Luckycloud

luckycloud ist ein deutscher Filehosting-Dienst der Berliner luckycloud GmbH. Der Dienst ermöglicht Dateiablage, Synchronisation, Freigaben und Versionierung über eine Weboberfläche sowie über Anwendungen für Desktop- und Mobilgeräte. In Medien- und Fachbeiträgen wurde luckycloud unter anderem im Kontext deutscher Cloudspeicher, Datenschutz und digitaler Souveränität behandelt.[1][2]

Geschichte

Laut Unternehmensangaben wurde luckycloud 2015 von Luc Mader gegründet. Die Entwicklung ging aus einer Datenaustauschplattform für Studierende an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin hervor. Ziel war es, eine datenschutzfreundliche Lösung zu entwickeln, die den Anforderungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entspricht.[1][3][4]

North Data nennt für die Gesellschaft zunächst die Rechtsform einer UG und für 2016 die Umfirmierung zur GmbH.[5] Seit 2020 wurde der Dienst unter anderem im Handelsblatt sowie in mehreren Fachmedien behandelt.[1][2][6]

Dienst

luckycloud bietet Funktionen für Dateiablage, Synchronisation, Freigaben, Versionierung und Online-Zusammenarbeit. Der Zugriff erfolgt über eine Weboberfläche sowie über Anwendungen für Windows, macOS, Linux, Android und iOS.[7][8]

In Fachbeiträgen werden Sicherheitsfunktionen wie clientseitige Verschlüsselung, Versionierung und die Speicherung in deutschen Rechenzentren beschrieben.[2][6] Das Magazin t3n führte luckycloud in einer Übersicht zu Alternativen zu iCloud und Dropbox.[9] SpeicherGuide behandelte luckycloud 2025 in einem Beitrag zu Cloud-Speichern aus Deutschland und beschrieb dabei unter anderem den Dateisynchronisations-Stack, den Sync-Client und die Nutzung von OnlyOffice für die Online-Dokumentenbearbeitung.[7]

Forschung und Entwicklung

Seit 2025 ist die luckycloud GmbH Partner im Forschungsprojekt DREAM („Dezentrale Datenräume für mehr Sicherheit und Souveränität bei der Cloud-Nutzung“) beteiligt.[10] Das Projekt wird im Rahmen der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Informations- und Kommunikationstechnologie“ durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und läuft von November 2025 bis Oktober 2028.[7] Verbundkoordinator ist die HK Business Solutions GmbH; weitere Projektpartner sind die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Technische Hochschule Köln sowie die luckycloud GmbH.[11][12]

Nach Angaben der Justus-Liebig-Universität Gießen befasst sich DREAM mit der Entwicklung dezentraler Datenräume für eine sichere und souveräne Nutzung von Cloud-Technologien.[13] Dabei sollen unter anderem Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern verringert sowie Fragen der Cybersicherheit, des Datenschutzes und der digitalen Souveränität adressiert werden.[14]

Rezeption

Das Handelsblatt porträtierte luckycloud 2020 als deutsche Alternative zu internationalen Cloud-Speicher-Diensten.[1] ComputerWeekly behandelte luckycloud 2025 in einem Beitrag über deutsche Cloud-Optionen.[2] Chip.de führt den Dienst in Vergleichsübersichten zu Cloud-Speichern.[15] In einem Beitrag der WDR-Sendung „Servicezeit“ zu Cloud-Alternativen aus Europa wurde luckycloud neben anderen Anbietern berücksichtigt und in den Kategorien Sicherheit und Datenschutz bewertet.[16]

Weitere Fachmedien behandelten luckycloud im Zusammenhang mit Cloud-Speichern aus Deutschland, hybriden Cloud-Architekturen und datenschutzorientierten Cloud-Diensten.[7] Über Anwendungen des Dienstes berichteten außerdem Fachmedien wie Kommune21 und Bankmagazin in Beiträgen zu Cloud-Nutzung in Kommunen und Banken.[17][18]

Einzelnachweise

  1. a b c d Anis Mičijević: Luckycloud: Dieser Gründer bietet eine sichere Alternative zu Dropbox und Co. an. In: handelsblatt.com. 6. Oktober 2020, abgerufen am 15. Juni 2026.
  2. a b c d Thomas Joos: Luckycloud und SecureCloud: Zwei deutsche Cloud-Optionen. In: Computer Weekly. 3. April 2025, abgerufen am 15. Juni 2026.
  3. Sabine Narloch: Luckycloud im Interview "Iberico-Fleisch oder Mastschwein-Produkt? In: Connect Professional. 13. Juni 2019, abgerufen am 15. Juni 2026.
  4. Lea Sommerhäuser: Start-ups vs. Datenkraken. In: IT-Zoom. MEDIENHAUS Verlag GmbH, 30. Januar 2019, abgerufen am 15. Juni 2026.
  5. Luckycloud GmbH, Berlin. In: North Data. Abgerufen am 15. Juni 2026.
  6. a b Thomas Joos, Elke Witmer-Goßner: Sichere Cloud-Speicher aus Deutschland, Teil 1. In: Storage Insider. Vogel Communications Group, 12. August 2021, abgerufen am 15. Juni 2026.
  7. a b c d Karl Fröhlich, Uli Neiss: Luckycloud: Souveräne Cloud-Plattform für sicheren Datenspeicher. In: speicherguide.de. Karl Fröhlich, speicherguide.de, 2. Juli 2025, abgerufen am 15. Juni 2026.
  8. Anna Kobylinska, Filipe Martins: Aufgehende Sterne der deutschen Cloud-Szene. In: CloudComputing Insider. Vogel Communications Group, 8. Juli 2025, abgerufen am 16. Juni 2026.
  9. Kim Rixecker: Cloud-Speicher: Alternativen zu iCloud und Dropbox. In: t3n. yeebase media GmbH, 27. Juli 2021, abgerufen am 16. Juni 2026.
  10. DREAM - Dezentrale Datenräume für mehr Sicherheit und Souveränität bei der Cloud-Nutzung. In: TH Köln. Abgerufen am 15. April 2026.
  11. Elke Witmer-Goßner: TH Köln „träumt“ von Dezentralisierung in der Cloud. In: CloudComputing-Insider. 24. Februar 2026, abgerufen am 15. April 2026.
  12. DREAM. In: Forschung IT-Sicherheit in Kommunikationssystemen. Abgerufen am 15. April 2026.
  13. Dezentrale Cloud-Lösungen für den Mittelstand. In: Justus-Liebig-Universität Gießen. 8. Dezember 2025, abgerufen am 15. April 2026.
  14. Luigi Lo Iacono, Thomas Neteler, Luc Mader: Umdenken bei deutschen Unternehmen – Souveränität in der Cloud: von Abhängigkeit zu Eigenverantwortung. In: sigs.de. heise conferences gmbh, 10. Juni 2026, abgerufen am 16. Juni 2026.
  15. Miriam Jacobi: Cloudspeicher im Vergleich: Die besten Dienste für Ihre Daten in der Cloud. In: chip.de. BurdaForward GmbH, 28. März 2025, abgerufen am 15. Juni 2026.
  16. WDR Servicezeit: Digitech – Cloud-Alternativen aus Europa. In: Westdeutscher Rundfunk Köln. Westdeutscher Rundfunk Köln, 31. März 2026, abgerufen am 16. Juni 2026.
  17. Luc Mader: Kreis Görlitz: Hoheit über Daten. In: Kommune21.de. K21 media GmbH, 24. März 2021, abgerufen am 16. Juni 2026.
  18. Stefanie Burgmaier: Ein durchgängiges Nutzererlebnis schaffen. In: Bankmagazin. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, 14.02.2024.

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