Edward Madejski

Edward Madejski
Edward Madejski (1936)
Personalia
Voller Name Edward Dominik Jerzy Madejski
Geburtstag 11. August 1914
Geburtsort KrakauÖsterreich-Ungarn
Sterbedatum 15. Februar 1996
Sterbeort BytomPolen
Größe 177 cm
Position Torwart
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1931–1932 Juvenia Krakau
1932–1937 Wisła Krakau 64 (0)
1939 Garbarnia Kraków
1939–1945 Zaolzie Trzyniec
1945–1949 Polonia Bytom
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1936–1938 Polen 11 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Edward Dominik Jerzy Madejski (* 11. August 1914 in Krakau, Österreich-Ungarn; † 15. Februar 1996 in Bytom, Polen) war ein polnischer Fußballspieler. Der Torwart bestritt elf Länderspiele für Polen und nahm an der Weltmeisterschaft 1938 teil.

Karriere

Verein

Edward Madejski begann seine Karriere 1931 bei Juvenia Krakau und wechselte 1932 zum Stadtrivalen Wisła Krakau. 1938 einigten sich Wisła und Dąb Katowice auf einen Wechsel, doch Madejski sprang im letzten Moment ab. Dadurch wurde er für ein Jahr vom Ligabetrieb ausgeschlossen und spielte erst 1939 für Garbarnia Kraków. Während des Zweiten Weltkriegs gab es keinen offiziellen Ligabetrieb in Polen, allerdings nahm er mit Zaolzie Trzyniec an verschiedenen illegalen Turnieren teil. Nach Ende des Krieges lief er bis 1949 für Polonia Bytom auf.

Nationalmannschaft

Madejski nahm an den Olympischen Spielen 1936 teil, kam aber nicht zum Einsatz. Polen unterlag im Spiel um 3 und belegte den vierten Platz.[1] Im September 1936 debütierte er für die Nationalmannschaft bei einem Freundschaftsspiel in Belgrad gegen Jugoslawien.

Madejski stand bei der Weltmeisterschaft 1938 im polnischen Kader und bestritt das einzige Turnierspiel seines Landes, die 5:6-Niederlage nach Verlängerung im Achtelfinale gegen Brasilien. Durch die Niederlage schied Polen aus dem Turnier aus.[2] Nach der Weltmeisterschaft stand er noch bei Freundschaftsspielen im Tor, zuletzt im November 1938 gegen Irland. Insgesamt absolvierte er elf Länderspiele.

Persönliches

Madejski wurde während des Zweiten Weltkriegs nach Auschwitz deportiert und verbrachte mehrere Wochen in einer Todeszelle und überlebte. Nach dem Krieg wurde er als angeblicher Spion von der stalinistischen Geheimpolizei verhaftet und zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Madejski wurde 1956 entlassen.

Commons: Edward Madejski – Sammlung von Bildern

Literatur

  • Schwarze Adler, Weiße Adler. Deutsche und polnische Fußballer im Räderwerk der Politik. Göttingen: Die Werkstatt, 2011, ISBN 978-3-89533-775-8, Seite 48, 87 f., 90 f.

Einzelnachweise

  1. XI. Olympiad Berlin 1936 Football Tournament. In: rsssf.org. RSSSF, abgerufen am 27. April 2026 (englisch).
  2. World Cup 1938 finals. In: rsssf.org. RSSSF, abgerufen am 27. April 2026 (englisch).

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