Bernhard Orzechowski

Bernhard Orzechowski (* 19. August 1925 in Oberhausen, Rheinland, gest.) war ein leitender Sportfunktionär in der Deutschen Demokratischen Republik.[1]

Leben

Bernhard Orzechowski wurde am 19. August 1925 in Oberhausen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule ging er nach Bornit (Ostpreußen) und verdingte sich als Landarbeiter. Ab 1940 diente er bei der Wehrmacht, wo er die Ausbildung zum Unteroffizier machte. An der Ostfront kam er im Mai 1945 in Kriegsgefangenschaft (bis 1949). Nach seiner Rückkehr in die Sowjetische Besatzungszone trat er 1950 der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bei und wurde Polizist. Von der Volkspolizei wechselte er 1956 zur Nationalen Volksarmee (NVA) und absolvierte ein Studium an der Hochschule der Volkspolizei in Dresden. Ab 1956 war er zunächst Leiter des Sekretariats der Armeesportvereinigung Vorwärts (ASV) und übernahm leitende Aufgaben. Dann wurde er 1957 auch stellvertretender Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport. 1966 bis 1975 war er Vizepräsident des DTSB-Bundesvorstands für Leistungssport und 1975 bis 1989 für Großsportveranstaltungen verantwortlich. 1979 absolvierte er noch ein externes Studium an der Deutschen Hochschule für Körperkultur zum Sportlehrer. 1968 und 1972 war er Chef de Mission der DDR-Olympiamannschaften.[2] 1990 wurde er verrentet.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Volker Kluge: Wer war wer in der DDR? Orzechowski, Bernhard kommunismusgeschichte.de. In: Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix: Wer war wer in der DDR? Ein Lexikon ostdeutscher Biographien. 5. Auflage, März 2010. Berlin: Ch. Links Verlag 2010.
  2. Chef de Mission nahm Arbeit auf. nd-archiv.de 29. Januar 1968

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