Herbert Malecha
Herbert Malecha (* 27. August 1927 in Ratibor, Oberschlesien; † 8. April 2011 in Schwäbisch Hall)[1] war ein deutscher Gymnasialprofessor und Schriftsteller. Er ist bekannt durch seine im Dezember 1954 erschienene Kurzgeschichte Die Probe, die als eine klassische Kurzgeschichte gilt.
Leben
Herbert Malecha wurde im oberschlesischen Ratibor geboren. Sein Vater, ein Polizeibeamter, wurde nach Berlin versetzt, wo Malecha zunächst in die Schule ging. Die Familie kehrte noch vor 1939 nach Ratibor zurück und Herbert Malecha wurde 1943 als 15-jähriger Luftwaffenhelfer. Im Oktober 1944 kam er in den Reichsarbeitsdienst und wurde noch im selben Jahr Wehrmachtssoldat an der Ostfront.
Nach dem Krieg führte Malecha ein unstetes Leben, arbeitete zeitweise als Land-, Bau- und Fabrikarbeiter, als Bibliothekar, Handelsvertreter und in anderen Berufen. Sesshaft wurde er in Württemberg, wo er 1947 das Abitur ablegte. Im Anschluss absolvierte Malecha bis 1953 ein Studium an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Nach seinem Referendariat wurde er 1955 Studienassessor in Schwäbisch Hall.
Seine bekannten Kurzgeschichten sind: Die Probe, die Ende 1954 erschien, sowie Prohaske und das große Leben,[2] die er im März 1956 publizierte. Im Jahr 1962 erschien sein Buch Moderne Lyrik – eine Anthologie für den Schulgebrauch und er wurde zum Gymnasialprofessor ernannt. Während seiner pädagogischen Tätigkeit war er zudem als Gutachter für Lehrbücher und als Berater für den Ernst Klett Verlag tätig, musste sich wegen Krankheit jedoch vorzeitig pensionieren lassen.[3]
In seiner Freizeit war Malecha jahrzehntelang stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Freilichtspiele Schwäbisch Hall.
Herbert Malecha verstarb in Schwäbisch Hall und wurde auf dem Waldfriedhof neben seiner Frau am 14. April 2011 beigesetzt.
Schriften
- Die Probe. 1954.
- Prohaske und das große Leben. 1956.
- Moderne Lyrik – eine Anthologie für den Schulgebrauch. 1962. 4. Auflage: Diesterweg Verlag, Frankfurt 1971, ISBN 978-3-425-06302-7.
Weblinks
- Literatur von und über Herbert Malecha im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Biografische Skizze ( vom 27. September 2013 im Internet Archive)
Einzelnachweise
- ↑ Hartmut Dresia: Herbert Malecha, eine berühmte Geschichte, ein unbekannter Mensch. In: baytor.de. 3. Dezember 2007, archiviert vom am 27. September 2013; abgerufen am 3. Dezember 2007.
- ↑ Prohaske und das große Leben. In: Die Zeit, Nr. 10/1956; Erzählung von Herbert Malecha
- ↑ hall-one.de, abgerufen am 3. Mai 2011
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Malecha, Herbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller und Gymnasialprofessor |
| GEBURTSDATUM | 27. August 1927 |
| GEBURTSORT | Ratibor, Oberschlesien |
| STERBEDATUM | 8. April 2011 |
| STERBEORT | Schwäbisch Hall |
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.