Böheimschlag

Böheimschlag (Rotte)
Ortschaft
Böheimschlag (Österreich)
Böheimschlag (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Urfahr-Umgebung (UU), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Freistadt
Pol. Gemeinde Bad Leonfelden  (KG Weigetschlag)
Koordinaten 48° 32′ 55″ N, 14° 18′ 28″ OKoordinaten: 48° 32′ 55″ N, 14° 18′ 28″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 4 (1. Jän. 2026)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 12086
Zählsprengel/ -bezirk Bad Leonfelden-Umgebung (41603 001)
Bild
Ortsansicht von Böheimschlag
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS
4

Böheimschlag ist eine Ortschaft in der Stadtgemeinde Bad Leonfelden im Mühlviertel in Oberösterreich. Die Ortschaft hat 4 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2026[1]).

Geographie

Die Ortschaft liegt in den Südlichen Böhmerwaldausläufern. Sie ist Teil der Katastralgemeinde Weigetschlag[2] und des Zählsprengels Bad Leonfelden-Umgebung.[3] Zur Ortschaft Böheimschlag gehören 5 Adressen (Stand: 1. April 2020).[4] Sie umfasst die gleichnamige Rotte Böheimschlag.[3]

Böheimschlag befindet sich im Einzugsgebiet des Granitzbachs. Im Süden der Ortschaft verläuft die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Atlantik und Schwarzem Meer.[2] Bei der Ökofläche der Lesesteinzeilen Böheimschlag im Norden der Ortschaft handelt es sich um Steinriegel, die stark dem Wind ausgesetzt und üppig mit Flechten bewachsen sind.[5]

Geschichte

Böheimschlag wurde im Jahr 1356 als Pehaimslag urkundlich erwähnt.[6][7] Der Ortsname stammt vom mittelhochdeutschen bêheim für ‚Böhme‘, was auch einen Personennamen meinen kann,[8] und vom mittelhochdeutschen Rodungsnamen slag für ‚Rodung mit der Axt‘.[9]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Böheimschlag ein Gastwirt, eine Mühle samt Sägewerk und einige Landwirte ansässig.[10]

Wintersport

Im Gebiet zwischen den Siedlungen Böheimschlag und Weigetschlag gibt es mehrere Loipen: die 2,9 Kilometer lange, leichte Nordstern-Weigetschlag-Bründlrunde,[11] die 7,6 Kilometer lange, schwere Nordstern-Weigetschlag-DNAsport-Runde[12] und die 6,1 Kilometer lange, mittelschwere Nordstern-Weigetschlag-Raiffeisenrunde.[13]

Literatur

Commons: Böheimschlag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. a b DORIS (Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System). Land Oberösterreich, Abteilung Geoinformation und Liegenschaft, abgerufen am 1. Juli 2023.
  3. a b Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis Oberösterreich 2001. Verlag Österreich, Wien 2005, ISBN 3-902452-43-9, S. 327 (statistik.at [PDF; abgerufen am 1. Juli 2023]).
  4. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  5. Lesesteinzeilen Böheimschlag (Ökofläche OEKF08501). In: Geografisches Naturschutzinformationssystem (GENISYS). Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, abgerufen am 1. Juli 2023.
  6. Erich Trinks (Bearb.): Urkunden-Buch des Landes ob der Enns. Band 7. Wien 1876, CDLVII, S. 463 (archive.org – Die Leonfeldener Ortschaften Affetschlag, Appenau, Böheimschlag, Dietrichschlag, Elmegg, Hayd, Laimbach, Langbruck, Rading, Roßberg, Schönau, Silbertschlag, Stern, Weigetschlag und Weinzierl wurden in dieser Urkunde vom 4. Juli 1356 zu Ottensheim erstmals urkundlich erwähnt): „Reinprecht von Wallsee von Ens und seine Vettern Friedrich, Wolfgang und Heinrich, Brüder von Wallsee von Ens, theilen die zur Veste und zu der Grafschaft Waxenberg gehörigen Urbargüter, die ihnen der Herzog von Oesterreich versetzt hatte.“
  7. Konrad Schiffmann: Historisches Ortsnamen-Lexikon des Landes Oberösterreich. 1. Band (A–J). Jos. Feichtingers Erben, Linz 1935, S. 119 (digi.landesbibliothek.at [abgerufen am 1. Juli 2023]).
  8. Konrad Schiffmann: Historisches Ortsnamen-Lexikon des Landes Oberösterreich. Ergänzungsband. Nachträge, Erklärungen der Namen und Verweisungen. Oldenbourg, München/Berlin 1940, S. 73 (digi.landesbibliothek.at [abgerufen am 1. Juli 2023]).
  9. Konrad Schiffmann: Historisches Ortsnamen-Lexikon des Landes Oberösterreich. Ergänzungsband. Nachträge, Erklärungen der Namen und Verweisungen. Oldenbourg, München/Berlin 1940, S. 409 (digi.landesbibliothek.at [abgerufen am 1. Juli 2023]).
  10. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 567
  11. Nordstern-Weigetschlag-Bründlrunde. Mühlviertel Marken, abgerufen am 1. Juli 2023.
  12. Nordstern-Weigetschlag-DNAsport-Runde. Mühlviertel Marken, abgerufen am 1. Juli 2023.
  13. Nordstern-Weigetschlag-Raiffeisenrunde. Mühlviertel Marken, abgerufen am 1. Juli 2023.

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