Queen at Sea
| Film | |
| Titel | Queen at Sea |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 121[1] Minuten |
| Produktionsunternehmen |
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| Stab | |
| Regie | Lance Hammer |
| Drehbuch | Lance Hammer |
| Produktion |
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| Kamera | Adolpho Veloso |
| Schnitt | Lance Hammer |
| Besetzung | |
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Queen at Sea ist ein britisch-US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2026 von Regisseur und Drehbuchautor Lance Hammer mit Juliette Binoche, Tom Courtenay, Anna Calder-Marshall und Florence Hunt.
Handlung
Amandas Mutter Leslie leidet unter fortgeschrittener Demenz, sie verliert zunehmend die Fähigkeit, sich verständlich mitzuteilen. Martin, Leslies Ehemann und Amandas Stiefvater, und Amanda sind sich uneinig über die Frage, ob Leslie die Fähigkeit verloren hat, wichtige Entscheidungen in ihrem eigenen Interesse selbst zu fällen.
Und wenn dem so ist, wäre zu klären, wer stattdessen die Verantwortung übernehmen soll: Amanda, Martin oder eine Institution. Es entsteht ein Balanceakt zwischen der Wahrung von Leslies Autonomie einerseits und der Fürsorge und dem Schutz andererseits.[1][2]
Produktion
Der Film wurde von der britischen The Bureau und der US-amerikanischen Alluvial Film Company produziert, als Produzenten fungierten Tristan Goligher und Lance Hammer.[1][2] Den Weltvertrieb übernahm The Match Factory.[1] Die Dreharbeiten fanden ab April 2023 in London statt.[3][4]
Die Kamera führte Adolpho Veloso, die Montage verantwortete Lance Hammer. Für das Sound-Design zeichnete Kent Starling verantwortlich, für das Kostümbild Saffron Cullane, für das Maskenbild Nicole Stafford und für das Szenenbild Soraya Gilanni Viljoen.[1][2]
Für Filmemacher Lance Hammer war es der zweite Langspielfilm nach Ballast, der bei der Berlinale 2008 im Wettbewerb um den Goldenen Bären lief.[4]
Veröffentlichung
Premiere war am 17. Februar 2026 im Rahmen der 76. Berlinale, wo der Film in den Wettbewerb um den Goldenen Bären eingeladen wurde.[1]
Im Juni 2026 wurde der Film am Internationalen Filmfest Emden-Norderney vorgestellt.[5] Anfang September 2026 soll die Produktion am Fünf Seen Filmfestival gezeigt werden.[6]
Rezeption
Die internationalen Kritiken nach der Premiere fielen überwiegend positiv bis begeistert aus.[7][8][9][10][11][12] Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 95 Prozent positiv.[13]
The Guardian vergab die Bestwertung mit fünf von fünf Sternen und von sprach von einer „zutiefst bewegenden und tragischen“ Geschichte über Liebe, Fürsorge und Verantwortung. Der Hollywood Reporter bezeichnete den Film als „beeindruckend, aufwühlend und einzigartig unsentimental“.[14]
Film Comment bezeichnete den Film als "herausragenden Wettbewerbsbeitrag" der Berlinale. Die schauspielerischen Darstellungen seien „außergewöhnlich“ und träfen „einen sehr wunden Nerv“; der Film stelle „Empathie in den Vordergrund“.[15]
Andreas Kilb befand in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass sich in der Rolle der Amanda die Klasse von Juliette Binoche zeige. Lance Hammers Film finde für ein wichtiges Thema die richtigen Bilder, intim und distanziert zugleich, rücksichtsvoll und schockierend direkt.[16]
Jakob Bauer schrieb auf rbb24.de, dass es bedrückende Fragen und wichtige Denkanstöße seien, die diskutiert würden, aber leider alles furchtbar dröge inszeniert. Eigentlich sei dieser Film nach 30 Minuten auserzählt, alle Konflikte seien dann angesprochen und klar, dass es auf diese ethisch-moralischen Fragen keine definitiven Antworten gebe.[17]
Simon Eberhard vergab auf outnow.ch 4,5 von 6 Sternen. Die Produktion sei streckenweise großartig: rührend, ans Herz gehend, mit einem Schuss Humor und hervorragend gespielt. Trotz eines überflüssigen Subplots und eines unpassenden Endes bliebe das Drama sehenswert.[18]
Christoph Petersen bewertete den Streifen auf filmstarts.de mit 3,5 von 5 Sternen. Der Film überzeuge vor allem deshalb, weil er ehrlich und angemessen ambivalent davon erzähle, wie die Demenz Angehörige, Behörden und Einrichtungen trotz bester Absichten gnadenlos überfordern kann.[19]
Auszeichnungen und Nominierungen
Internationale Filmfestspiele Berlin 2026
- Nominierung für den Goldenen Bären (Lance Hammer)[1]
- Silberner Bär/Beste Schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle (Anna Calder-Marshall und Tom Courtenay)[20]
- Silberner Bär/Preis der Jury (Lance Hammer)[20]
Weblinks
- Queen at Sea bei IMDb
- Queen at Sea im Lexikon des internationalen Films
- Queen at Sea auf berlinale.de
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g Queen at Sea. In: berlinale.de. Abgerufen am 6. Februar 2026.
- ↑ a b c Queen at Sea. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. Februar 2026.
- ↑ QUEEN AT SEA in production. 18. April 2023, abgerufen am 6. Februar 2026 (englisch).
- ↑ a b Andreas Wiseman: Juliette Binoche, Tom Courtenay, Anna Calder-Marshall & Florence Hunt Lead Lance Hammer Comeback Movie ‘Queen At Sea’ For ‘Supernova’ Outfit The Bureau. In: deadline.com. 16. April 2023, abgerufen am 6. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Queen at Sea. In: filmfest-emden.de. Abgerufen am 12. Mai 2026.
- ↑ Queen at Sea. In: fsff.de. Abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Jonathan Romney: ‘Queen At Sea’ review: Juliette Binoche, Tom Courtenay and Anna Calder-Marshall stun in fearless dementia drama. Abgerufen am 25. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Queen at Sea review: a nuanced exploration of dementia. 2. März 2026, abgerufen am 25. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Siddhant Adlakha: ‘Queen at Sea’ Review: Juliette Binoche and Tom Courtenay Lead a Gentle, Shattering Drama About Dementia and Autonomy. In: Variety. 17. Februar 2026, abgerufen am 25. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Diego Semerene: 'Queen at Sea' Review: Lance Hammer's Wrenching Dementia Drama. In: Slant Magazine. 24. Februar 2026, abgerufen am 25. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Bilge Ebiri: Well, That Was Upsetting. 17. Februar 2026, abgerufen am 25. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Ryan Lattanzio: ‘Queen at Sea’ Review: Juliette Binoche Guides Director Lance Hammer Back to Screens with a Searing Film About Dementia and Consent. In: IndieWire. 17. Februar 2026, abgerufen am 25. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Queen at Sea | Rotten Tomatoes. Abgerufen am 25. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Leslie Felperin: ‘Queen at Sea’ Review: Juliette Binoche Headlines a Striking, Stirring and Singularly Unsentimental Dementia Drama. In: The Hollywood Reporter. 17. Februar 2026, abgerufen am 25. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Jonathan Romney: Berlinale 2026: Statements of Purpose. Abgerufen am 25. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Andreas Kilb: Die letzten Tage der Liebe. In: faz.net. 18. Februar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026.
- ↑ Jakob Bauer: Demenz und Sex - mutiges Thema, mattes Kino. In: rbb24.de. 18. Februar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026.
- ↑ Simon Eberhard: Filmkritik: Amour et faire l'amour. In: outnow.ch. 19. Februar 2026, abgerufen am 19. Februar 2026.
- ↑ Christoph Petersen: Queen At Sea. In: filmstarts.de. Abgerufen am 20. Februar 2026.
- ↑ a b 76. Berlinale: Goldener Bär für Politdrama „Gelbe Briefe“. In: ORF.at. 21. Februar 2026, abgerufen am 21. Februar 2026.
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