Simone Schimpf

Simone Schimpf (* 1973 in Darmstadt) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Museumsdirektorin des Neuen Museums Nürnberg sowie Expertin auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kunst, insbesondere der konkreten Kunst.

Leben

Schimpf wuchs im Odenwald auf, machte in Darmstadt Abitur und studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik an den Universitäten Mainz, Dijon und Freiburg i. B. Sie wurde an der Universität Freiburg mit einer Arbeit zum Thema Profanierung einer Heiligen. Maria Magdalena in der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts promoviert. Ihre nächste Station war ein wissenschaftliches Volontariat im Kunstmuseum Stuttgart bis 2005. Sie ist vor allem auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kunst tätig.[1]

Berufsstationen

Seit 2021 ist Schimpf Direktorin des Neuen Museums in Nürnberg, einer Einrichtung für zeitgenössische Kunst und Design.[2] Vorher leitete sie in Ingolstadt von 2013 bis 2021 das Museum für Konkrete Kunst, das sie ausbaute und international bekannter machte. Dort war sie auch Vorstand in der Stiftung für Konkrete Kunst und Design. Eine weitere Berufsstation war das Kunstmuseum Stuttgart, wo sie von 2006 bis 2013 zuerst als Kuratorin und ab 2009 als stellvertretende Direktorin tätig war.[3] Die Kommunikation mit den zeitgenössischen Künstlern und die Prozesse, in denen Ausstellungen geplant werden, sind ihr ein zentrales Anliegen, denn sie beschreibt ihre Tätigkeit sehr anschaulich: es „passieren viele unvorhergesehen Dinge. Immer entstehen Werke und Prozesse, die es vorher noch nie gab. Da muss man gut kommunizieren können. Natürlich ist das oft auch für alle Beteiligten herausfordernd.“[1.1]

Gremientätigkeiten

Schimpf ist seit November 2023 Vorsitzende des Hochschulrats der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg.

Ausstellungen (in Auswahl)

  • 2022 Nürnberg, Neues Museum: Evelyn Hofer meets Richard Lindner
  • 2019 Ingolstadt (kuratiert mit Theres Rohde): Gemalte Diagramme[4]
  • 2012 Stuttgart: Rasterfahndung. Das Raster in der Kunst nach 1945[5]

Publikationen

  • Rasterfahndung. Das Raster in der Kunst nach 1945, herausgegeben von Ulrike Groos, Simone Schimpf, 2012, ISBN 978-3-86832-089-3.
  • Simone Schimpf, Profanierung einer Heiligen: Maria Magdalena in der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts, Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin 2007, ISBN 978-3936872828.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Nicoletta De Rossi (Autorin), Julia Puder (Fotografin): Frauenperspektiven Nürnberg. 1. Auflage. Panima Verlag, Karlsruhe 2026, ISBN 978-3-9827669-1-1.
    1. S. 41
  2. Sabine Reithmaier: Simone Schimpf, Leiterin des Neuen Museums Nürnberg, im Porträt. 4. September 2022, abgerufen am 16. Juli 2026.
  3. Ingolstädter Stimme: Bekenntnisse: Dr. Simone Schimpf – Ingolstädter Stimme. 23. Februar 2020, abgerufen am 16. Juli 2026.
  4. Gemalte Diagramme. Abgerufen am 16. Juli 2026.
  5. Rasterfahndung. Das Raster in der Kunst nach 1945 | Kunstmuseum Stuttgart. 5. Mai 2012, abgerufen am 16. Juli 2026.

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