Lavinia Heisenberg
Lavinia Heisenberg (* 22. September 1983) ist eine deutsche Physikerin. Am bekanntesten ist sie für ihre Arbeiten zu geometrischen Alternativformulierungen der Allgemeinen Relativitätstheorie (Coincident General Relativity) sowie zu Verallgemeinerungen der Proca-Wirkung für massive Vektorfelder (Generalized Proca).
Leben und Forschung
Heisenberg forscht vor allem im Bereich der mathematischen und theoretischen Physik, Differentialgeometrie, Gravitation, Quantenfeldtheorie und Kosmologie. Heisenberg studierte und forschte in Heidelberg, Stockholm, Marseille, Valencia, Lissabon, Pisa, Paris, Kapstadt, Tokio, Waterloo, Cleveland und Zürich. 2018 wurde Lavinia Heisenberg für ihre bahnbrechenden Beiträge zur Entwicklung von Gravitationstheorien mit dem Gustav-Hertz-Preis ausgezeichnet. "Mit ihren Arbeiten insbesondere zu einer verallgemeinerten, Proca-ähnlichen Lagrangedichte für Vektorfelder auf gekrümmten Raumzeiten und zu deren kosmologischer Relevanz hat sie eine neue Richtung für die Gravitationsforschung eröffnet."[1] 2020 erhielt sie den prestigeträchtigen Latsis-Preis der ETH Zürich. "Herausragende Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik, insbesondere ihre systematischen Untersuchungen möglicher Verallgemeinerungen der Allgemeinen Relativitätstheorie durch die Einbeziehung von Vektor- und Tensorfeldern in die Geometrie."[2]
Heisenberg wuchs in verschiedenen Ländern auf und spricht acht Sprachen, sechs davon fließend.[3] Über ihre Arbeit sagt Heisenberg: "Letztendlich wollen wir die Gesetze der Natur verstehen. Wie haben sich die Strukturen des Universums gebildet? Woher kommen wir? Wenn man so will, ist das letztendlich das Ziel: Besser verstehen, wie die Natur funktioniert."[4]
In einem Interview mit swissinfo.ch sagte sie, dass sie nicht wisse, ob sie mit Werner Heisenberg verwandt sei. Es sei ihr aber auch egal, ob dies der Fall sei oder nicht.[5]
Weblinks
- Lavinia Heisenberg im Mathematics Genealogy Project (englisch)
- Autoren-Profil in der Datenbank zbMATH
- Lavinia Heisenberg: Building sensible roads for gravity. Einführungsvorlesung. Videoportal der ETH Zürich, 6. November 2019.
Einzelnachweise
- ↑ Preisträgerinnen und Preisträger. Abgerufen am 26. November 2020.
- ↑ Ecole Polytechnique de Zurich – Fondation Latsis Internationale. Abgerufen am 22. Januar 2026 (französisch).
- ↑ Wissenschaft: «Man liess mich spüren, dass Physik nichts für Frauen sei». Abgerufen am 26. November 2020.
- ↑ Die Schwerkraft der Träume. Abgerufen am 20. November 2020.
- ↑ Die Schwerkraft-Forscherin, die von der Schwerelosigkeit träumt abgerufen am 2. Mai 2021
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heisenberg, Lavinia |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Physikerin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 22. September 1983 |
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