Rasputin wurde am 22. Dezember 2003 im Zoo Leipzig geboren und kam am 19. April 2005 in den Allwetterzoo Münster.[1] Seit 2007 lebte er mit dem Tigerweibchen Nely zusammen. Zu Nachwuchs kam es nie. Rasputin wog rund 170 Kilogramm.[2]
Große Aufmerksamkeit erregte ein Vorfall am 19. September 2013, als Rasputin einen 57-jährigen Tierpfleger auf der Außenanlage mit einem Genickbiss tötete.[3][4] Der Pfleger hatte vergessen, eine Sicherheitsschleuse zwischen Innen- und Außenanlage zu schließen. Laut Zoodirektor Jörg Adler traf den Tiger keine Schuld, da es sich um eine instinktive und natürliche Reaktion auf den „Eindringling“ gehandelt habe.[5] Der Vorfall löste eine allgemeine Diskussion zur Tigerhaltung in Zoos aus[6] und führte dazu, dass die Sicherheitstechnik des Tigergeheges nochmal überprüft und für rund 80.000 Euro aufgerüstet wurde.[7]
Am 24. Februar 2016 musste Rasputin wegen eines nicht operierbaren, bösartigen Tumors eingeschläfert werden.[8] Nach einer entsprechenden Anfrage[1] wurde sein Körper dem LWL-Museum für Naturkunde Münster überlassen und dort präpariert. Im Februar 2017 wurde das Präparat nach monatelanger Arbeit der Öffentlichkeit präsentiert.[2][9] Der Tiger wird im Rahmen von Sonderausstellungen als Exponat im Museum ausgestellt.[2]