Robert Diouf
| Robert Diouf Mouhamed N’Diaye | |
|---|---|
| Nationalität: | |
| Geburtsdatum: | 3. Februar 1942 |
| Sterbedatum: | 29. August 2025 |
| Größe: | 1,90 m |
| Stil: | Freistil, Griechisch-römisch |
| Gewichtsklasse: | Superschwergewicht |
Robert Diouf, auch Mouhamed N’Diaye, (* 3. Februar 1942 in Fadiouth, Senegal; gest. 29. August 2025) war ein senegalesischer Ringer. Er gewann die Goldmedaille bei den Afrikameisterschaften 1969 und trat auch bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München und den Olympischen Spielen 1976 in Montreal an.
Leben
Diouf wurde am 3. Februar 1942 in Fadiouth, Senegal, geboren.[1][2] Er wuchs in Joal auf.[3] Als Angehöriger des Volkes der Serer begann er seine Ringkampfkarriere bei den Mbappat, traditionellen Turnieren, die nach der Ernte stattfanden.[4] Mit 15 Jahren nahm er an regionalen Turnieren teil und zeichnete sich dabei besonders aus.[2] Nach einem vierjährigen Studium der Mechanik in Dakar kehrte Diouf zum Ringen zurück.[2]
Karriere
Diouf galt als einer der größten Ringer seiner Generation im Senegal und wurde zu einer nationalen Ikone.[5][6] Er trug maßgeblich zur Popularisierung des professionellen senegalesischen Ringens bei und bestritt im Laufe seiner Karriere mehrere bedeutende Kämpfe, darunter gegen Mbaye Guèye („Der Tiger von Fass“), der laut Le Soleil den „Wendepunkt in der Geschichte des senegalesischen Ringens“ markierte, da der Sieger ein Preisgeld von einer Million CFA-Francs erhielt.[3][4] Er verlor zwar gegen Guèye, besiegte ihn aber 1970, im darauffolgenden Jahr, in einem Rückkampf.[4] Diouf war auch für seine Kämpfe gegen Mamadou Sakho bekannt, der als „Doppelter“ oder „Riese von Malifara“ bekannt war.[6][4] Obwohl er 20 Kilogramm (44 Pfund) weniger wog als Sakho, besiegte Diouf ihn im Freistilringen; Diouf gewann einige Jahre später auch den Rückkampf nach senegalesischen Wrestling-Regeln.[2] Er zeichnete sich durch seine „außergewöhnliche Technik“ aus und bestritt im Laufe seiner Karriere 137 Kämpfe mit einer Bilanz von 118 Siegen, sieben Niederlagen und zwölf Unentschieden.[5][6]
Diouf war Mitglied der senegalesischen Nationalmannschaft im Ringen.[5] Er nahm 1969 an den Afrikanischen Meisterschaften im Ringen teil und gewann die Goldmedaille im griechisch-römischen Stil bis 100 kg.[1] Zwei Jahre später gewann er Silber im Freistilringen bis 100 kg bei den Afrikanischen Meisterschaften.[1] Er wurde für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München nominiert und trug die senegalesische Flagge bei der Eröffnungsfeier; im Freistilringen (Schwergewicht) konnte er jedoch keine Medaille gewinnen.[1] Diouf kehrte 1976 in Montreal zu den Olympischen Spielen zurück und trat sowohl im Freistilringen (Schwergewicht) als auch im griechisch-römischen Stil (Schwergewicht) an, gewann aber auch hier keine Medaille.[1]
Nach dem Ende seiner aktiven Wettkampfkarriere arbeitete er als Selbstverteidigungs- und Judo-Trainer an der Nationalen Polizeiakademie.[2] Er trainierte mehrere nationale Meister.[3]
Persönliches
Diouf wurde in eine christliche Familie geboren, konvertierte aber 1977 zum Islam und nahm den Namen Mouhamed an.[4]
Diouf hatte mehrere Söhne, die als Ringer aktiv waren.[4] In seinen späteren Jahren lebte er in Joal und starb dort am 29. August 2025 im Alter von 83 Jahren.[2][4]
Weblinks
- Robert Diouf bei IMDb
- Robert Diouf in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Robert N’Diaye. In: Olympedia.org. (englisch).
- ↑ a b c d e f Robert Diouf, autre Icon du «Royaume d’Enfance». (deutsch: Robert Diouf, another Icon of the “Childhood Kingdom”). In: SenePlus.com. 20. August 2020 (französisch).
- ↑ a b c Nécrologie: Mouhamed NDiaye, dit Robert Diouf: La Fin d’une Légende. Radiodiffusion Télévision Sénégalaise, 29. August 2025 (französisch).
- ↑ a b c d e f g Diop, Cheikh Gora: Du premier million de l’arène à son triomphe sur Double Less: Robert Diouf, le sauveur du combat Yékini-Bombardier. (deutsch: From the first million in the arena to his triumph on Double Less: Robert Diouf, the savior of the Yékini-Bombardier fight). In: Le Soleil. 29. August 2025, abgerufen am 29. August 2025 (französisch).
- ↑ a b c Dembélé, Abdoulaye: Lutte: Décès de l’ancien champion Mouhamed Ndiaye dit Robert. (deutsch: Wrestling: Death of former champion Mouhamed Ndiaye, known as Robert). In: Le Soleil. 29. August 2025 (französisch).
- ↑ a b c Nar Dia, Abdou: Décès de Mouhamed Ndiaye «Robert»: l’ancien champion de lutte sénégalaise s’éteint à 83 ans. (deutsch: Death of Mouhamed Ndiaye "Robert": Former Senegalese wrestling champion dies at 83). In: Senego.com. 29. August 2025 (französisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Diouf, Robert |
| ALTERNATIVNAMEN | N’Diaye, Mouhamed |
| KURZBESCHREIBUNG | senegalesischer Ringer |
| GEBURTSDATUM | 3. Februar 1942 |
| GEBURTSORT | Fadiouth, Senegal |
| STERBEDATUM | 29. August 2025 |
| STERBEORT | Joal, Senegal |
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