Entertain TV
Entertain TV (von Oktober 2006 bis Mai 2016 T-Home Entertain[1][2]) war der Produktname für Triple-Play-Bündelangebote der Telekom Deutschland, bestehend aus DSL-Anschluss mit hohen Datenübertragungsraten, Festnetzanschluss und IPTV sowie ab November 2008 Internetradio aus dem Angebot von Phonostar.[3] Optional waren IPTV und Video-on-Demand über eine kommerzielle Plattform von Microsoft erhältlich, für die eine spezielle Set-Top-Box nötig war. Im Oktober 2018 wurde Entertain TV durch MagentaTV abgelöst.
Angebote von Telekom Deutschland
Von der Telekom wurden über das (V)DSL-Netz der Telekom Deutschland und dessen FTTH-Erweiterung zwei IPTV-Komplettanschlusspakete (EntertainTV sowie EntertainTV Plus ) mit jeweils drei unterschiedlichen Datenraten angeboten. Dabei basierten die drei Datenraten auf (V)DSL-Technik (VDSL2 mit 50 Mbit/s und VDSL2 mit 100 Mbit/s ADSL2+ mit 16 Mbit/s) und drei auf FTTH-Technik (Fiber 50 TV mit 50Mbit/s, Fiber 100 TV mit 100 Mbit/s und Fiber 200 TV mit 200 Mbit/s). Eine Ausnahme stellte Entertain Sat dar, da dies über Satellit statt über (V)DSL-/FTTH-Technik angeboten wurde. Außerdem wurden „Vario“-Pakete angeboten, die keine Microsoft-Plattform mit Privatfernsehen enthielten. Bis zur CeBIT 2008 konnte der Kunde zwischen den regulären „Telekom Entertain Comfort“ sowie „Telekom Entertain Comfort Plus“-Paketen wählen. Die „Plus“-Pakete enthielten neben sogenannten Free-TV-Kanälen aus dem ebenfalls kostenpflichtigen Standardpaket weitere Pay-TV-Kanäle sowie eine gedruckte Fernsehzeitschrift im Abonnement.
Mit der CeBIT 2008 wurden die Pakete neu gebündelt. Neben den bisherigen „Telekom Entertain Comfort“- sowie „Telekom Entertain Plus“-Paketen konnte nun auch die neue Variante „Telekom Entertain Premium“ bestellt werden. Sie enthielt die Merkmale des bisherigen Plus-Paketes ohne weitere Pay-TV-Sender und gedruckte Programmzeitschrift und bot im Gegensatz zum normalen Comfort-Paket unter anderem günstigere Minutenpreise und ein erweitertes E-Mail-Paket an. Alle Entertain-Pakete enthielten eine Online-Programmiermöglichkeit des Media Receivers. Für August 2011 hatte die Telekom die Verfügbarkeit eines neuen 3D-Programms angekündigt, unter dem beispielsweise Reportagen und Konzerte ausgestrahlt werden sollten.[4]
Im Rahmen der Umstellung auf „Magenta TV“ wurde Anfang 2019 das Angebot „Entertain“ beendet. Legacy-Geräte mit Software-as-a-Service-Betriebssystem wie der „Media-Receiver 303“ wurden somit betriebsunfähig. Existierende Aufnahmen ließen sich nicht sichern und gingen somit verloren.[5][6]
Technik und Anschluss
Alle Kunden, die ein Telekom-Entertain-Paket gebucht hatten, werden auf das neue Gigabit-Konzentratornetz geschaltet. Entweder war dies von vornherein gegeben, zum Beispiel bei Entertain-Neuanschlüssen und grundsätzlich bei Outdoor-VDSL2-DSLAMs, oder es geschah durch einen physischen Wechsel im Hauptverteiler bei Indoor-Verkabelung. Grund war, dass die Konzentratoren in der Lage sein mussten, die notwendigen Routen für das im Multicast übertragene IPTV zu setzen und man dies offenbar nicht in die bestehende Konzentrator-Infrastruktur integrieren wollte/konnte. Die Authentifizierung des Verbindungsaufbaus erfolgte weiterhin über die RADIUS-Server von Telekom Deutschland, jedoch war ein PPPoE-Verbindungsaufbau zu anderen Internetdienst- oder Kollokationsanbietern, dazu zählten auch die Telekom-Reseller, nicht mehr möglich, da die Gigabit-Konzentratoren kein L2TP boten/beherrschten. Zudem war aller Verkehr über die DSL-Strecke mit einem VLAN-Tag versehen (siehe unten).
Die für andere DSL-Anschlüsse üblichen Dämpfungsgrenzen fanden für die Berechnung der Verfügbarkeit von Entertain-Anschlüssen keine Anwendung, es wurde eine getrennte Datenbasis verwendet. Dies galt nicht nur für Outdoor-VDSL2-Anschlüsse im Besonderen oder die Indoor-VDSL2-Variante, sondern ganz besonders auch für die ADSL2+-„16k+“-Anschlüsse. Diese wurden anders berechnet als „gewöhnliche“ ADSL2+-16.000-Anschlüsse, wodurch erhebliche und nicht immer vermittelbare Unterschiede in den Verfügbarkeiten entstehen konnten. Andererseits konnten ausgebaute und verfügbare VDSL2-Gebiete teils nicht vermarktet werden, weil noch nicht für alle Anschlussleitungen die entsprechenden neuen Dämpfungswerte vorlagen und somit keine Beauftragung möglich war.
Endgeräte
Netzabschluss
Genau wie bei Nicht-Entertain-DSL-Anschlüssen stellte der an der Anschlussleitung angeschlossene DSL-Splitter den DSL-Netzabschluss sowohl bei ADSL2+ als auch bei VDSL2 her. Die für VDSL2-Anschlüsse gelieferten Splitter wiesen eine geringfügig niedrigere Eigendämpfung auf, funktionierten jedoch auch an allen anderen Anschlüssen und mit ADSL2+. Für Universal-(ISDN-)Kunden stellte der NTBA den Schmalband-Netzabschluss her.
Im April 2008 hatte Telekom Deutschland die Bezeichnung der Anschlussart von Analog (POTS) auf Standard und von ISDN auf Universal geändert um einer zukünftigen Migration auf NGN-Anschlüsse vorzugreifen. Im Juni 2009 erhielt der Großteil der Kunden weiterhin einen normalen POTS- bzw. ISDN-Anschluss, zunehmend wurden jedoch VoIP-basierte Anschlüsse geschaltet. Hierbei erhielt der Kunde ein IAD, an das sich bisherige analoge und (je nach Modell) ISDN-Endgeräte anschließen ließen. Für ISDN wurde die interne S0-Schnittstelle jedoch lediglich mit einem begrenzten Funktionsumfang durch das IAD emuliert und stellte daher nicht alle erweiterten Leistungsmerkmale eines ISDN-Komfortanschlusses, wie zum Beispiel Fax, Datenübertragung und D-Kanal-Signalisierung, zur Verfügung. Daher wurden Universal-Anschlüsse nur im Rahmen eines Pilotprojektes via VoIP geschaltet und meist ein realer ISDN-Anschluss gestellt.
ISDN und POTS
Für Kunden mit einem realen POTS- bzw. ISDN-Anschluss änderte sich nichts. Die von Telekom Deutschland gelieferten IADs enthielten alle eine Analog-Telefonanlage mit VoIP-zu-POTS-Emulator für drei Endgeräte, die Speedport W 900V und W 920V auch für ISDN-Anschlüsse sowie zusätzlich eine eingebaute DECT-Station auf AVM-Basis für bis zu fünf Mobilteile. Für Entertain-Neuanschlüsse, bzw. der Wechsel von einem bestehenden DSL-Anschluss auf einen Tripleplay, war nur noch die Buchung eines Entertain-IP-Anschlusses möglich. Die Möglichkeit, den bestehenden ISDN bzw. analogen Anschluss weiterhin zu nutzen, bestand nicht. Dies hatte zur Folge, dass nur aktuelle Router der Telekom genutzt werden können (Speedport W504V, W723V, W724V und W921V mit internem S0-Bus).
ADSL2+ (DSL 16+)
Die zum Entertain-Paket separat verfügbaren (Miete oder Kauf) Speedport-Multifunktionsgeräte enthielten ein integriertes ADSL2+-Modem. Beim Einsatz eines externen ADSL2+-fähigen Modems in Verbindung mit einem PPPoE-fähigen DSL-Router oder Computer musste darauf geachtet werden, dass das Modem das VLAN-Tagging der Ethernet-Frames nicht manipuliert. Das war aber häufig der Fall und führte ggf. zum Verlust des VLAN-Taggings (VLAN 8) und damit zu Fehlfunktionen bei Entertain.
VDSL2


Zur Nutzung der VDSL2-Produkte war ein VDSL2-fähiges Endbenutzer-Modem notwendig, entweder als Einzelgerät oder in einem IAD integriert. Im Januar 2015 lieferte Telekom Deutschland in den VDSL2-Entertain-Paketen auf Wunsch das Multifunktionsgerät Speedport W 724V oder Speedport Smart aus. Das früher einzeln verfügbare VDSL2-Modem Speedport 300HS sowie dessen Nachfolgegerät Speedport 221 waren nicht mehr erhältlich. Alle zu diesem Zeitpunkt angebotenen Router der Telekom waren VDSL-fähig mit Ausnahme des Speedport Entry.
Router
Im Unterschied zu allen anderen von Telekom Deutschland für Privatkunden angebotenen Internetzugängen erfolgte der Verbindungsaufbau WAN-seitig unter Nutzung von VLAN-Tags. Die dadurch um 4 Byte erhöhte Paketgröße erforderte am Router entweder einen speziell konfigurierten Fast-Ethernet- oder einen Gigabit-Ethernet-Port.
Im Juni 2009 existierten zwei unterschiedliche Implementierungen des Telekom-Entertain-Netzes, die abweichende Routerkonfigurationen erforderten. Die von Telekom Deutschland angebotenen IADs, sowohl mit als auch ohne integriertes VDSL2-Modem, wurden per TR-069 automatisch auf die am jeweiligen Anschluss vorliegende Variante konfiguriert.
Startnetz

Als Startnetz wurde die seit September 2006 für Endkunden verfügbare und bis Ende 2007 einzige VDSL2-Zugangsnetz-Architektur bezeichnet. Die Ethernetpakete der auf der DSL-Strecke aufgebauten PPPoE-Verbindung wurden dabei mit der VLAN-ID 7 versehen. Sowohl normaler Internetverkehr, die VoIP-Verbindungen zu den Telekom Entertain eigenen SIP-Servern, als auch die Unicast- und Multicast-Daten des IPTV wurden auf diese Verbindung geroutet. Im Juni 2009 wurde die PPPoE-Verbindung spätestens alle 24 Stunden zwangsweise seitens des Access Concentrator (AC) getrennt, wobei ein anschließender Wiederaufbau ohne Wartezeit möglich war, jedoch mit Zuweisung einer anderen IPv4-Adresse.
Zielnetz

Die Zielnetz-Architektur wurde seit Anfang 2008 stückweise eingesetzt und diente der Separierung des Multicast-IPTV-Verkehrs, der davor von den ACs in den regulären Internetverkehr eingeroutet werden musste und diesen daher mit zunehmender Kundenzahl stark belastete. Dabei wurde, zusätzlich zur PPPoE-Verbindung mit der ID 7, auf der DSL-Strecke eine zweite logische Verbindung mit der VLAN-ID 8 aufgebaut, die ausschließlich für den Multicast-IPTV-Traffic genutzt wurde.[7] Die Konfiguration erfolgte durch DHCPv4 und im Gegensatz zur PPPoE-Verbindung, welche bei VoIP basierten Tarifen alle 180 Tage zu einer Zwangstrennung führt, gab es keine Zwangstrennung und IPv4-Adresse und Routen blieben erhalten. Mit diesen Angaben ließ sich die Verbindung daher auch vollständig statisch einrichten.
Beide Verbindungen konnten unabhängig voneinander konfiguriert, auf- und abgebaut werden, auch zeitlich getrennt. Mittlerweile ist die Migrierung aller Anschlüsse auf Zielnetz abgeschlossen.
Mit der BNG-Migration der Telekom (ab 2015 zunächst nur bei den (V)DSL-Anschlüssen) wurde wieder eine dem Startnetz vergleichbare Konfiguration verwendet, der gesamte Traffic (Internetverkehr, VoIP-Verbindungen und IPTV) lief über die PPPoE-Verbindung (VLAN-ID 7), VLAN-ID 8 entfiel. Die Zwangstrennung der PPPoE-Verbindung erfolgte alle 180 Tage.
Media Receiver


Um das IPTV-Angebot von Telekom Entertain zu nutzen, war die Weiterleitung[8] von Multicast- und IGMP-Paketen von der WAN-Seite des Routers ins LAN oder zu dem für den Media Receiver dedizierten Port notwendig. Letztere Variante wurde auch bei den von Telekom Deutschland vertriebenen IADs angewendet und verhinderte das Broadcast-Flooding des LAN, wenn ein nicht Multicast-fähiger Switch zum Einsatz kam. Zusätzlich war für den Media Receiver von Telekom Deutschland ein DHCPv4-Server im LAN erforderlich. Kam im LAN ein transparenter HTTP-Proxy zum Einsatz, musste dieser von der Behandlung der Anfragen des Media Receivers ausgeschlossen werden.
In der Startnetz-Architektur wurden sowohl Uni- als auch Multicast-IPTV-Daten über die PPPoE-Verbindung geroutet, im Zielnetz liefen Multicasts über die zweite VLAN-Strecke, Unicasts jedoch weiterhin über PPPoE. Dies war bei der Konfiguration des IGMP-Proxys und der Firewall zu berücksichtigen, da der Media Receiver und evtl. Software-Clients Zugriff auf beide benötigten.
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender wurden unverschlüsselt über den Standard DVB-IPI übertragen und konnten mit jedem Empfänger und jeder Software, die DVB-IPTV unterstützt (zum Beispiel Xine oder VideoLAN), gesehen und aufgezeichnet werden.[9]
Weitere Sender, sowie das TV- und Filmarchiv, waren nur über verschlüsseltes DVB-IPI (DRM), eine proprietäre Microsoft-Technik, erhältlich. Die dafür nötige Set-Top-Box wurde von Telekom Deutschland in Form der Media Receiver (alle Kiss/Cisco-OEM) auf Basis des Betriebssystems „Microsoft IPTV-Edition“ (ab 26. April 2011 „Microsoft Mediaroom 2.0“) zur Verfügung gestellt.
- „T-Home MR303“ bzw. „T-Home MR500“ für Entertain SAT (500 GB)
- „T-Home MR102“ (für weitere TV-Geräte, ohne Festplatte jedoch mit Aufnahmefunktion über den vorhandenen Mediareceiver mit Festplatte)
Neben dem Empfang boten die Geräte auch parallele Aufnahme- und Timeshift-Funktionen (Anzahl abhängig von der Geschwindigkeit des Downstreams) sowie Zugriff auf das Online-Video-Archiv einzelner Sender (abhängig vom gewählten Telekom-Entertain-Tarif).
Die Telekom erlaubte den Betrieb einer Set-Top-Box mit Festplatte. Wurden eine oder mehrere weitere Set-Top-Boxen (egal ob mit oder ohne Festplatte) angeschlossen, so wurde bei diesen die Timeshift- und Aufnahmefunktion über die primäre Set-Top-Box bzw. deren Festplatte realisiert.
Die Set-Top-Box war aufgrund Vorgaben von Telekom Deutschland im Zielnetz auf eine permanent bestehende Entertain-Multicast-Verbindung angewiesen. Für alle Funktionen, die über die Multicast-IPTV-Decodierung hinausgingen, wie zum Beispiel der Kanalwechsel, der Start der Box oder die Rückkehr aus dem Standby-Modus, der Aufruf zusätzlicher Filminformationen und die Konfiguration der Box, sowie für das Videoarchiv war zusätzlich Unicast-Zugriff auf die IPTV-Server sowie den NTP-Server von Telekom Deutschland erforderlich. Bestand keine Verbindung oder war sie nicht korrekt konfiguriert, funktionierte die Set-Top-Box nicht. Davon waren alle Funktionen betroffen, auch die Nutzung der lokal auf der Festplatte gespeicherten Aufnahmen.
Außerdem bot T-Home Entertain neben digitalem Fernsehen seit Dezember 2008 auch eine größere Zahl digitaler Radiosender an.
Der HDMI-1.1-Ausgang des Media Receivers verwendete bis Client-Version 1.6 für die Helligkeitswerte einen erweiterten Bereich von 0–255 und nicht den vom HDMI-1.1-Standard eigentlich vorgeschriebenen Bereich 16–235. Dies führte bei TV-Geräten ohne Unterstützung für den erweiterten Bereich zu unterschiedlichen Problemen bei der Darstellung von dunklen und hellen Bildteilen, Näheres siehe Kompatibilitätsprobleme von DVI-PC oder DVI-Video. Das Problem wurde mit Client-Version 2.0 beseitigt.[10]
Die Media Receiver unterstützten Dolby-Digital-5.1-Ton über einen optischen, einen koaxialen Ausgang und über die HDMI-Schnittstelle. Außerdem besaßen sie bis zu zwei USB-Anschlüsse, welche jedoch softwareseitig deaktiviert waren und daher nicht zur aktiven Nutzung zur Verfügung standen. Einen Termin für die Aktivierung der Anschlüsse nannte die Telekom nicht.
Die Media Receiver mit Festplatte besaßen keinen Standby-Modus gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1275/2008. Der Stromverbrauch im vom Hersteller sogenannten „aktiven Standby-Modus“ wurde beim Modell „MR301 Typ A“ mit 12 Watt angegeben.[11] Die Geräte ließen sich über den Netzschalter vollständig vom Stromnetz trennen. Aufnahmen waren dann nicht mehr möglich; ein Neustart der Geräte dauerte zwischen einer (Gerät ohne Festplatte) und drei Minuten (Festplatten-Receiver).[12]
Leistungen

- Vertragslaufzeit Entertainvertrag: 24 Monate bzw. 12 Monate
- Vertragslaufzeit eines Media Receivers zur Miete: 12 Monate, 6 Werktage Kündigungsfrist
- Vertragslaufzeit einzelner Zubuchoptionen: ein Monat, 6 Werktage Kündigungsfrist
- Fernsehsender: bis zu 218 (abhängig vom gebuchten Entertain-Typ), davon über 80 frei empfangbare und weitere über diverse Zusatzpakete (für HD-Sender ist VDSL nicht mehr erforderlich, ein 16+ Anschluss ist ausreichend) (Stand: 1. April 2012)
- Seit Sommer 2013 speist die Telekom auch die gesamten Programmpakete von Sky Deutschland in ihre Pakete ein.
- Mehrere tausend Filme auf Abruf (via Videoload; ehemalige Bezeichnung Video-on-Demand)
- Zugriff auf das Mediencenter über den Media Receiver
- Verschiedene Apps für Smartphones, mit denen sich der Mediareiceiver programmieren und steuern lässt
Verbreitung
Zum Ende 2011 wurde Entertain von 1,6 Millionen Kunden genutzt, dies wurde am 23. Februar 2012 zur Bilanzpressekonferenz bekannt gegeben, davon entschieden sich ca. 100.000 Kunden für das neue Kombiprodukt Entertain Sat.[13] Die technische Reichweite liegt laut Schätzungen bei rund 15 Millionen Haushalten (ADSL2+ und VDSL2).
Ab dem 16. Juli 2012 erhob die Telekom Nutzungsdaten über das Fernsehverhalten der Zuschauer. Diese Nutzungsdaten umfassten Informationen der Entertain-Funktionen. Dies waren im Einzelnen: Anzahl der Verbindungen von Set-Top-Boxen zur Entertain-Plattform, Anzahl aktiver Set-Top-Boxen, Nutzungsdauer, Anzahl der Schaltvorgänge pro Sender und Anzahl der aktiven Kunden. Die Telekom verfuhr nach dem Opt-out-Prinzip. Sie fragte die Kunden nicht, ob sie der Datenerfassung zustimmen, sondern protokollierte nur bei denen nicht, die der Erfassung ausdrücklich widersprachen. Verbraucherschützer kritisierten dieses Vorgehen und empfahlen Verbrauchern, der Datenerfassung nachträglich zu widersprechen.[14][15]
Varianten
Zur IFA 2011 im September 2011 startete die Telekom Entertain Sat. Dabei wurde das Digital-TV-Programm über den Astra-Satelliten ausgestrahlt, während die Steuerung über die DSL-Leitung erfolgte.[16][17]
Am 7. Juli 2013 startete Entertain to go. Zunächst konnten gegen einen Aufpreis von 4,95 Euro im Monat über eine WLAN-Verbindung Fernsehinhalte auf Smartphones und Tablets transportiert werden.[18] Ab 9. April 2014 war dann zum gleichen Preis der Empfang auch über UMTS- und LTE-Verbindungen möglich.[19] Entertain to go wurde am 31. März 2017 eingestellt.[20]
Einzelnachweise
- ↑ Telekom: T-Home startet heute. In: teltarif.de. teltarif.de Onlineverlag GmbH, 17. Oktober 2006, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Telekom Entertain TV (Entertain 2.0) im Test. In: connect.de. Five Monkeys Tech GmbH, 29. August 2016, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ IFA: T-Home erweitert Radio- und Video-on-Demand-Angebot
- ↑ Entertain: Telekom startet 3D-TV ab August, Netzwelt.de, abgerufen am 27. Juli 2011
- ↑ MagentaTV löst Entertain ab. In: telekom.com. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 25. August 2019; abgerufen am 22. Mai 2026.
- ↑ Jörg Schamberg: Plattform-Abschaltung – Telekom zieht 2019 beim alten "Entertain" den Stecker, 17 Januar 2019 ( vom 12. April 2021 im Internet Archive)
- ↑ Archivierte Kopie ( vom 20. Juni 2009 im Internet Archive) manuelle Konfiguration im Zielnetz
- ↑ IGMP-Proxy
- ↑ ÖR-TV mit PC-Software ( vom 3. Juli 2015 im Internet Archive)
- ↑ Telekom-Forum-Thread zur RGB 0-255-Problematik
- ↑ Siehe Seiten 27 und 31 in Bedienungsanleitung Media Receiver 301 Typ A. Stand: August 2009. ( vom 20. April 2010 im Internet Archive)
- ↑ Neue Mediareceiver – MR303A & MR102. Michael Marschalkowski, 7. Februar 2011, abgerufen am 25. Februar 2012.
- ↑ Deutsche Telekom erreicht Finanzziele für 2011
- ↑ Nutzungsdatenerhebung beginnt ab 16. Juli. In: Entertain Change(b)log. Michael Marschalkowski, 9. Juli 2012, abgerufen am 8. März 2013.
- ↑ Stefan Römermann: Big Telekom is watching you. In: Deutschlandfunk. Deutschlandradio, 16. Juli 2012, abgerufen am 8. März 2013.
- ↑ Thorsten Neuhetzki: Telekom startet Entertain-Sat-Vermarktung. In: teltarif.de. 29. Juli 2011, abgerufen am 22. Mai 2026.
- ↑ Interaktives Satelliten-Fernsehen – Deutsche Telekom startet Entertain Sat. In: t-online.de. 11. November 2011, abgerufen am 22. Mai 2026.
- ↑ Telekom gibt Startschuss für Entertain to go. In: digitalfernsehen.de. Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, 17. Juli 2013, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Entertain to go: TV nun auch übers Mobilfunknetz. In: dwdl.de. DWDL.de GmbH, 9. April 2014, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Entertain to go wird eingestellt. In: iptv.blog. Michael Putz, 18. Januar 2017, abgerufen am 9. August 2026.
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