Paterdamm
Paterdamm ist ein historischer Wohnplatz auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Göttin im heutigen Brandenburg. Der Ort entwickelte sich aus einem Vorwerk und wurde im 20. Jahrhundert administrativ der Gemeinde Göttin zugeordnet.[1] Göttin wiederum ist seit 1993 Teil des Stadtkreises von Brandenburg an der Havel in Brandenburg.
Lage
Paterdamm liegt am äußersten östlichen Rand der Gemarkung von Göttin. Nördlich befindet sich das Stadtgebiet von Brandenburg an der Havel, östlich und südlich die Gemarkung der Gemeinde Kloster Lehnin. Die Bundesstraße 102 führt östlich in Nord-Süd-Richtung an Paterdamm vorbei. Die westlichen Flächen sind vorzugsweise bewaldet, die östlich gelegenen Flächen werden landwirtschaftlich genutzt und durch den Graben L 126 in den Rietzer See entwässert. Die Fläche liegt auf einer Höhe von rund 32 Metern.[2]
Geschichte und Etymologie
Der Ort erschien erstmals urkundlich als Flurname beim paterdam im Jahr 1656. Aus dem Jahr 1842 ist die Straßenbezeichnung Paterdamm überliefert; das Vorwerk Paterdam erscheint im Jahr 1873.
Der Ort entstand als Vorwerk und wurde 1871 erstmals als solcher erwähnt. Die Bebauung blieb klein: 1895 bestanden drei Wohnhäuser. Auch im 20. Jahrhundert blieb Paterdamm ein kleiner Wohnplatz ohne eigenständige kommunale Bedeutung und wurde statistisch gemeinsam mit Göttin geführt. Paterdamm gehörte zum Amtsgebiet Brandenburg und war dem Gut Göttin zugeordnet. 1928 wurde der Gutsbezirk Göttin aufgelöst und mit der Landgemeinde Göttin vereinigt. In der Folge war Paterdamm 1931 und 1957 als Wohnplatz von Göttin ausgewiesen. Paterdamm war bis 1968 in Göttin eingekircht. Seit 1968 gehörte der Wohnplatz zur Kirchengemeinde Schmerzke.
Bevölkerungsentwicklung
Für Paterdamm sind folgende Einwohnerzahlen überliefert: 1871: 19 Einwohner, 1885: 26 Einwohner, 1895: 13 Einwohner, 1905: 9 Einwohner und 1925: 12 Einwohner.
Literatur
- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 313)
Einzelnachweise
- ↑ Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 313)
- ↑ Paterdamm, Brandenburgviewer, abgerufen am 2. Mai 2026.
Koordinaten: 52° 22′ N, 12° 36′ O
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