Laublisbach

Laubisbach
Laublisbach
Wasserfall am Laubisbach

Wasserfall am Laubisbach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 214412, AT: 81116251
Lage Allgäuer Alpen

Deutschland Deutschland

Osterreich Österreich

Flusssystem Rhein
Abfluss über Laubisbach → Subersach → Bregenzer Ach → Rhein → Nordsee
Quelle im Grenzbereich der Hochrubachalpe und der Karstlandschaft Gottesacker, 2,3 km nördlich des Hohen Ifen
47° 22′ 30″ N, 10° 5′ 32″ O
Quellhöhe 1601 m ü. A.
Mündung zwischen dem Vorsäß Schönenbach und der IferwiesalpeKoordinaten: 47° 22′ 44″ N, 10° 2′ 27″ O
47° 22′ 44″ N, 10° 2′ 27″ O
Mündungshöhe 1005 m ü. A.
Höhenunterschied 596 m
Sohlgefälle 13 %
Länge 4,7 km
Einzugsgebiet 8,2 km²[1]
Laublisbach (Allgäuer Alpen)
Laublisbach (Allgäuer Alpen)
Quelle
Mündung
Allgäuer Alpen
Quelle und Mündung des Laublisbachs
Quellgebiet, oberes Leutal
Laublisbach in der Gemeinde Egg
Mit Drahtseil gesicherte Überquerung des Laubisbaches
Vorsäß Schönenbach, hinten links der Taleingang ins Leutal, rechts davon der Sevischrofen

Der Laubisbach oder Laublisbach ist ein 4,68 km langer Bach im österreichischen Bundesland Vorarlberg, die Quelle liegt rund 80 m von der Staatsgrenze entfernt auf deutschem Boden, im Gemeindegebiet von Oberstdorf. Der Laubisbach ist nach der Rubach und dem Schönenbach der drittlängste Zufluss zur Subersach.[2]

Geographie

Lage

Der Laubisbach liegt in den Nordwestlichen Walsertaler Bergen, einer Gruppe der Allgäuer Alpen. Das Quellgebiet gehört zu Oberstdorf und kann somit zum Allgäu gerechnet werden. Der Großteil des Baches liegt im Bregenzerwald, allerdings weit abgelegen von allen Siedlungen. Von der Staatsgrenze bis Gewässerkilometer 2,5 liegt der Bach im Gemeindegebiet von Sibratsgfäll, danach bis zur Mündung im Gebiet der Marktgemeinde Egg.[3]

Verlauf

Die Quelle liegt im Gebiet der Hochrubachalpe am Rande der Karstlandschaft Gottesacker. Im oberen Bereich durchfließt der Bach die Hochrubachalpe, danach bildet er eine steile wilde Waldschlucht mit mehreren kleinen und einem großen Wasserfall, das letzte Stück durchfließt er wieder sanfter die Ifenwiesalpe und mündet beim Vorsäß Schönenbach in die Subersach.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet ist 8,2 km2 groß, davon sind 2,51 km2 auf deutschem Gebiet.[1] Nach deutschen Angaben ist der Einzugsgebiet 8,41 km2 groß, davon 2,43 km2 auf deutschem Gebiet.[4] Die Differenzen liegen daran, dass eine scharfe Umgrenzung hier nicht möglich ist. In der Karstlandschaft fließt sehr viel Wasser unterirdisch ab. Das Tal wird Leutal[5] oder Löwental[6] genannt, ein Seitental des Subersachtals. Eine Besonderheit ist die Schneckenlochhöhle beim Sevischrofen, etwa 150 m südlich des Laubisbach-Wasserfalls bei Gewässerkilometer 2,5.

Zuflüsse

Im Vorarlberg Atlas ist nur ein Zufluss namentlich verzeichnet, der Güntlegraben, von links, 2 km lang.

Naturschutz

Ab Gewässerkilometer 1,7 aufwärts ist das gesamte Gebiet Teil eines wertvollen Großbiotops namens Krähenberg-Sevischrofen und steht gleich mehrfach unter Schutz:

  • Sperrgebiet Ifer Ruhberg, Betretungsverbot vom 1. November bis zum 30. April, von der Mündung bis Gewässerkilometer 1,7
  • Wildruhezone Schneckenlochwald, vom 1. September bis zum Ende der Fütterung, nordseitig von Gewässerkilometer1,7 bis 2,5
  • Wildruhezone Rubach, ganzjährig, oberhalb von Gewässerkilometer 2,5[7]
  • Europaschutzgebiet Ifen oberhalb von Gewässerkilometer 1,7 südseitig, ab Gewässerkilometer 2,5 beidseitig
  • Naturpark Nagelfluhkette oberhalb von Gewässerkilometer 2,5[8]
  • deutsche Naturschutzgebiet Hoher Ifen im Quellgebiet, NSG-00081.01[9]
  • Europäische Vogelschutzgebiet Hoher Ifen und Piesenkopf, ebenfalls im deutschen Quellgebiet
  • Weißzone Halden-Ifen-Hochrubach nach dem Vorarlberger Inventar Weißzone, oberhalb von Gewässerkilometer 2,5[10]

Straßen und Wege

Ein Güterweg von Sibratsgfäll zur Iferwiesalpe quert den Bach bei Gewässerkilometer 1,7. Von der Iferwiesalpe führt der Güterweg weiter zum Vorsäß Schönenbach oder zu anderen Almen im hinteren Subersachtal. Ansonsten gibt es keine befahrbaren Wege in Bereich des Laubisbaches.[11] Ein Wanderweg im unteren Bereich geht von Schönenbach zur Schneckenlochhöhle. Ein weiterer Wanderweg geht über den obersten Talabschnitt von der Rubach Alpe zum Gottesacker. Der mittlere Teil in der Schlucht ist sehr schwieriges Gelände, kein offizieller Wanderweg (siehe Bilder).[12]

Commons: Laublisbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Flächenverzeichnis der österreichischen Flussgebiete Rheingebiet. In: Beiträge zur Hydrographie Österreichs, Heft 64. Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus; Österreich, abgerufen am 14. August 2026.
  2. Gewässer. Abgerufen am 14. August 2026.
  3. Verwaltungsgrenzen. Abgerufen am 14. August 2026.
  4. Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 14. August 2026.
  5. BayernAtlas. Abgerufen am 14. August 2026.
  6. Wegweiser 81.35 Alpe Hinterrubach. Land Vorarlberg, abgerufen am 14. August 2026.
  7. Wild mit Wildruhezonen. Abgerufen am 14. August 2026.
  8. Schutzgebiete. Abgerufen am 14. August 2026.
  9. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg, Germany: UmweltAtlas Bayern. Abgerufen am 14. August 2026.
  10. Inventar Weißzone. Abgerufen am 14. August 2026.
  11. Landesstraßen mit Gesamtverkehrsnetz. Abgerufen am 14. August 2026.
  12. Wandern. Abgerufen am 14. August 2026.

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