Die Schriftenfamilie Maxima wurde von dem deutschen Schriftgestalter Gert Wunderlich entworfen und gilt neben der Super Grotesk als die am häufigsten verwendete Schrift in der DDR. Die Schriftart fand in den ehemaligen sozialistischen Ländern des Ostblocks eine rege Verwendung.
Die Maxima entstand in den 1960er Jahren als serifenlose Grotesk für den VEB Typoart. In der DDR wollte man in der Druckindustrie nicht von westlichen Herstellern abhängig sein. So wurden die staatlichen Betriebe dazu aufgerufen, eigene Drucktechnologien zu erstellen. Die Maxima wurde als sozialistische Alternative zu den Schriftarten Univers und Helvetica geschaffen.[1]
Der Erfolg der Maxima führte dazu, dass die Maxima die am größten ausgebaute Schriftsippe des VEB Typoart wurde.[2] Die Maxima genießt unter Typografen einen guten Ruf und ist auch für Kyrillisch und Griechisch ausgebaut. Für Telefonbücher und Gebrauchsanweisungen schuf Karl-Heinz Lange in der Folgezeit die Minima.
Auszeichnungen
1971: 1. Preis im Satzschriftwettbewerb der RGW-Staaten für den Entwurf der Schrift „Maxima“
Klassifikation der Schrift
Nach DIN 16518 kategorisiert man die Maxima in der Gruppe VIa (serifenlose Linearantiqua mit klassizistischem Charakter).
Hans Peter Willberg würde sie in seiner Klassifikationsmatrix als statische Grotesk einordnen.
Varianten der Maxima
Elektronische Schriftherstellung durch Typoart Dresden:
Maxima, mager. 1963/1964. Bleisatz, 6-48 pt. 1969. Fotosatz 1981.
Maxima, mager kursiv. 1963/1964. Bleisatz, 6-48 pt. 1966. Fotosatz, 1987.
Maxima, halbfett. 1963/1964. Bleisatz, 6-48 pt. 1966. Fotosatz 1981.
Maxima, zart. Lateinisches Figurenverzeichnis für alle Versionen dieser Schriftfamilie (Majuskeln, Minuskeln, Ligaturen, Punkturen, Majuskel- und Minuskelziffern, Bruchziffern, Zeichen) 1979/1981.