Am 23. April 1820, ihrem 20. Geburtstag, heiratete Emilie den lippischen Fürsten Leopold II. Im Mai zog das Paar in den Ostflügel des Fürstlichen Residenzschlosses in Detmold. Das Ehepaar hatte neun Kinder:
Karl (* 11. Oktober 1832 in Detmold; † 1. Mai 1834 ebenda)
Pauline (* 2. Oktober 1834 in Detmold; † 24. August 1906 in Cappel)
Das Paar führte ein ruhiges, musterhaftes Familienleben. Emilie unterwarf sich der strengen Lebensweise ihres Gatten. Sie las gerne, hörte Musik, besuchte mit ihrem Mann das Theater und begleitete ihn zu Jagdausflügen. Die Sommer verbrachte das Paar mit den Kindern häufig im Schloss Schieder.
Tod
Emilie starb am 2. April 1867 und wurde eine Woche später im Mausoleum am Büchenberg an der Seite ihres Mannes beigesetzt. In seiner Trauerpredigt beschrieb Pastor Koppen die „theure Fürstin Mutter als keinen scharf markierten Charakter, der sein eigen selbst mit Energie seiner Zeit und seiner Umgebung aufzuprägen sich bestrebt. Große Weichheit, ein sanftes, mildes, den Menschen, den Verhältnissen, Lagen und Zuständen des Lebens sich anpassendes (…) Wesen war vielmehr der hervorragende Zug ihres Charakters. Sie schickte sich lieber in andere, statt von ihnen zu fordern, daß sie sich ihr fügen sollten. Dazu kam große Rücksichtsnahme, herzgewinnende Freundlichkeit, Milde und Wohlwollen gegen Jedermann (…) Unsere Fürstin Mutter hat während ihres Lebens viele Tränen getrocknet, (…) ihr Gedächtnis wird, dessen bin ich sicher, dem lippischen Volk, sonderlich unter den Bewohnern der Stadt Detmold im Segen bleiben.“
Ehrungen
Emilie zu Ehren wurden in Detmold die Emilienstraße sowie der auf dem Gelände der ehemaligen Emilien-Kaserne liegende Campus Emilie benannt.[1]