SHE 61

SHE 61
Werkfoto O&K
Werkfoto O&K
Werkfoto O&K
Nummerierung: SHE 61
Anzahl: 1
Hersteller: O&K
Fabriknummer 11506
Baujahr(e): 1928
Ausmusterung: 1962
Bauart: E h2t
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Gesamtachsstand: 4700 mm
Treibraddurchmesser: 900 mm
Leermasse: 40,5 t
Dienstmasse: 52 t
Reibungsmasse: 52 t
Radsatzfahrmasse: 8,7 t
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Kesselüberdruck: 14 bar
Rostfläche: 2 m²
Verdampfungsheizfläche: 76,3 m²
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 480 mm
Kolbenhub: 500 mm
Bremse: Wurfhebelbremse
Vakuumbremse Bauart Körting
Steuerung: Heusinger
Wasservorrat: 6 m³
Brennstoffvorrat: 2,0 t

Die Dampflokomotive 61 war eine schmalspurige Tenderlokomotive der Südharz-Eisenbahn-Gesellschaft (SHE). Sie war die letzte Dampflok der Gesellschaft. Die Lokomotive wurde nach der Stilllegung der Strecke 1963 ausgemustert und verschrottet.

Geschichte

Nachdem die meterspurige Südharz-Eisenbahn schon 1925 mit den SHE 56 und 57 stärkere Lokomotiven als ihre bisherigen Mallet-Lokomotiven erhalten hatte und bei der Gelegenheit viel Ärger mit dem Hersteller Henschel hatte, wollte sie als weitere Lokomotive in dieser Leistungsklasse eine andere Lokomotivkonstruktion bei einem anderen Hersteller beschaffen. Das Problem der seitenverschiebbaren Achsen war bei E-gekuppelten Dampflokomotiven schon ab 1905 in der Normalspur gelöst, bei Schmalspurbahnen war durch den engeren Radabstand der Einlauf in engere Gleisbögen problematischer. Das führte zur Entwicklung des Luttermöller-Achsantriebes.

Die als SHE 61 vorgesehene Lokomotive wurde bei Orenstein & Koppel bestellt und mit einem derartigen Antrieb ausgerüstet. Sie wurde 1928 ausgeliefert. Nach ihrer erfolgreichen Erprobung wurden auch die SHE 56 und 57 auf dieses Antriebssystem umgebaut. Die drei Lokomotiven wickelten in der Folge fast den gesamten Verkehr der SHE ab. Alle Lokomotiven waren bis zum Ende des Betriebes im Einsatz und wurden dann ausgemustert und verschrottet.

Technische Daten

Die SHE 61 hat abgeschrägte Wasserkästen. Das Führerhaus wurde abgerundet und besaß einen Lüftungsaufsatz wie die Reichsbahn-Lokomotiven. Der Sandkasten war längsgestreckt unter einer großen Haube über der Treibachse platziert. Das fünfachsige Laufwerk ist mit zwei Luttermöller-Achsantrieben ausgestattet. Achse eins und zwei vorn und Achse vier und fünf hinten bilden jeweils einen Luttermöller-Antrieb. Die als Treibachse ausgebildete dritte Achse besaß keinen Spurkranz. Der Schalldämpfer der Riggenbach-Gegendruckbremse war bei der SHE 61 auf dem Kesselscheitel direkt hinter dem Schornstein angebracht.

Siehe auch

Literatur

  • Winfried Dörner: Die Südharz-Eisenbahn. Museumsgesellschaft e. V. Braunlage, Braunlage 2007, ISBN 978-3-89720-929-9, S. 169–175.

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