Richard Lauffen

Richard Lauffen (* 2. Juni 1907 in Mönchengladbach; † 28. August 1990 in Marquartstein) war ein deutscher Schauspieler.

Leben

Nach der Hauptschule erhielt er in München Schauspielunterricht bei Otto Wernicke, Therese Giehse und Tony Stury-Wittels. 1927 gab Lauffen an den Münchner Kammerspielen sein Debüt als Kötznickel in Max Mells Nachfolge-Christi-Spiel unter Otto Falckenbergs Regie. Bis 1945 schlossen sich Döbeln (1929/30), Leipzig (1930/31), Plauen i. V. (1931/32), Oldenburg (1932/33–34/35), Mannheim (1935/36), Dortmund (1936/37–38/39), Volkstheater Hamburg-Altona (1939/40–42/43) und Schauspielhaus Hamburg (1943/44–44/45) als Bühnenstationen an.

Von 1945 bis 1948 gehörte er zum Ensemble des Hamburger Theaters „Die Auslese“. Es folgten Auftritte am Theater am Kurfürstendamm, an den Hamburger Kammerspielen, bei den Luisenburg-Festspielen, am Deutschen Schauspielhaus, am Schauspielhaus Zürich, am Theater Basel, an den Bühnen der Stadt Köln, am Staatstheater Hannover und bei verschiedenen Festspielen.

Lauffen war seit Kriegsende in mehreren Filmen zu sehen, zum Beispiel in Fritz Langs Zweiteiler Der Tiger von Eschnapur und Das indische Grabmal. In Loriots Ödipussi stellte er den Vater der Psychotherapeutin Margarethe Tietze (Evelyn Hamann) dar. Er wirkte auch in Fernsehserien (Timm Thaler) sowie bei zahlreichen Hörspielproduktionen (darunter „Geschlossene Gesellschaft“, „Meuterei auf der Bounty“, „20.000 Meilen unter dem Meer“, „Die Nacht der Todes-Ratte“, „Die drei ??? und der Super-Papagei“, „Die drei ??? und der unheimliche Drache“) mit.

Richard Lauffen war mit der Schauspielerin Elisabeth Wiedemann (1926–2015) verheiratet. Ihre gemeinsame Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof in Hittenkirchen.[1]

Filmografie

Hörspiele (Auswahl)

Literatur

  • Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 575.

Einzelnachweise

  1. Klaus Nerger: Das Grab von Richard Lauffen und Elisabeth Wiedemann. In: knerger.de. Abgerufen am 17. April 2023.

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