nasrin Khusrawi spielt Marie und Rolf Kristian Larsen Thorbjørn. Céline Engbrightsen ist in der Rolle von Dorte zu sehen.[4]

Die Dreharbeiten fanden in der norwegischen Hauptstadt Oslo statt. Kameramann Torjus Thesen war in der Vergangenheit ausschließlich für Kurzfilme und Fernsehserien tätig.

Die Musik für den Film steuerten die litauischen Komponisten Karlis Auzans, Paulius Kilbauskas und Vygintas Kisevicius bei.[3]

Der erste Trailer wurde Anfang August 2025 vorgestellt.[7] Die Premiere des Films fand am 11. August 2025 beim Locarno Film Festival statt.[2] Anfang Oktober 2025 wurde er beim Vancouver International Film Festival gezeigt.[8] Ebenfalls im Oktober 2025 wurde er beim Internationalen Filmfestival Warschau gezeigt und im November 2025 beim Braunschweig International Film Festival.[9] Der Kinostart in Norwegen war am 30. Januar 2026, in Schweden am 3. April 2026.[10][11] Anfang Mai 2026 wurde der Film bei Crossing Europe gezeigt.[12] Am 11. Juni 2026 soll er in die Schweizer Kinos kommen.[13]

Auszeichnungen

Cork International Film Festival 2025

  • Auszeichnung mit dem Audentia Award[14]

Internationales Filmfestival Warschau 2025

  • Nominierung als Bester Film für den 1-2 Award[15]

Locarno Film Festival 2025

Reykjavík International Film Festival 2025

  • Special Mention beim New Visions Golden Puffin[17]
Commons: Solomamma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Debanjan Dhar: Solomamma (2025) ‘Locarno’ Movie Review: Lisa Loven Kongsli and Herbert Nordrum Make a Winsome Duo in Richly Conflicting Maternal Drama. In: highonfilms.com, 11. August 2025.
  2. a b Solomamma. In: locarnofestival.ch. Abgerufen am 7. August 2025.
  3. a b c Davide Abbatescianni: Janicke Askevold unpacks unconventional family bonds, single motherhood in her feature film Solomamma. In: nordiskfilmogtvfond.com, 14. August 2025.
  4. a b c Marta Balaga: Radu Jude, Abdellatif Kechiche Head to Locarno as Swiss Fest Announces Lineup: An ‘Ambitious and Exciting Edition’. In: Variety, 8. Juli 2025.
  5. Janicke Askevold. In: locarnofestival.ch. Abgerufen am 7. August 2025.
  6. Max Borg: Solomamma Review: The Name of the Father. In: loudandclearreviews.com, 11. August 2025.
  7. Davide Abbatescianni: Teaser for Locarno competition entry 'Solomamma'. In: cineuropa.org, 6. August 2025.
  8. Solomamma. In: viff.org. Abgerufen am 28. August 2025.
  9. https://www.ndr.de/kultur/film/festivals/filmfestival-braunschweig-startet-und-zeigt-200-filme-aus-aller-welt,filmfestival-102.html
  10. https://www.nfi.no/en/films-and-series/solomamma
  11. https://www.moviezine.se/movies/solomamma
  12. Solomamma. In: crossingeurope.at. Abgerufen am 7. Mai 2026.
  13. https://outnow.ch/Movies/2025/Solomamma/
  14. CIFF Announces 2025 Features Awards in the Presence of An Taoiseach. In: corkfilmfest.org, 15. November 2025.
  15. Solomamma. In: wff.pl. Abgerufen am 24. September 2025.
  16. https://www.inter-film.org/festivals/festival-del-film-locarno/78th-film-festival-locarno/ In: inter-film.org (abgerufen am 10. März 2026).
  17. Davide Abbatescianni: Jaume Claret Muxart’s 'Strange River' wins the Reykjavík Golden Puffin. In: cineuropa.org, 6. Oktober 2025.

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