Barhöft

Barhöft ist ein Ortsteil der Gemeinde Klausdorf, etwa 12 km nördlich von Stralsund in Vorpommern. Er hat rund 100 Einwohner und einen kleinen Hafen.
Name und Lage
Der Name leitet sich vom niederdeutschen „höft“ für „Haupt, Kopf“ und bar für „nackt“ ab und bedeutet so viel wie karge, unbewaldete Landspitze.
Barhöft liegt an der Grenze zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der von Naturliebhabern nicht zuletzt wegen seiner Kranich-Zwischenlandeplätze geschätzt wird.
Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen betreibt eine Buslinie, die Barhöft mit Stralsund verbindet.
Geschichtliches und Sehenswertes
Siehe auch Liste der Baudenkmale in Klausdorf (bei Stralsund)
Barhöft wurde erstmals 1792 urkundlich erwähnt. 1815 übernahmen die Preußen (Provinz Pommern) die Herrschaft von den Schweden.
Zur Kaiserzeit wurden am Hang oberhalb des Hafens vier Doppelwohnhäuser errichtet. In ihnen wohnten Lotsen mit ihren Familien. Die Gebäude am Lotsenweg stehen heute unter Denkmalschutz.
Bis zur Wende und friedlichen Revolution in der DDR war Barhöft ein Stützpunkt der Nationalen Volksarmee mit eigenem Truppenübungsplatz.
Der Hafen wurde in den 1990er Jahren modernisiert. Er hat eine Wassertiefe bis 5,7 m.[1] Im Hafen ist ein Lotsenboot für die Lotsen der Lotsenbrüderschaft Wismar-Rostock-Stralsund stationiert. Von hier werden die Schiffe bedient, die den Strelasund und den Hafen von Stralsund aus oder in Richtung Norden ansteuern bzw. verlassen. Viele Segler nutzen den Hafen von Barhöft als Zwischenstation zu den Inseln Rügen, Bock und Hiddensee.
In der Besuchereinrichtung „Haus Norden“ zeigt das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft ganzjährig eine Informationsausstellung zum Thema Flora und Fauna an der Ostsee und am Bodden.
Der nahegelegene Aussichtsturm Barhöft an der Kliffküste bietet einen Blick auf die Halbinsel Zingst, die Inseln Bock, Hiddensee und Rügen sowie nach Stralsund. Der 16,9 m hohe Backsteinturm wurde 1986 als militärischer Beobachtungsturm errichtet. Nach der Deutschen Wiedervereinigung fand er längere Zeit keine Verwendung. 2004 wurde er nach Ergänzung durch eine stählerne Außentreppe als Aussichtsturm zugänglich gemacht.[2] Der Ort hat einen kleinen Sandstrand sowie ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz.
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Denkmalgeschützte Lotsenhäuser in Barhöft
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Lotsenboot MECKELBORG in Barhöft, Unterfeuer Bock im Hintergrund
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Aussichtsturm
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Barhöft
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Blick über Bock und Gellen nach Hiddensee
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DDR-Grenzsäule im Hafen
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hafen Barhöft. Abgerufen am 5. August 2026.
- ↑ Aussichtsturm - Sprenger Barhoeft Maritim. Abgerufen am 12. März 2024.
Koordinaten: 54° 26′ N, 13° 2′ O
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