Barbarian Prince
| Barbarian Prince | |
|---|---|
| Daten zum Spiel | |
| Autor | Arnold Hendrick |
| Grafik | David Helber |
| Verlag | Dwarfstar Games (von Heritage Models) |
| Erscheinungsjahr | 1981 |
| Art | Brettspiel |
| Spieler | Einzelspieler |
| Dauer | keine Angabe |
| Alter | keine Angabe |
| Übersetzungen |
keine, nur englische Sprachausgabe |
| Auszeichnungen | |
|
Charles S. Roberts Award: Best Fantasy Boardgame of 1981. | |
Barbarian Prince ist ein US-amerikanisches Einzelspieler-Brettspiel, das 1981 von Dwarfstar Games veröffentlicht wurde.
Barbarian Prince ist ein Fantasy-Spiel, in dem der Spieler in die Rolle des Barbarenprinzen Cal Arath schlüpft. Dieser muss aus den Nordlanden in die Südlande fliehen, da Usurpatoren seinen Vater ermordeten und den Thron an sich rissen.
Um das Spiel zu gewinnen, muss der Spieler innerhalb von 70 Tagen oder weniger 500 Goldstücke anhäufen, um Söldner anzuwerben und den Thron zu erobern. Jede Spielrunde entspricht einem Tag. In dieser Zeit kann sich der Prinz zu Fuß ein Feld, zu Pferd zwei Felder oder sogar drei Felder auf einem Floß oder einem Pegasus bewegen. Jedes Mal, wenn er ein neues Feld betritt, wird ein zufälliges Ereignis ausgelöst. Dieses kann vorteilhaft oder bedeutungslos sein, beinhaltet aber oft Begegnungen, die nur durch Kampf gelöst werden können. So trifft er unter anderem auf Amazonen, Banditen, Söldner, Goblins, Orcs, Elfen, Zwerge usw. Der Prinz kann in jeder Runde außerdem verschiedene Aktionen ausführen, um Gold zu verdienen, zum Beispiel Nachrichten einholen, Gefolgsleute anheuern, Ruinen durchsuchen oder eine Audienz beim lokalen Herrscher erhalten. Durch die vielen Zufallsereignisse verfügt das Spiel über einen hohen Wiederspielwert.
Die Spielkomponenten sind: eine nummerierte Hexfeld-Karte der Region; eine unbemalte 25 mm große Metallfigur des Prinzen, zwei sechsseitige Würfel, zwei Seiten mit Diagrammen und Tabellen, ein 24-seitiges Regelbuch und ein 48-seitiges Ereignisbuch.
Das Spiel wurde mit dem Charles S. Roberts Award als bestes Fantasy-Brettspiel des Jahres 1981 („Best Fantasy Boardgame of 1981“) ausgezeichnet.[1]
Rezeption
In der Oktoberausgabe 1981 von Dragon bezeichnete Glenn Rahman es als „das bisher beste Solospiel, das mir bekannt ist“. Rahman lobte die „einfach zu erlernenden“ Regeln und fand es gut, dass der Protagonist Cal Arath bereits ein beeindruckender Kämpfer ist. Er schloss mit einer positiven Empfehlung: „Ich vergebe Barbarian Prince vier goldene Sterne. Wenn Sie ein Fan von Schwert-und-Zauberei-Abenteuern sind und keine Gelegenheit haben, an einem Mehrspieler-Abenteuer teilzunehmen – oder auch wenn Sie die Möglichkeit dazu haben – sollten Sie dieses Spiel unbedingt ausprobieren.“
In der Januarausgabe 1982 von Ares (Ausgabe 12) fand Steve List das Spiel zwar recht einfach, empfand aber einige Abläufe als „umständlich“. Er merkte außerdem an, dass im Kampf häufig gewürfelt werden müsse. Da das Spiel 70 Runden/Tage umfasste, „kann man sich beim Würfeln und Nachschlagen von Ereignissen in einem Regelheft schnell langweilen.“ List stellte die Spielbalance infrage: „Der Prinz hat es schwer zu gewinnen, oft weil er zu viele Kämpfe bestreiten muss, bevor er Anhänger rekrutieren kann.“ List empfahl das Spiel Spielern, die Solospiele gegenüber herkömmlichen Mehrspieler-Spielen bevorzugen.
In der Januar-Ausgabe 1982 von The Space Gamer (Nr. 47) bemerkte Tony Watson: „Die positiven Aspekte von ‚Barbarian Prince‘ überwiegen die negativen bei Weitem.“ Es ist ein gut strukturiertes und interessantes Spiel, das auch Einzelspielern, die sich ein paar Stunden lang vergnügen möchten, eine Herausforderung bietet.
Bill Skirrow rezensierte Barbarian Prince für White Dwarf Ausgabe 29 und vergab 8 von 10 Punkten. Er schrieb: „Alles in allem ist Barbarian Prince ein farbenfrohes und fesselndes Spiel, das sich – anders als viele Solitärspiele – nicht in komplizierten Spielmechaniken verliert.“
In einer Retrospektive zu Barbarian Prince in Black Gate schrieb John O’Neill: „Bei Barbarian Prince kann man nicht gewinnen. Das Spiel ist ein existenzieller Kommentar zu den nihilistischen Grundlagen des modernen evolutionären Denkens. Ich dachte, das wäre offensichtlich. Alle Spiele enden mit einem schmählichen Tod, meist in Form eines ausgehungerten Goblinstammes, der einen zu Brei schlägt und einem die pelzgefütterten Stiefel stiehlt.“
Weblinks
- Spielmaterialien zum Ausdrucken (freigegeben durch Reaper Miniatures, Inhaber der Dwarfstar-Games-Rechte)
Einzelnachweise
- ↑ The Game Manufacturers Association - The 1981 Origins Awards (archiviert in der Wayback Machine)
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