Moscow – Berlin

Moscow – Berlin
Studioalbum von Gebhard Ullmann/Alexey Kruglov

Veröffent-
lichung

2017

Aufnahme

29. Dezember 2014

Label(s)

Fancy Music

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

15

Länge

55:30

Besetzung

Studio(s)

Berlinaudio-Studio, Berlin

Chronologie
Steve Swell, Gebhard Ullmann, Fred Lonberg-Holm, Michael Zerang: The Chicago Plan
(2016)

Alexey Kruglov: Baroque Art. Contemporary Harmony
(2017)

Moscow – Berlin Tatiana Komova / Almut Kühne / Alexey Kruglov / Gebhard Ullmann: Deuce Crossings
(2019)

Alexey Kruglov / Anna Chekasina: Metonymy
(2018)

Moscow – Berlin ist ein Musikalbum von Gebhard Ullmann und Alexey Kruglov. Die am 29. Dezember 2014 im Berlinaudio-Studio in Berlin entstandenen Aufnahmen erschienen 2017 auf dem russischen Label Fancy Music.

Hintergrund

Das Album mit dem selbsterklärenden Titel „Moscow – Berlin“ enthält 15 Stücke des Duos von Alexey Kruglov, der Altsaxophon, präpariertes Altsaxophon, Altsaxophon-Mundstück, Bassklarinette und Blockflöte spielt, mit Gebhard Ullmann, der Tenorsaxophon, präpariertes Tenorsaxophon, Tenorsaxophon-Mundstück und Elektronik einsetzt; die Aufnahmen entstanden, nachdem die beiden Musiker zuvor bereits auf einer Tournee gemeinsam aufgetreten waren. Im selben Jahr erschien auch das Album The Clarinet Trio plus Alexey Kruglov: Live in Moscow.

Titelliste

  • Gebhard Ullmann & Alexey Kruglov – Moscow - Berlin (Fancy Music FANCY098)[1]
  1. Moscow – Berlin Express (Part 1) 3:20
  2. Sounds Glow 5:16
  3. Poet (Kruglov) 3:41
  4. Go East (im Sommer) 2:28
  5. Moscow – Berlin Express (Part 2) 3:41
  6. Gulf of Berlin (Ullmann) 2:36
  7. Echoes of G.o.B. 2:45
  8. Conversation (Kruglov) 3:25
  9. Yeah Clarinet! 4:02
  10. Five/5 (Ullmann) 7:26
  11. Go East (im Frühling) 2:57
  12. Für Johann S. 2:02
  13. Doors from the 1900’s 3:02
  14. Determination 5:32
  15. Seal of Time (Kruglov) 3:17

Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Gebhard Ullmann und Alexey Kruglov.

Rezeption

Das eindringliche Programm von Ullmann und Kruglov biete mehr Raum, um eine Vielzahl von Stimmungen zum Ausdruck zu bringen, meinte Ken Waxman (JazzWord) in einer Doppelbesprechung. Während Perelman/Steins selbsternannte „Spiritual Prayers“ von einer fast schon unterwürfigen Ernsthaftigkeit getragen werde, biete das eindringliche Programm von Ullmann und Kruglov mehr Raum, um eine Vielzahl von Stimmungen zum Ausdruck zu bringen. Während Perelman/Steins selbsternannte „Spiritual Prayers“ von einer fast schon unterwürfigen Ernsthaftigkeit getragen würden, bewegten sich die deutsch-russischen Duette von zungenbrecherischen Dissonanzen hin zu ausgelassenen Anklängen an osteuropäische Tänze oder Marschrhythmen. „Gulf of Berlin“ beispielsweise biete eine Abwechslung in der Mitte eines Programms aus ausgedehnten multiphonischen Klangexperimenten – ein lebhafter und fröhlicher Titel, bei dem beide Altsaxophonisten die Tonwechsel springen ließen, bis sie einen verschmolzenen klanglichen Höhepunkt erreichten.[2]

Dennoch gebe es auch genügend Ausflüge in dissonantes Terrain mit unregelmäßigen Schwingungen, Spektralschwankungen (engl. spectofluctuations), Fingervibrato und Partialtönen, um die Ausrichtung der beiden Musiker auf das 21. Jahrhundert zu bestätigen, so Waxman weiter. Neben Stücken, die auf tiefen Echos aus den Tiefen der Bassklarinette und schrillen Blockflötenlauten basierten, seien die Klangfarben, die in „Echoes of G.o.B.“ aufblitzten, offensichtlich allein durch das Blasen in das Mundstück erzeugt. Geschickte Kreativität und Zusammenarbeit zeichneten die besten Duette jeder Art aus – selbst bei verwandten Instrumenten. Moscow – Berlin zeige, dass die Musiker in die Riege der ganz Großen gehören.[2]

Eine solche organische Verschmelzung von komponierter Musik und freier Improvisation berge zwar Herausforderungen, doch das Duo aus dem erfahrenen deutschen Experimental-Holzbläser und seinem russischen Mentor meistere diese mit Bravour, meinte Selwyn Harris in Jazzwise.[3]

Einzelnachweise

  1. Gebhard Ullmann & Alexey Kruglov – Moscow - Berlin. In: Discogs. Abgerufen am 16. April 2026 (englisch).
  2. a b Ken Waxman: Gebhard Ullmann / Alexey Kruglov. In: JazzWord. 22. Dezember 2018, abgerufen am 24. April 2026 (englisch).
  3. Selwyn Harris: Gebhard Ullmann & Alexey Kruglov: Moscow-Berlin. In: Jazzwise. 1. März 2018, abgerufen am 24. April 2026 (englisch).

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