Die Erdzerstörer

Film
Titel Die Erdzerstörer
Originaltitel L’Homme a mangé la Terre
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Genre Dokumentarfilm
Erscheinungsjahr 2019
Länge 99 Minuten
Altersempfehlung ab 14[1]
Stab
Regie Jean-Robert Viallet
Drehbuch Christophe Bonneuil,
Jean-Baptiste Fressoz,
Jean-Robert Viallet
Produktion Cinéphage Productions,
Les Films du Tambour de Soie,
Arte
Musik Marek Hunhap
Schnitt Tal Zana

Die Erdzerstörer (Originaltitel: L’Homme a mangé la Terre, internationaler Titel: Breakpoint: A Counter-History of Progress) ist ein französischer Dokumentarfilm von Jean-Robert Viallet aus dem Jahr 2019. Der in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftshistorikern Christophe Bonneuil und Jean-Baptiste Fressoz entstandene Film beleuchtet die vergangenen rund 200 Jahre des Industriekapitalismus – von der Dampfmaschine über fossile Brennstoffe, Pestizide und Atomkraft bis hin zur Digitalisierung – und macht deutlich, dass eine wohlhabende Minderheit historisch besonders für die Umweltzerstörung im Anthropozän verantwortlich ist.

Inhalt

Der Dokumentarfilm zeichnet eine Gegenchronik der industriellen Moderne. Ausgehend von der Nutzung der Kohle und der Erfindung der Dampfmaschine entfaltet er die Geschichte eines Fortschrittsglaubens, der über zwei Jahrhunderte hinweg die Weltwirtschaft und die Lebensweise prägte.[2]

Anhand von Archivmaterial und historischen Fallbeispielen werden die Folgen von Industrialisierung, Kolonialismus und fossilen Energien verdeutlicht.[1] Der Film beleuchtet die Einführung von Pestiziden, die Entwicklung von Napalm und Atomkraft ebenso wie die Digitalisierung, um die zerstörerischen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu veranschaulichen.[3]

Dabei wird betont, dass eine wohlhabende Minderheit überproportional von diesem Fortschritt profitierte, während die ökologischen und sozialen Kosten auf die gesamte Menschheit und den Planeten abgewälzt wurden.[4][5][1]

Rezeption

Die Fachkritik nahm Die Erdzerstörer überwiegend positiv auf. Der Filmdienst lobte den Film als prägnante Darstellung der verheerenden Folgen von mehr als zwei Jahrhunderten Industriekapitalismus, die durch Archivmaterial und Kommentare von Historikern stringent vermittelt würden.[1]

Auch ein Beitrag der Volksstimme (dpa) bezeichnete den Film trotz der schnellen Bildfolge als „anstrengend“, aber sehenswerten „Parforceritt“ durch zwei Jahrhunderte Wechselbeziehung zwischen Mensch und Umwelt.[6]

Die französische Kulturzeitschrift Télérama hob hervor, dass die Dokumentation die zerstörerischen Folgen der industriellen Moderne ungeschönt aufzeige und dabei zugleich die historische Verantwortung einer kleinen Minderheit betone.[7]

Einzelnachweise

  1. a b c d Die Erdzerstörer. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. September 2025.
  2. Die Erdzerstörer – Breakpoint: A Counter History of Progress. In: Nuremberg International Human Rights Film Festival. Abgerufen am 6. September 2025.
  3. Humans – Destroyers of Earth (Die Erdzerstörer). In: Films for the Earth. Abgerufen am 6. September 2025.
  4. Breakpoint: A Counter-History of Progress. In: Tënk. Abgerufen am 6. September 2025.
  5. Die Erdzerstörer – Nuremberg International Human Rights Film Festival. In: NIHRFF. Abgerufen am 6. September 2025.
  6. dpa: TV-Tipp: Die Erdzerstörer. In: Volksstimme. 8. Juni 2020, abgerufen am 6. September 2025.
  7. Virginie Félix: Sur Arte.tv, « L’homme a mangé la Terre ». In: Télérama. 30. Oktober 2021, abgerufen am 6. September 2025 (französisch).

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