John Lavik

John Lavik (1913)

Johannes Rasmus Lavik, später amerikanisiert John Rasmus Lavik, (* 31. Januar 1881 in Zumbrota, Minnesota; † 7. März 1969) war ein US-amerikanischer lutherischer Geistlicher, Theologe und Hochschullehrer. Von 1917 bis 1923 und erneut von 1936 bis 1938 stand er dem Kanada-Distrikt der Norwegischen Lutherischen Kirche von Amerika vor. Er lehrte später als Professor am Luther Seminary in Saskatoon, das er auch als Hochschulpräsident leitete.

Biographie

Lavik wurde als Sohn eines aus Norwegen eingewanderten Pfarrers in Zumbrota im US-Bundesstaat Minnesota geboren. Er studierte ab 1898 am St. Olaf College in Northfield, wo er 1903 den Abschluss als Bachelor of Arts erlangte. Anschließend nahm er ein Theologiestudium am United Church Seminary in Saint Paul auf und legte 1906 erfolgreich das Theologische Examen ab. Im selben Jahr wurde er durch die Vereinigte Norwegische Lutherische Kirche in Amerika zum Pfarramt ordiniert und trat seine erste Pfarrstelle in Vermillion an. Zugleich nahm er einen Lehrauftrag an der Universität von Süddakota wahr, an der er 1910 auch den Master of Arts erwarb. Nach seinem Abschluss wechselte er nach Claresholm in der kanadischen Provinz Alberta, folgte jedoch bereits nach einem Jahr dem Ruf an die Moland Lutheran Church im nahen Camrose. Dort wurde er 1913 auch zum Schulleiter des Camrose Lutheran College, einer kirchlichen Sekundarschule, ernannt.[1]

Nachdem die Vereinigte Norwegische Kirche 1917 in der Norwegischen Lutherischen Kirche von Amerika aufging, konstituierte sich am Rande von deren Gründungsversammlung auch deren Kanada-Distrikt mit Zuständigkeit für die Gemeinden in den kanadischen Prärieprovinzen. Dieser Distrikt wählte Lavik am 12. Juni 1917 zu seinem ersten Präsidenten. Unter seiner Führung wurde der Distrikt als Religionsgemeinschaft in Kanada inkorporiert, ein Wohlfahrtsausschuss wurde gegründet und eine Verlagsbuchhandlung eröffnet.[2] 1923 folgte ihm J. J. Akre im Amt nach und Lavik nahm den Ruf auf eine Pfarrstelle in Perry, Wisconsin, an. Drei Jahre später wechselte er nach Longmont in Colorado und 1931 nach Bricelyn in Minnesota.[3] Nachdem Akre jedoch 1935 in den Ruhestand getreten war und im Kanada-Distrikt niemand eine Mehrheit hinter sich versammeln konnte, bat man Lavik, erneut zum Distriktspräsidenten zu werden. Lavik übernahm 1936 dieses Amt jedoch nur kommissarisch bis 1937 und stellte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht der Wahl. Nächster Distriktspräsident wurde Iver Iversen aus Minnesota.

Nachdem der Kanada-Distrikt mit dem Luther Seminary in Saskatoon 1939 ein eigenes Theologisches Seminar gründete, folgte Lavik dem Ruf, dort als Professor für Theologie zu lehren und erster Präsident der Hochschule zu werden. 1953 trat Lavik in den Ruhestand und Olaf Storaasli wurde sein Nachfolger an der Spitze des Seminars.[2] Von 1948 bis 1960 gehörte er noch dem Unionskomitee an, das die Gründung der Amerikanischen Lutherischen Kirche vorbereitete.[3]

Lavik heiratete 1906 Sophie B. Bergh, mit der er drei Kinder hatte. Er verstarb am 7. März 1969 und wurde auf dem Lakewood Cemetery in Minneapolis begraben.

Schriften

Lavik veröffentlichte mehrere theologische Sachbücher.

  • John R. Lavik: The Christian Church in a Secularized World. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1952 (englisch, archive.org).
  • John R. Lavik: The Saving Word. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1955 (englisch).
  • John R. Lavik: The Way, the Truth and the Life. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1957 (englisch, archive.org).
  • John R. Lavik: The Bible is the Word of God. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1959 (englisch).
  • John R. Lavik: Baptism and Faith. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1960 (englisch).

Einzelnachweise

  1. Rasmus Malmin / Olaf Morgan Norlie / Oscar Adolf Tingelstad: Who's Who among pastors in all the Norwegian Lutheran synods of America, 1843–1927. Augsburg Publishing House, Minneapolis, S. 336 (englisch, archive.org).
  2. a b George Evenson: Adventuring for Christ. The Story of the Evangelical Lutheran Church of Canada. Foothills Lutheran Press, Calgary, Alta. 1974, S. 88, 118, 130, 133 f., 163 (englisch, archive.org).
  3. a b John M. Jensen (Hrsg.): A Biographical directory of pastors of The American Lutheran Church. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1962, S. 57 (englisch, archive.org).
VorgängerAmtNachfolger



J. J. Akre
Präsident des
Kanada-Distrikts (NLCA)

1917–1923
1936–1937


J. J. Akre
Iver Iversen
Präsident des
Luther Seminary Saskatoon
Olaf Storaasli

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.